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Ausgabe Oktober 2009
Der Fliegenpilz

sein Einsatz in der Arznei

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Der Fliegenpilz (Amanita muscaria) ist den ger-mansichen Göttern und den sibirischen Schamanen heilig. Es heißt, zur Wintersonnenwende reitet Wotan mit seinem Gefolge über den Himmel. Dort wo sein Pferd Geifer auf die Erde tropfen lässt, wächst neun Monate später Amanita aus dem feuchten Boden. Die Berserker, dem Wotan geweihte Krieger, sollen sich mit Fliegenpilz in den Rausch getrunken haben. Auch die heilkundigen Schamanen der Kelten und Germanen (die vermutlich heute zum Weihnachtsmann degradierten) kannten mit Sicherheit den Fliegenpilz. Dieses Glückssymbol ist in Beziehung zu setzen mit der Freude des Stammes, wenn der Schamane als Hüter des Fliegenpilzes, von langen Reisen gesund zurückkehrte.

In der sibirischen Tradition nutzen Schamanen den Fliegenpilz, um in Trance ihre Heilkräfte zu sammeln.
Amanita muscaria ist weltweit anzutreffen. Er benötigt allerdings die Gesellschaft der Birke oder Kiefer als Symbiosepartner.

In der Spagyrik (Pflanzenalchemie) kann Amanita als Arznei zum Einsatz gelangen, bei psychischen Erschöpfungszuständen und allg. Beschwerden des Nervensystems. Des weiteren fördert er die Sensibilität für das Unbekannte und hat einen Bezug zur Kommunikation.
Spagyrische Arzneimittel sind apothekenpflichtig und dort ohne Rezept erhältlich.



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