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Ausgabe Oktober 2009
Heilung von Beziehungen

Eine Liebeserklärung an das Hier-Sein - von Jutta Zimmermann

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Öffnen wir uns der Poesie des Alltages, und das Leben ändert sich.


Erinnerungen an liebevoll gehegte Wünsche aus der Kindheit zeigen oft eine unschuldige, phantasievolle Position. Wir haben sie eingenommen, um Wunder in unseren Alltag zu leiten.


Wunder und Heilung in unserem Leben geschehen oft unerwartet. Wo es gelingt, fordernde und erwartende Gedankenmuster durch liebevolle Aspekte positiv zu formen, ändern sich die Beziehungen zwischen der Haltung unseres Körpers, den Gedanken und dem Ausdruck unserer Seele. Die bewusste Einkehr in einen Zustand des Nichtwollens wirkt wie ein Wunder. Es fordert und fördert die Wachheit und das Vertrauen in den positiven, liebenden Aspekt unseres Hier- Seins durch das tiefe Anerkennen der Schönheit unseres Selbst.


Der Duft des Sommers füllt den Garten mit süßer Schwere. Auf der nahegelegenen Wiese wendet ein alter Mann das Heu. Er macht konzentrierte rhythmische Bewegungen. Seine Arbeit ist voller Hingabe und scheint von Leichtigkeit getragen. Das Spiel der Muskeln des sehnigen, noch immer starken Körpers zeichnet mit jeder Bewegung die Schönheit seines Wesens nach.


Der Mann schaut auf und lächelt in die Sonne hinein. Nicht die Arbeit macht alt, nein, die nicht. Wenn jemand über etwas nicht hinwegkommt, ein Leid der Seele unerlöst ist, das macht alt. Oder wenn jemand lieblos mit sich umgeht, weil er über etwas nicht hinwegkommt: das macht alt. Nicht die Arbeit, nein, die nicht.


Einfach ist das mit dem Heu. Es wird gewendet, damit die Kehrseite zum Vorschein kommt. Wenn’s dann stimmt, ist es duftende Ernte. Die Freude über seine gelungene Arbeit strahlt aus dem alten Mann heraus. Dass er in seinem Leben über Vieles hinwegkommen ist, schwingt mit. Und da ist es, dieses Leuchten im Wesen des alten Mannes, welches die Abwesenheit jeglicher Bitterkeit mit der Anwesenheit wissenden Nichtwollens erfüllt.


Ich spüre Freude und vibrierende Lebendigkeit in jeder Zelle seines Körpers als wäre es mein eigener, kann seine Geschichten spüren. Erfüllt von Demut und Dankbarkeit löse ich mich und gehe, fahre.
Der Zug fährt durch vertraute Landschaft. Ein Wunsch, den ich lange losgelassen habe, wird wahr: während der Fahrt durch den Eisenbahntunnel bleibt das erste Mal seit 30 Jahren das Licht im Zug aus. Und in mir, durch mich, um mich herum ist dieses Leuchten...
Ich freue mich auf den liebenden Mann an meiner Seite, der mich im Nichtwollen findet.


Öffnen wir uns der Schönheit des Lebens. Und in einer harmonischen inneren Ordnung und Gelassenheit werden neue, von Achtsamkeit und tiefer Liebe geprägte Lebenswege sichtbar. Auf diesen Wegen entwickelt sich eine Heilung unserer Beziehungen durch Liebesbeziehungen.
Urvertrauen und die Verbindung zur eigenen inneren Weisheit schenkt uns die harmonische Schwingung der Erde. Sie lässt uns in den Turbulenzen des Alltages festen Boden unter den Füßen spüren. Die harmonisierende, fließende Kraft der Mondschwingung bewirkt eine Ausgewogenheit aus der Kraft von Gegensätzen, von Polaritäten. Und wenn dann Gedanken, Gefühle und Körper im Einklang miteinander schwingen, erhöht sich ganz von allein die eigene Kraft.

Jutta Zimmermann bildet seit 2005 EMS Balancer, Meister und Lehrer der TriFormBalance (TFB) an der Akademie House of Shaman aus.


www.shaman.de
www.lebendige-beziehungen.de


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