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Ausgabe Oktober 2009
Die Kunst der Liebe

Vertrauen und gegenseitige Unterstützung sowie die Kommunikation über die Liebe sind die Grundlagen dafür, dass Liebe und Sexualität mehr und mehr frei werden können von Verlustängsten, Unwahrheit und Verstellung.

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Von Cornelia Scheidl und Roger Balmer, die beide im ZEGG zu Hause sind und die diesjährige Herbstakademie leitend begleiten.

Die Liebe kann die Heimat der göttlichen Kraft auf der Erde sein und die Qualität, die uns zu humanen Wesen macht. In ihrer unerlösten Form, wie sie überall auf diesem Planeten vorherrscht, wird sie zum Angelpunkt tiefer Verletzung mit den Konsequenzen von kranken Herzen, Ersatzbefriedigungen und Gewalt.


Uns geht es darum, Lebensformen zu schaffen, die Liebe und Sexualität als Lebensquellen bewusst integrieren. „Bewusstsein in der Liebe“ ist in diesem Sinn für uns eine umfassende Kulturarbeit an der Heilung unserer Lebensquellen.
Wir sehen diese Kulturarbeit nicht als Selbstzweck, sondern als Ausgangsbasis dafür, etwas in der Welt bewirken zu können. In diesem Sinn sind die Fragen in der Liebe nicht ausschließlich persönlich, sondern die Liebe ist auch ein Politikum, weil es für das Gelingen der Liebe auch sozialer und kultureller Veränderungen bedarf. Für uns ist die Liebe ein Weg, auch in einem spirituellen Sinn.
Wir leben in einer Gemeinschaft von circa 80 Menschen und haben uns zum Ziel gesetzt, ein soziales Umfeld zu schaffen für dauerhafte, vertrauensvolle Beziehungen. Gemeint sind langjährig tragfähige Freundschaften und Partnerschaften zwischen Männern, zwischen Frauen und zwischen Männern und Frauen.


Auf dieser Basis geht es um Heilung in unseren intimsten und verletztesten Bereichen, um die Heilung von Liebe und Sexualität.
Ein wichtiger Baustein für diese Heilungsmöglichkeit ist Wahrheit. Kann ich mich zeigen in dem, wer ich bin als Mann, oder darf ich mich sichtbar machen in all meinen Aspekten und Sehnsüchten als Frau? Werde ich auch dann noch geliebt, wenn meine Schattenseiten, meine Traumata sichtbar werden? Wie wird die Sexualität von einer potenziell zerstörerischen Kraft zu einer Kraft, die die Freundschaft unter Menschen gründet und vertieft? In den Anfängen der sexuellen Revolution vor 40 Jahren dachte mancher, allein schon die Befreiung der Sexualität bewirkt die Humanisierung der Erde. Von heute aus gesehen natürlich ganz schön naiv. Sexualität ohne tiefes Mitgefühl für die Menschen führt in die Sucht. Sie ist eine Energieblase, die nach Ausdruck und Füllung sucht, jedoch eine künstliche Existenz führt, ohne Verwurzelung im fühlenden Herz. Der Hunger nach sexueller Erfüllung ist dann unstillbar.


Aber eine Menschenliebe, die das sexuelle Sein ausklammert, oder aus Angst auf einen Menschen reduziert, ist genauso wurzellos, wie eine Sexualität ohne gegenseitige Fürsorge!
Vertrauen und gegenseitige Unterstützung sowie die Kommunikation über die Liebe sind die Grundlagen dafür, dass Liebe und Sexualität mehr und mehr frei werden können von Verlustängsten, Unwahrheit und Verstellung.

ZEGG-Herbstakademie

Die diesjahrige Herbstakademie „Die Kunst der Liebe“ bietet mit seinen Vorträgen, Workshops und Festen einen Erfahrungsraum für die verschiedenen Aspekte der Liebe. Wir werden unter Frauen und unter Männern in einen vertrauensvollen Austausch kommen, Sprache finden für die feinen Geschehnisse in uns selbst, Aufstellungen machen, Vorträge hören, sinnliche Erfahrungsräume miteinander teilen, Feste gemeinsam feiern, die Verwirklichung konkreter Fantasien und Wünsche erpirschen, Es geht darum zu erspüren, welcher Kontakt für mich gerade der richtige ist, wie schüchtern oder wie frech bin ich in diesem Moment? Möchte ich etwas wagen, was ich bisher noch nie erlebt habe? Möchte ich Öffnung wagen, für mich allein oder gemeinsam mit meiner Partnerin/meinem Partner?

www.zegg.de


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