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Ausgabe September 2009
Die Eiche

vorgestellt von Natascha von Ganski
Sie gilt als Heiligtum der Griechen, Römer, Kelten und Germanen.

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Kaum ein anderer Baum wurde im gesamten europäischen Raum so verehrt, wie die Eiche. Sie galt in der vorchristlichen Zeit als Orakel und Heiligtum der Gaia -Mutter Erde-und wurde später dem Zeus geweiht. Dem Blätterrauschen der Eiche von Dodona, dem ältesten Orakel Griechenlands, lauschten Priesterinnen in die Zukunft und rieten Argos und der Göttin Athene, das Schiff der Argonauten aus Eichenholz zu bauen. Aufgrund der sehr tief reichenden Wurzeln wird die Eiche tatsächlich eher von einem Blitz getroffen, als andere Bäume. So war die Eiche dem höchsten germansichen Gott, Thor, geweiht. Karl der Große ließ nicht nur zahlreiche Sachsen bei Verden - weil sie sich nicht zum Christentum bekannten - enthaupten, sondern fällte unzählige Eichen zur moralischen Demotivation.
Die Eiche (Quercus robur) ist reich an Gerbstoffen und wirkt als Umschlag äußerlich eingesetzt gewebeverdichtend, leicht entzündungshemmend und wundheilungsfördernd. So können entzündete und juckende Hautstellen (Ekzeme, Windeldermatits) leichter abheilen. Gerbstoffe wirken nicht nur wundheilungsfördernd, sondern entziehen Keimen, die sich schnell auf offenen Hautstellen ansiedeln, das Milieu, auf dem sie besonder gut wachsen. Ein „Feierabend-Fußbad“ bei hartnäckigem Fußpilz für die Dauer von zwei Wochen wäre ein Versuch wert.



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