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Ausgabe September 2009
Diagnose Krebs – die Heilung beginnt

Saganja Derißen ist Heilerin, spirituelle Lehrerin und Leiterin eines Lichtzentrums in Berlin. Vor einigen Monaten erfuhr sie am eigenen Leib, was es bedeutet, die Diagnose Krebs zu erhalten: Ist es ein Todesurteil oder der Beginn einer Heilungsphase?

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Im Gespräch mit Haidrun Schäfer schildert sie ihren Umgang mit der Diagnose und die Erkenntnisse, die daraus entstanden.



KGS: Auch eine spirituelle Lehrerin scheint nicht gegen die Krankheit Krebs gewappnet zu sein. Wie sind Sie mit dieser Diagnose umgegangen?

Saganja Derißen: Obwohl ich medizinisches und heil-energetisches Wissen habe, war ich drei Tage lang nach der Diagnose wie in einem Schockzustand. Im Nachhinein bin ich für die Erfahrung dankbar, denn diese Situation kann man sich nicht vorstellen, wenn man sie nicht erlebt hat. Ich habe dann ganz bewusst die unbekannte Position als Krebspatientin wahrgenommen und in mich gefühlt, was mit den verschiedenen energetischen Körpern passiert. In meiner Arbeit habe ich mich auf die Heilung der drei Ebenen Körper, Geist und Seele spezialisiert und mir ist mehr und mehr bewusst geworden, dass Heilung auf ALLEN Ebenen stattfinden muss. Bisher hatte ich „nur“ das Wissen der Heilerin – jetzt habe ich das Wissen der Patientin erfahren.


Also all die Schreckgespenster, die so eine Diagnose auslöst?

Ja. So eine Diagnose ist wie ein Hammer, der auf den Energiekörper einschlägt und damit öffnen sich automatisch die Körperzellen für all die negativen Informationen, die an dem Satz „Sie haben Krebs!“ anhaften. Dabei ist es in so einer Situation viel wichtiger, dass die Zellen positive Informationen erhalten. Mit der Überbringung der Nachricht hat der Arzt im Grunde auch die Heilungschancen in der Hand, denn mit der Formulierung lenkt er bereits die Therapie. Hier spielt Empathie eine ganz entscheidende Rolle. Obwohl ich einen relativ empathischen Arzt hatte, stellte er doch deutlich den Ernst der Lage in den Vordergrund. Trotz meines Wissens, dass die Hintergründe für jede körperliche Erkrankung in der Seele zu finden sind, hatten die Worte des Arztes mehr Bedeutung als mein Wissen. Ich war mir theoretisch über die Einheit Körper-Geist-Seele bewusst, aber mit dem Krebs habe ich es erlebt und konnte beobachten, dass der Geist durch die Macht der Worte sehr stark manipuliert werden kann, was wiederum Auswirkungen auf die Zellebene des Körpers hat.


Was haben Sie konkret mit der Erfahrung „Krebspatientin“ gewonnen?

Die Erkenntnis, dass mit der Diagnose „Krebs“ schon der Beginn der Heilungsphase eingeleitet werden kann.


Das ist eine gewagte These...

Nur, wenn man die Vorgeschichte einer Erkrankung ausblendet. Krankheit entsteht nicht von heute auf morgen, sondern über einen längeren Zeitraum, in dem negative Informationen durch die feinstofflichen Körper aufgenommen werden und über die Gehirnzellen im physischen Körper landen. Die Gehirnzellen selber sind unbelebt, geben aber die Informationen weiter. Das schwächste Organ des Menschen bekommt die Informationen zugespielt.


Um welche Informationen handelt es sich denn, bzw. wo kommen diese Informationen her?

Nehmen wir das Beispiel einer Frau, die in einem gewalttätigen Umfeld lebt – sei es Missbrauch im Elternhaus oder Vergewaltigung in der Ehe, wobei mit dem Wort „Gewalt“ sowohl die körperliche als auch verbale Ebene gemeint ist. Wenn ein Thema so präsent ist, führt das Unterbewusstsein diejenige immer wieder in Situationen, wo es fündig wird. Auf der energetischen Ebene wird diese Frau sich ständig mit Informationen, die diese Schwingungen tragen, versorgen. Jeder Mensch angelt sich die Frequenzen, die bei ihm auf Resonanz stoßen. Wenn diese Frau das Thema Gewalt in ihrem Leben erfolgreich bearbeitet hat, dann braucht ihr Körper diese Informationen nicht mehr und nimmt sie demnach nicht in den energetischen und physischen Körper auf. Grundsätzlich nehmen wir nur die Informationen auf, die wir brauchen, um heil zu werden. Wenn ein Thema gelöst ist, gibt es keine Resonanz. Ist das Thema noch ungelöst, dringen die Informationen durch den feinstofflichen Körper und werden über das Gehirn an das schwächste Organ im Körper geleitet. Bei Gewalt ist es oft die Gebärmutter oder die Brust. Jetzt gibt es einerseits die Möglichkeit, sich bewusst zu entscheiden, das nächste Gewaltvideo nicht käuflich zu erwerben und sich zu vergegenwärtigen: „Ich bin der Schöpfer meines Seins und ich möchte gewaltfrei bzw. friedlich und liebevoll leben.“ Wenn man aber diesen Bewusstseinsschritt nicht geht, wird auf energetischer Ebene immer wieder der nächste Film eingelegt bzw. die nächste Situation kreiert. Wird der Körper über einen längeren Zeitraum mit negativen Informationen gefüttert, bilden sich bei Krebserkrankungen Knoten – diese Knoten sind die Verdichtung der jahrelangen negativen Informationen, die sich von dem gesunden Gewebe abkapseln.


Hier wird dann der medizinische Krebs diagnostiziert.

Richtig. Und gleichzeitig wird mit der Diagnose ein bestimmtes Krankheitsbild mit übermittelt – nach dem Motto: „Sie sollten möglichst bald Ihre Erbschaft regeln.“ Aufgrund von gewissen Heilungsquoten stellt der Arzt den Patienten vor bestimmte Erfahrungen, die für gültig erklärt werden. Mit dieser Gültigkeit geht allerdings meist ein Todesurteil einher. Und hier liegt der Dreh- und Angelpunkt. Anstatt das Todesurteil anzunehmen, gibt es genauso gut die Möglichkeit, die Diagnose Krebs als Beginn der Heilung zu begreifen. Wenn mein Auto einen Platten hat, schmeiß ich noch lange nicht das ganze Auto auf den Müll, sondern besorge einen neuen Reifen. Mit dieser Einstellung kann man auf den verschiedenen Ebenen wie Körper, Geist, Seele nachforschen, weshalb der Körper welche Informationen aufgenommen hat. Wenn wir nur mit herkömmlichen Medikamenten wie u.a. Chemotherapie arbeiten, werden lediglich Symptome behandelt. Es gibt den sarkastischen Spruch: „Wer eine Chemotherapie überlebt hat, der hätte den Krebs auch überlebt.“ Wenn wir die Bildung der Knoten als Beginn der Heilungsphase ansehen, ermöglicht diese Einstellung einen ganz anderen Umgang. Dann sind wir nicht krank, sondern haben unserer Gesundheit gerade Urlaub gewährt. Dann ist sie zwar im Moment abwesend, aber auf kurz oder lang wird sie wieder auftauchen.


Die Macht des Arztes...

Ja. Ärzten wird viel Macht zugesprochen. Sie können sie so oder so nutzen. Es ist eigentlich die Aufgabe eines guten Therapeuten oder Arztes, mit der Diagnose die Chance eines Heilungsweges aufzuzeigen. Es gibt zahlreiche Studien, wo allein das Vorstellungsvermögen der Patienten den Heilungsprozess in Gang brachte. So wurde z.B. eine bestimmte Anzahl von Patienten, die Kniespülungen brauchten, in zwei Gruppen aufgeteilt. Die einen wurden wirklich operiert und den anderen wurden im OP-Saal nur die Geräusche der Spülung vorgespielt – natürlich, ohne dass sie davon wussten, dass sie nicht operiert wurden. Als „Beweis“ wurde am Knie ein kleiner Schnitt gemacht. Das Ergebnis war, dass die Menschen, die nicht operiert wurden, eine bessere Heilungsquote hatten als diejenigen, die tatsächlich unters Messer kamen.
Ein Arzt hat in dem Moment der Diagnosestellung die Macht, den Krankheits- oder Gesundungsverlauf zu beeinflussen. Er stellt die Weiche, auf welches Gleis der Patient gerät. Entscheidet er sich für den Heilungsweg, dann nutzt er eine Situation, wo das Bewusstsein für Änderungsprozesse offen ist wie sonst selten im Leben – eben weil es an einer entscheidenden Wegscheide im Leben steht. Genau hier können Erkenntnisprozesse viel leichter stattfinden, als wenn jemand im Alltagstrott zwischen Beruf, Kinderversorgung, Hausbau und Betreuung der kranken Schwiegermutter steckt.
Krebs ist ein Signal des Körpers, dass derjenige ein Stück weit im Leben in die falsche Richtung gegangen ist oder noch nicht das gelebt hat, was in diesem Leben noch ansteht. Krebs ist das Aufblinken der Benzinanzeige – der Tank ist bald leer, bitte nachfüllen. Vielleicht sind wir bisher mit Benzin gefahren, brauchen aber eigentlich Super. Welche Tankstelle wir ansteuern, ist sekundär. Es gibt viele Wege, so wie es viele Tankstellen gibt. Die Entscheidung fällt das Bewusstsein.


Ich bedanke mich für das interessante Gespräch und wünsche Ihnen alles Gute!

Buchtipp: Prof. Dr. Peter Yoda: Ein medizinischer Insider packt aus, ISBN: 3-932576-72-1, Sensei-Verlag


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