aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe September 2008
Schüßler-Salze – die Salze des Lebens


art280944
Die Heilpraktikerin Angelika Gräfin Wolffskeel von Reichenberg geht im Gespräch mit KGS auf grundlegende Fragen zu den Schüßler-Salzen ein.

Was sind „Schüßler-Salze“? Wo liegt ihr Ursprung?

Der Oldenburger Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler entdeckte Ende des 19. Jahrhunderts die große Bedeutung von Mineralsalzen und Spurenelementen. Jede einzelne Körperzelle benötigt zum Funktionieren bestimmte Mineralstoffe, die in ähnlicher Form und Konzentration bei jedem Menschen vorkommen. Er wies 12 Mineralsalze in den Zellen nach. Fehlt auch nur eine dieser Substanzen, arbeiten die menschlichen Zellen nicht richtig. Sind diese kleinsten Einheiten im Körper nicht im Gleichgewicht, kann es zu Fehlreaktionen und schließlich zu Beschwerden kommen. Seine neue Behandlungsart bezeichnete er als Biochemie. Die Salze wurden nach ihm benannt.


In welcher Form können die Mineralsalze eingenommen werden?

Um dem Körper die Salze in einer geeigneten Form zuführen zu können, wandte der homöopathisch bewanderte Schüßler das Prinzip der Potenzierung an. Dabei handelt es sich um einen speziellen Verdünnungsprozess, der es ermöglicht, die Mineralsalze für die menschliche Zelle aufzuschließen. Man legt die Tabletten unter die Zunge oder löst sie in heißem Wasser auf und trinkt in kleinen Schlucken. So werden die Inhaltstoffe direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen. Über die Haut kann man gleichzeitig mit den Schüßlersalben arbeiten.


Welche Krankheiten bzw. gesundheitlichen Störungen können damit gelindert oder sogar geheilt werden?

Wenn auch die Behandlung von Krankheiten weitgehend den Fachleuten zukommt, so gilt doch, dass eine rechtzeitige Gesundheitsvorsorge durch den Laien besser ist als jede Krankheitsbehandlung.
Dadurch erscheint es auch gerechtfertigt, durch frühzeitiges Reagieren auf alltägliche Gesundheitsstörungen mit Hilfe der Schüßler-Salze eine vernünftige Selbsthilfe zu betreiben und dadurch einer ernsteren Erkrankung die Spitze zu nehmen. Bei leichten, vorübergehenden Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen können die Salze auch ohne begleitende Maßnahmen eingesetzt werden, um die Symptome zu lindern und den Heilungsverlauf zu verbessern. Die Einnahme von Schüßler-Salzen kann aber möglicherweise bei schweren und chronischen Erkrankungen die ärztliche Behandlung nicht ersetzen; sie kann gegebenenfalls jedoch auch dazu beitragen, die Wirkung anderer Arzneimittel zu erhöhen, Nebenwirkungen zu vermindern und die Dosis zu reduzieren.
Schüßler selbst behauptete, dass durch die Mineralsalze „alle Krankheiten, welche überhaupt heilbar sind, geheilt werden können“.


Im Gegensatz zur Homöopathie mit ihren Tausenden von Mitteln und diversen Potenzierungen scheint die Biochemie nach Dr. Schüßler sehr übersichtlich – mit nur 12 Salzen. Ist die Anwendung so einfach, dass sich jeder Laie selbst heilen kann?

Heute gelten die Schüßler-Salze als sehr erfolgreiche Methode zur Selbstmedikation, weil die Übersicht mit 12 Mineralsalzen überschaubar ist und bleibt.
Die Mittelwahl richtet sich nach Ausscheidungen, Absonderungen, Zungenzeichen, Antlitzdiagnose und dergleichen. Gerade für die so genannte prophylaktische Einnahme, d. h. zur Vorsorge von Krankheiten und zur Gesunderhaltung, für die Nachbehandlung, für die Regeneration und Rekonvaleszenz ist es von großem Vorteil, dass die biochemischen Mineralsalze völlig unbedenklich sind und auch über einen längeren Zeitraum in hoher Dosierung eingenommen werden können. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht. Nebenwirkungen gibt es so gut wie keine. Lediglich Diabetiker müssen den Gehalt an Milchzucker auf ihre Broteinheiten anrechnen.

Ein weiterer Vorteil: Schüßler-Salze sind günstig! 80 Tabletten kosten in der Apotheke nur drei bis vier Euro.



Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.