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Ausgabe November 2003
Kristallines Steinsalz

Klaus Lenz vom “Berliner Mineralien-Zentrum” über Herkunft und Benutzungsmöglichkeiten.

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H. Schäfer: Herr Lenz, was ist der Unterschied zwischen normalem Kochsalz und kristallinem Steinsalz?
Klaus Lenz: Kochsalz wird raffiniert, d.h. mit Hilfe von Chemikalien weiß gemacht und es wird mit Trennmitteln behandelt, damit es rieselfähig wird.

Warum?
Weil die meisten Menschen weiße Lebensmittel grauen vorziehen, sei es Mehl, Reis oder Salz. Der Hauptgrund liegt aber darin, dass 98 % der Salzproduktion in die Industrie gehen, die nur die beiden Stoffe Natrium und Chlorid braucht. Alle anderen Stoffe werden herausgenommen, weil sie z.B. für die PVC-Herstellung störend wären. Die Industrie kann allein mit dem Goldanteil, den sie aus den Salzen entfernt, den Raffinierungsprozess bezahlen. Salz enthält auch von Natur aus Jod - aber da die chemische Industrie das nicht braucht, wird es herausgefiltert, um es dann als Besonderheit wieder zuzuführen...

Was ist das Besondere am Himalaya-Salz?

Dieses Salz ist unbelastet, da es über 250 Millionen Jahre geschützt gelagert lag. Und es enthält 84 Elemente, die für den menschlichen Körper wichtig sind, wie z.B. Eisen, Natrium, Jod, Zink, Selen, Kupfer oder Chrom. Außerdem findet der Abbau nicht mit Sprengstoff statt, sondern das Salz wird per Hand abgebaut. Es kommt aus Salzlagerstätten im Distrikt Himalaya, die zwischen der nordindischen Tiefebene und dem Tibetanischen Hochland liegen.
Kommen wir zur Anwendung. Normalerweise benutzen wir Salz als Gewürz. Es gibt auch Salzbäder, die sehr gesund sein sollen. Warum?
Über die Haut kann der Mensch sehr viel mehr aufnehmen als über die Nahrung. Durch die Poren der Haut gelangen die Elemente direkt zu den Organen, wo sie gebraucht werden. Schon von Paracelsus gibt es Überlieferungen über die Vorteile von Salzbädern. Heute werden auch verschiedene Badesalze angeboten, wobei es sich aber um Salze mit Anreicherungen handelt, die nicht von Natur aus so viele Elemente enthalten wie das Himalaya-Salz. Für diejenigen, die nicht gerne baden, gibt es die Möglichkeit des Salz-Peelings. Hier kann man nach der Dusche den Körper mit einem Salz-Peeling-Stein abreiben, das Salz 20 Minuten auf dem Körper lassen und danach abduschen.
Regelmäßige Salzbäder oder Salz-Peeling haben auch eine Auswirkung auf die Aura?
Ja, sie reinigen den Körper, aber nicht im Sinne von Schweiß oder Dreck, sondern es findet eine energetische Reinigung statt. Salz ist ein Stoff, der konserviert und reinigt. Viele Kunden, die als Heilpraktiker arbeiten, verwenden bei einer Hausreinigung Salz. Sie streuen regelrecht Salz hin, lassen es fünf Tage liegen und fegen es dann mitsamt der schlechten Energien, die das Salz aufgenommen hat, weg. Ich rate unseren Kunden, eine Schale mit Salz auf die Heizkörper zu stellen und sie ein bisschen mit Wasser anzureichern. Das Wasser verdampft und nimmt das Salz mit in die Luft, so dass eine energetische Reinigung der Räume stattfindet.
Wie funktionieren die Salzkristalllampen?
Da wird das Salz erwärmt und gibt negative Salz-Ionen ab – negativ ist ja in der Physik und Medizin etwas Positives – und die verdrängen die schlechten positiven Ionen, die z.B. durch den Elektrosmog entstehen. Auch in Räumen mit Rauchern ist viel weniger Rauch zu spüren, wenn eine Salzkristalllampe in dem Raum steht. Außerdem ist die Farbe dieser Lampen sehr schön – sie wirkt auf den Solarplexusbereich.
Das Wichtigste zum Schluss: Himalaya-Salz kann man essen.
Mit dem Himalaya-Salz erfährt man den richtigen Salzgeschmack, während die herkömmlichen Salze einen bitteren Geschmack haben. Wenn ein Inder viel reden muss, nimmt er einen kleinen Krümel Salz zum lutschen in den Mund, weil das einen sauberen Atem macht. Hier benutzen viele das übertypisierte Pfefferminz, was sehr belastend für den Magen ist. Das Himalaya-Salz gibt es in verschiedenen Formen. Es gibt die Brocken, die man für eine Salzlauge benutzen kann, d.h. man legt einen Kristall in ein Schraubglas und füllt Wasser hinzu. Das Salz löst sich auf, bis das Wasser 32 % aufgenommen hat, und damit kann man Speisen salzen oder morgens einen Löffel zu sich nehmen, was eine abführende Wirkung hat. Oder man benutzt grobkörniges Salz und mahlt es mit einer Salzmühle, wozu sich das rote Salz besonders gut eignet. Ein optischer Höhepunkt ist eine Mühle mit schwarzem oder grünem Pfeffer und eine Mühle mit rotem Salz. In der Himalayaregion gibt es drei Bergwerke: eins baut rotes Salz ab, bei dem der Eisengehalt entsprechend höher ist, eins baut weißes und das dritte ein eher gräuliches Salz ab.
Am 22. November gibt es bei Ihnen einen Salz-Tag. Was kann man da erfahren?
Wir bieten den kinesiologischen Test an, wo wir anhand dieses Muskeltests beweisen können, dass der Körper bei Natursalzen eine andere Reaktion zeigt als bei herkömmlichen Kochsalzen. Außerdem machen wir eine kleine Ausstellung rund um das Thema Salz-Bergbau. Wir versuchen, jede Frage zu beantworten und wer will, kann das Salz probieren und selbst den Unterschied zwischen bitter und salzig schmecken.
Vielen Dank, Herr Lenz, und weiterhin viel Freude und Erfolg mit Ihrem Mineralien-Zentrum.


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