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Ausgabe November 2003
Selbstheilungskräfte mobilisieren

Anlässlich einer Ausbildungsmöglichkeit in Berlin berichtet Wiltrud Kayser über Microkinesitherapie.

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Mit der Microkinesitherapie ist es möglich, nicht ausgeheilte Verletzungen und deren Auswirkungen im Körper zu finden und dort durch einen sanften manuellen Impuls die Selbstheilungskräfte zu stärken.
Durch Erfahrungswerte ist heute allgemein bekannt, dass Erkrankungen oder Schmerzen Auswirkungen von Ursachen sein können, die ganz woanders im Körper liegen. Oft verschwinden Knieschmerzen oder erste Anzeichen von Rheuma durch das Ziehen eines entzündeten Zahnes. Ein steifer Nacken ist eine bekannte Folge nach grippalen Infekten. Magenschmerzen oder Nackenverspannung sind oftmals Auswirkungen von Stress oder Unzufriedenheit.

Physische Folgen einer Verletzung
Ein gesunder Körper sieht nicht nur gut und angenehm aus, er fühlt sich auch so an. Wird diese Harmonie gestört wie z.B. durch einen Sturz, bei dem sich das Fußgelenk verdreht, verursacht das Schmerzen, worauf sich Gesichtszüge, Haltung und Gangbild verändern. Im Idealfall ist der Körper in der Lage, die Verletzung zu heilen. Es kann aber auch anders sein. Wenn die Selbstheilungskräfte aufgrund von physischen oder psychischen Belastungen eingeschränkt sind, bleibt die Verletzung in Form einer unsichtbaren “Narbe” gespeichert und stört die Harmonie im Körper, was zu den unterschiedlichsten Beschwerden führen kann. Einmal natürlich direkt am Fuß, aber zusätzlich kann es zu Veränderungen des Gangbildes kommen, um das Gelenk zu schonen, was zur Folge hat, dass es im Laufe der Zeit zu Schmerzen im Knie- und Hüftgelenk und sogar bis zum Rücken kommen kann. Es können aber auch Beschwerden auftreten, die sich nicht unmittelbar erklären lassen, wie z.B. hartnäckige und therapieresistente Nackenbeschwerden.

Die Microkinesitherapie
Die Microkinesitherapie hat diese Verbindungen, die sich in ähnlicher Form wie Akupunkturbahnen durch den Körper ziehen, klinisch erforscht und aufgelistet. Mit diesem Wissen und einer besonderen Grifftechnik ist es den Microkinesitherapeuten sogar möglich, nicht vollständig ausgeheilte Verletzungen am Körper zu entdecken und deren Auswirkungen aufzuzeigen, die schon während der Embryonalzeit oder bei der Geburt durch infektiöse, strahlungsbedingte oder emotionale Überlastungen entstanden sind. Diese gefundenen Narben sind wie ein Tagebuch des Körpers, an denen man auch die Art und den Zeitpunkt der Verletzung ablesen kann.
Wenn wir noch einmal zur vorher beschriebenen, nicht vollständig ausgeheilten Knöchelverletzung zurückkehren, so findet der Microkinesitherapeut noch nach Jahren die nicht sichtbare Narbe am Fußgelenk, kann anhand dieser Gewebsveränderung bestimmen, warum es nicht zur Ausheilung kam und welche Auswirkungen sie im Körper hat.

Ausheilung der ursächlichen Verletzung
Der Microkinesitherapeut hilft dem Körper bei der Ausheilung der ursächlichen Verletzung, indem er an dieser Stelle durch einen sanften manuellen Reiz die Selbstheilungskräfte anregt. Dieser Reiz wird solange gegeben, bis der vitale Rhythmus in dem Narbengewebe wieder zu spüren ist. Der Körper gewinnt an Harmonie. Dies zeigt sich durch die Entspannung der beteiligten Gewebe, das veränderte Schmerzverhalten, die positive Veränderung der Psyche und des äußeren, körperlichen Erscheinungsbildes.Nun wird auch klar, warum im vorher genannten Beispiel die Massagen im Nackenbereich immer nur kurzfristig Linderung brachten. Denn erst die Beseitigung der Ursache, in diesem Fall die Fußverletzung, durch die eigenen Selbstheilungskräfte führt zu einer langfristigen Lockerung des Nackenbereiches.Durch ihre sanfte und schmerzfreie Wirkungsweise ist die Microkinesitherapie auch für Säuglinge und Kinder geeignet.


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