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Ausgabe Oktober 2003
Weg in die Freiheit, ESH – Emotive Subself Healing

Oliver Kümmel und Hans-Ulrich Spaeth informieren über Christian Opitz’ Konzept des „Emotive Subself Healing“ (ESH).

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Christian Opitz ist Gehirnforscher und ein international tätiger Ernährungswissenschaftler, Qigong-Lehrer und der erste deutsche Emotive Subself Healing -Therapeut. Im Sommer 2001 traf er den Lehrer Daniel Barron und erkannte in dessen Lehre die bislang fehlenden Elemente wahrer menschlicher Transformation. Im Oktober kommt Christian Opitz zu einem Vortrag und einem Seminar nach Berlin.

Menschen sind primär emotionale Wesen
Die Grundprämisse von ESH ist, dass wir primär emotionale Wesen und dann erst mentale und physische Wesen sind. Unsere erste Wahrnehmung für unser Sein kommt aus unserem Gefühl dafür, wer wir sind. Die rationale Fähigkeit, uns in Beziehung zu unserer Umwelt zu setzen und zu trennen zwischen uns und dem Außen und somit eine bewusst wahrnehmbare Eigenidentität zu formen, entwickelt sich erst später. In dieser frühen Stufe des Lebens fühlen wir, wie das Leben ist und wie wir sind. Wenn “alles in Ordnung“ ist, wir uns harmonisch und angenommen und vor allem in unserem Sein positiv wahrgenommen und von unseren Eltern unterstützt fühlen, dann entwickelt sich in uns eine Basis von Gut-Sein, von Selbstwert und Selbstliebe, also von Sicherheit in dieser Welt.

Urwertlosigkeit als Basis des Lebensgefühls
ESH geht davon aus, dass diese Basis bei kaum jemandem gegeben ist. Unsere Eltern, die ihre Verletzungen auch nur von der Kette der Generationen vor ihnen übernommen haben, hatten nicht die Möglichkeit, uns aus einem eigenen Gefühl der Selbstliebe heraus ein wirkliches JA zum Leben zu vermitteln; sie hatten ihre Strategien, Dinge nicht zu fühlen, zu verdrängen, gar nicht wahrzunehmen. Für ein kleines Wesen, das sich nur fühlend, eins mit Allem, wahrnimmt, ist dies fatal. Es beginnt ein auf der rein emotionalen Ebene logisches Gefühl von „Ich bin anders, also nicht gut“ auszubilden und als Lebensgrundlage zu festigen. Daraus folgt eine Reihe von Emotionen: Trauer, Angst, Wut, Kontrolle, Depression und Scham und ein mehr oder weniger deutliches Gefühl einer „Urwertlosigkeit“.

Was bietet ESH?
ESH bietet eine klare Landkarte des Emotionalkörpers und eine einfache und tief greifende Struktur, um die Bereiche des Unbewussten von emotionalen Konflikten zu befreien. Durch die Methode direkter Kommunikation mit unseren verletzten Anteilen arbeitet ESH mit unseren Widerständen, integriert sie und bietet die Chance, sie zu ihrem wahren Potenzial erblühen zu lassen. Wir sind sozusagen die Eltern für unsere inneren Kinder, und im Verlauf von deren Heilung kann unser authentisches Selbst wachsen - die strategischen Anteile nehmen immer weniger Platz ein. Das kann durchaus radikale Auswirkungen auf unser Leben haben: Durch das Hinterfragen der wahren Motivation hinter unseren Glaubenssystemen, Verhaltensweisen, Beziehungskonstellationen usw. finden wir oft Abhängigkeiten, falsche Selbstbilder, um unseren Urschmerz nicht zu fühlen.
ESH unterscheidet sich von anderen Lösungsansätzen: Laut ESH können spirituelle Traditionen, die transzendente Bewusstseinsebenen als die alleinige Antwort auf menschliches Leiden ansehen, dem Menschen nicht dazu verhelfen, die Ursache von Leiden im Unbewussten zu beheben, weil sie den Schwerpunkt des Bewusstseins auf Existenzebenen verlagern, auf denen Leiden nicht stattfindet.
Durch ESH haben wir die Möglichkeit bekommen, unsere tiefen emotionalen Konflikte, unsere “Schatten“ zu heilen, ohne sie zu transzendieren. Damit wird unser “Menschsein” zum Fundament und zur Voraussetzung für unseren spirituellen Weg anstatt zum Hindernis. So können wir erleben, wie wirkliche spirituelle Reife auf der Basis echter emotionaler Reife möglich ist.


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