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Ausgabe Juni 2003
Allergien - Auslöser und Therapiemöglichkeiten

Die Liste potentieller Auslöser für Allergien ist sehr lang. Halina Hildebrand über weitere Auslöser und naturheilkundliche Therapiemöglichkeiten.

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Möglicher Auslöser
Tabakrauch gehört zu den stark allergieprovozierenden Faktoren. Insbesondere Kinder sind dem Passivrauchen ausgeliefert, das als ebenso schädlich wie das Aktivrauchen anzusehen ist. Beim Verbrennen des Tabaks entstehen nicht nur Nikotin und Teerprodukte, sondern auch Gifte wie Benzol, Dioxin, Formaldehyd und Kadmium sowie eine große Menge an freien Radikalen. Diese Mischung führt zu einer Störung des Immunsystems, die sich u.a. in Form von Allergien und auch Krebs ausdrücken kann.

Nicht zu unterschätzen ist der Einfluss der Psyche auf das Immunsystem. Unterdrückte Aggressionen, Ängste oder Verlassenheitsgefühle können bei Allergikern eine große Rolle spielen. Wird eine konstruktive Auseinandersetzung mit der Umwelt vermieden, richtet sich die Energie nach innen und der dadurch verursachte Stress beeinflusst u.a. den Hypothalamus. Da der Hypothalamus auch für die Immunvorgänge im Gehirn verantwortlich ist und die Stärke der Reizantwort steuert, kann dies zu einer Überreaktion des Immunsystems und somit zu einer Allergie führen
.Duftstoffallergien haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Ob der künstliche Duft aus der Parfümflasche kommt, aus Raumsprays oder Körperpflegeartikeln - wir können dem Geruchsboom der heutigen Industrie kaum noch entkommen. Künstliches Kaffeearoma in Restaurants, nach Himbeeren duftende Sparbücher für Kinder - diese Liste ist schier unendlich. Der überwiegende Teil dieser Aromen ist künstlich. Bei einer allergischen Veranlagung kann das Immunsystem durch diese körperfremden Stoffe so überreizt werden, dass es zu einem Ausbruch einer Allergie kommt. Heute haben die Duftstoffallergien in ihrer Bedeutung die Konservierungsmittelallergien übertrumpft.
Umweltbelastung durch Smog und Ozon in der Luft kann die Schleimhäute des Respirationstraktes so angreifen, dass es zu einer fortschreitenden Schädigung kommt. Die geschädigte Schleimhaut bietet keine ausreichende Barriere gegenüber Fremdstoffen und diese können dann direkt das Immunsystem reizen. Die Folge ist eine massive Zunahme der Allergiebereitschaft.
Der natürliche Kontakt mit Schimmelpilzen, die heute nicht nur in der Natur anzutreffen sind, sondern auch in Lebensmitteln, Kosmetika und Medikamenten, wurde so extrem intensiviert, dass es auch dadurch zu immunologischen Reaktionen kommt.
Auch physikalische Reize wie Kälte, Hitze und Wasser können Allergien auslösen. Die Symptome treten dabei überwiegend auf der Haut auf. Rötung, Quaddelbildung und ein z. T. quälender Juckreiz sind die Folgen.

Pseudoallergie
Die klassische Allergie ist charakterisiert durch spezifische Vorgänge des Immunsystems. Es gibt aber Reaktionen, bei denen bestimmte Substanzen ohne direkte Beteiligung des Immunsystems Allergiesymptome hervorrufen. In diesem Fall spricht man von einer Pseudoallergie.
Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten können Symptome wie Nesselsucht, Durchfall und Erbrechen nach wenigen Minuten oder erst nach mehreren Stunden auftreten. Typische Nahrungsmittel, die Pseudoallergien hervorrufen, sind Erdbeeren, Tomaten, verschiedene Weinsorten, Schokolade, Bananen, Nüsse und Schalentiere oder Fisch. Pseudoallergische Reaktionen können aber auch auf Haarpflegemittel, Nahrungsmittelzusatzstoffe oder Pestizide auftreten.

Prävention
Was können wir selber tun in einer Umwelt, die unser Immunsystem massiv belastet, um den Ausbruch einer allergischen Erkrankung zu verhindern?
Prävention fängt schon im Säuglingsalter an. Das kindliche Immunsystem des Darmes ist auf arteigene Muttermilch ausgerichtet. Fremdeiweiße, z.B. aus der Kuhmilch, sind ein absolutes Tabu in der Säuglingsernährung. Sie führen oft zu allergischen Reaktionen. Eine Mitreaktion des Lymphsystems und der Schleimhäute im Kopfbereich und der Atemwege ist ebenfalls häufig. Dies kann zu chronischen Bronchitiden, vergrößerten Tonsillen und generell zu einer ausgeprägten Infektanfälligkeit führen. Wichtig für die stillende Mutter ist es, tierisches Eiweiß wie Milch, Hühnereiweiß, Fisch, Schalentiere und Fleisch weitgehend zu meiden, weil intakte Fremdeiweißkörper über die Brust abgegeben werden. Zufüttern sollte man erst ab dem neunten Monat. Ist Stillen nicht möglich, sollte unbedingt hypoallergene Säuglingsnahrung zugeführt werden.
Für Erwachsene ist eine ausgewogene Ernährung mit einer vorwiegend basischen Kost, d.h. vor allem Gemüse und Obst, ausreichend Bewegung und Schlaf eine Voraussetzung für ein gesundes Immunsystem. Überflüssige Provokationsfaktoren, wie z.B. Umweltgifte oder denaturierte Nahrung, sollten gemieden werden.

Naturheilkundliche Behandlungen
Die naturheilkundlichen Behandlungen bieten heute ein großes Spektrum an erfolgreichen Therapien. Voraussetzung für den Erfolg ist eine sehr differenzierte Diagnose: Was ist der potentielle Verursacher der Allergie? Ist der Darm an der Entstehung beteiligt? Ist der Patient besonders belastet durch Stress oder Elektrosmog? Arbeitet er mit vielen Chemikalien? Waren viele Impfungen zu belastend für seinen Organismus? Ist die Ursache der Erkrankung in einer Intoxikation mit Amalgam oder anderen unverträgliche Zahnmaterialien zu sehen?
Es ist nicht möglich, bei Allergien eine bestimmte Therapie in den Vordergrund zu stellen. Der therapeutische Schwerpunkt wird je nach Ursache der Erkrankung ausgewählt. Eine Darmsanierung (eventuell nach einer vorausgegangenen Pilzbehandlung) ist fast immer notwendig. Mit dieser geht in der Regel eine Ernährungsumstellung einher. Steht die Belastung mit z.B. Amalgam im Vordergrund, teste ich Ersatzmaterialien und mache eine Amalgamausleitung. Bei starkem Juckreiz (Neurodermitis, Nesselsucht, Heuschnupfen) hat sich die Akupunktur bewährt.
Die therapeutischen Säulen für die Allergiebehandlung sind allerdings die Eigenblut- und die Bioresonanztherapie. Eigenblut harmonisiert das Immunsystems, indem es die erhöhte Reizschwelle senkt. Durch die unterschiedlichen Darreichungsformen - als homöopathisch potenzierte Tropfen oder als Injektionen - ist es für Kinder und Erwachsene geeignet. Bei stark belasteten Patienten eignet sich die Bioresonanz hervorragend. Der Organismus wird energetisch gestärkt, die individuelle Reaktionsfähigkeit des Patienten wird deutlich erhöht und krankmachende Allergene werden ausgeleitet. Begleitend werden Bachblüten, Biochemie nach Schüßler, Ohrakupunktur und orthomolekulare Substitution eingesetzt.
Wichtig ist die Erkenntnis, dass bei jeder erfolgreichen Allergiebehandlung, unabhängig von der gewählten therapeutischen Methode, immer der ganze Mensch und seine persönliche Situation in das Behandlungskonzept intergriert werden müssen.


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