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Ausgabe Juni 2003
Die harmonische Babymassage

Freude am Berühren, liebevolle Zuwendung - Die Heilpraktikerin Ines Reck schreibt, warum sie Kurse für Babymassagen anbietet.

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Anders als beim Erwachsenen dient die Babymassage nicht dazu, Verspannungen zu lösen und somit Entspannung zu bewirken, da der Säugling normalerweise in diesem Sinne völlig gesund zur Welt kommt. Die Babymassage möchte Kontakt fördern. Gerade in den ersten Wochen ist es enorm wichtig für den Säugling zu erfahren, dass er einen Platz in dieser Welt hat. Durch die liebevolle Berührung der Mutter oder des Vaters erfährt das Kind Aufmerksamkeit, die nur ihm zuteil wird. Es ist eine Zeit für ihn, in der sich die Eltern ganz bewusst Zeit für ihn nehmen, ihn wahrnehmen und mit ihm in Kontakt sind. Die Massage soll Freude bereiten und durch den freudigen Kontakt noch größere Sicherheit im Umgang mit dem Säugling bringen.

Feste Rhythmen
Die harmonische Babymassage gibt die Möglichkeit, einen festen Rhythmus in das Leben des Kindes zu bringen. Sie kann immer zu der gleichen Stunde am gleichen Ort stattfinden, so dass sie zu einem festen Bestandteil des Lebens für den Säugling wird. Dies fördert den Wiedererkennungswert, und der Säugling weiß, was für eine Zeit jetzt wieder beginnt - sei es abends die Schlafenszeit oder morgens der neue Tag. Wenn das Kind geboren ist, kann es noch nicht zwischen Tag und Nacht unterscheiden. Es ist Aufgabe der Eltern, dies dem Kind nahe zu bringen, und die Babymassage ist nur eine von vielen Möglichkeiten, um ihm dies zu verdeutlichen. Dieser Rhythmus wirkt sich dann auch positiv auf weitere Rhythmen wie den Schlaf- und Essensrhythmus aus.

Düfte und Reflexzonen
Durch verschiedene Düfte, die man bei den Ölmischungen verwenden kann, gibt man dem Säugling einen zusätzlichen Sinnesreiz. Man hat die Möglichkeit, selbst Düfte für den Säugling abzustimmen und ihn dabei ganz individuell zu unterstützen. Hier gelten jedoch nicht die Wirkungsanzeigen der ätherischen Öle für Erwachsene und nicht jeder Duft ist für Säuglinge geeignet. Der Geruchssinn ist eng verbunden mit Erinnerungen und Gefühlen. Hier setzen wir in Verbindung mit der Massage positive Verknüpfungen und geben dem Säugling die beste Basis für einen guten Start ins Leben.
Dadurch, dass bei der Massage Reflexzonen miteinbezogen werden, wirkt sie sich auf das gesamte System des Säuglings positiv aus: Er wird ausgeglichener, hat eine regelmäßige und gute Verdauung und ist insgesamt zufriedener. Dass durch bestimmte Griffe und Bewegungen die Integration beider Gehirnhälften gefördert wird und damit weitere und zukünftige Lernprozesse begünstigt werden, ist ein zusätzlicher positiver Effekt. Dennoch sollte die Babymassage weiterhin zur Freude und zum Spaß aller Beteiligten sein und nicht als Trainingsprogramm benutzt werden.
Ich möchte hiermit auch Väter motivieren, sich zu trauen, an der Babymassage teilzunehmen. Gerade in der ersten Zeit ist die Mutter die zentrale Figur für den Säugling, denn durch das Stillen und die viele Zeit, die sie mit dem Baby verbringt, weiß sie es auch schneller zu beruhigen. Die Babymassage ist eine einfache Möglichkeit für den Vater, hier auch aktiv etwas Gutes für den Säugling zu tun und sein gesundes Wachsen auf allen Ebenen zu fördern. Und er kann dabei die Mutter entlasten, die sich in der Zeit während der Massage einfach mal zurücklehnen und dabei selbst entspannen darf.


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