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Ausgabe Januar 2010
Gott und Mensch - Gott im Menschen
von Saganja Derißen


Die hermetischen Gesetze - altägyptische Quellen der Weisheit

Saganja leitet als spirituelle Lehrerin ein Lichtzentrum und fühlt sich in der Tradition des alten Ägyptens verankert. Aus diesem Grund fällt es ihr leicht, über die hermetischen Gesetze zu s

Haidrun Schäfer: Wieso heißen kosmische Gesetze „hermetische“ Gesetze?

Saganja: Diese Gesetze werden auf den griechischen Hermes Trismegistos zurückgeführt, aber letztendlich entspricht dieser Hermes dem altägyptischen Gott Thot. Thot war derjenige, der die Gesetze Gottes auf Smaragdtafeln geschrieben und so den Menschen überliefert hatte. Und wenn man diese göttlichen Gesetze in seinem Leben integriert, geschieht alles so, wie es gottgewollt ist, d.h. man lebt seinen eigenen, vorherbestimmten Weg.


Gibt es einen Grund, warum es gerade sieben Gesetze sind?

Ja, denn bei den alten Ägyptern basiert alles auf der Zahl 7 – Vater, Sohn und heiliger Geist und die vier Himmelsrichtungen, also 3 + 4 = 7 und alles, was mit Ägypten zu tun hat, bezieht sich auf die Zahl 7.


Was besagen diese Gesetze?

Das erste Prinzip des Geistes beinhaltet im Grunde schon alles, was wir wissen müssen: Alles ist eins und eins ist alles. Alles ist dem Geist Gottes entsprungen. Und all das, was wir hier als Materie erleben, ist unserem Geist entsprungen. Das wiederum bedingt, dass wir so, wie wir denken, auch Materie und unser Umfeld erschaffen. Im Talmud gibt es die weise Herleitung, dass wir auf unsere Gedanken achten sollen, denn diese werden zu Worten bis hin zu unserem Schicksal. Das Gesetz von Ursache und Wirkung kennt der deutsche Volksmund unter dem Sprichwort: „Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es heraus.“ So, wie wir uns anderen Menschen gegenüber verhalten, so reagieren sie auf uns.

Jede Aktion erzeugt eine bestimmte Energie, die wieder zurückkommt. Wenn wir also möchten, dass unsere Mitmenschen liebevoll zu uns sind, müssen wir als erstes diese Energie lancieren. Und da es sich um spirituelle Gesetze handelt, sind sie nicht an Raum und Zeit gebunden und daher mit unserem logischen Verstand nicht unbedingt zu erkennen. Wenn uns heute sogenannte Schicksalsschläge ereilen, haben die nicht unbedingt etwas mit unserem derzeitigen Leben zu tun, sondern es handelt sich um Rechnungen, die wir noch aus vorherigen Inkarnationen offen haben. Mit dem physischen Tod lassen wir unseren Körper zurück, aber sämtliche Erinnerungen speichern wir auf der energetischen Ebene in unserer Seele. Und diese Erinnerungen sind bei der nächsten Inkarnation in dem feinstofflichen Körper verankert – und nicht im Verstand. Wenn wir uns auf diesem Hintergrund bewusst machen, dass Gedanken Materie formen und unser Leben bestimmen, dann ist es äußerst wichtig, sich bewusst zu machen, wer wir eigentlich sind. Das Prinzip der Entsprechungen oder Analogien besagt: wie oben so unten oder wie im Mikro-Kosmos so im Makro-Kosmos. Übersetzt heißt das: Was uns im Inneren entspricht, begegnet uns im Außen. Anders gesagt: Das, was uns im außen begegnet, spiegelt unser Inneres wider. Jetzt haben wir immer die Entscheidungsfreiheit, etwas abzulehnen, was uns negativ erscheint oder aber es als ein Geschenk der Spiegelung von einem Aspekt, den wir bisher abgelehnt haben zu betrachten. Wenn ich diesen Aspekt in Liebe annehme, mache ich mir das Gesetz zu Nutze und profitiere, um weiter zu wachsen und mich dem Fluss des Lebens anzugleichen. So kommen wir zu dem Prinzip von Rhythmus und Schwingung. Alles fließt und alles ist Schwingung. Wenn wir uns dem Fluss des Lebens fügen und lernen, energetische Schwingungen wahrzunehmen, anstatt starr bestimmte Vorstellungen umsetzen zu wollen, dann wird unser Leben leicht. Und dann leben wir das Prinzip der Harmonie: Der Fluss allen Lebens heißt Harmonie – alles strebt danach – das ist unser Ziel. Das Prinzip der Resonanz ergänzt das vorherige Gesetz und besagt, dass Gleiches Gleiches anzieht und durch Gleiches verstärkt wird. Das Gesetz der Polarität verdeutlicht, dass alles zwei Pole besitzt – es gibt Licht und Schatten und gut und böse. Aber wenn diese beiden Seiten wieder zusammengeführt werden, finden sie wieder zu einer Einheit. Die erlöste Polarität ist die Einheit. Wenn man bei jedem dieser Gesetze in die Tiefe dringt, kommt man immer wieder auf die Ausgangsformel: Alles ist eins. Jeder Mensch hat die Entscheidungsfreiheit, sich diesen göttlichen Gesetzen unterzuordnen und sich zu seiner eigenen Göttlichkeit zu bekennen oder nicht. Entscheidet man sich für diesen Weg, geht es darum, das eigene Sein zu erkennen.


Und dabei unterstützen Sie die Menschen. Ihr neuestes Projekt ist eine spirituelle Reise nach Ägypten. Wieso gerade nach Ägypten?

Ich bin einfach eine alte Ägypterin und weihe seit mehreren Jahren in „Die 7 Initiationsstufen Ägyptens“ ein. Ich biete diese Arbeit hier in Berlin an, aber früher wurde die Initiationen natürlich in den Pyramiden vollzogen. Ägypten gehört energetisch betrachtet zum Solarplexus-Chakra der Welt, d.h. dort ist das Sonnengeflecht und deshalb finden wir dort auch den Sonnengott Ra. Das Sonnengeflecht beinhaltet innere Ruhe und inneren Frieden. Die alten Ägypter waren die Vermittler der Energien zwischen Himmel und Erde. Sie wussten um den Ursprung des Lichtes und wie es ist, vollständig mit dem Licht und somit mit dem hermetischen Gesetzen verbunden zu sein. Dieses Wissen um die Kraft und die Macht des Lichtes hat bei vielen Ägyptern damals auch zu Machtmissbrauch geführt und letztendlich zum Untergang dieser alten Kultur. Heute ist es in einem Zeitalter, wo die Liebe wieder mehr und mehr ins Bewusstsein der Menschen gerät, möglich, diese ägyptischen Einweihungen wieder zu machen. Einer meiner tiefsten Wünsche war und ist, diese Arbeit in Ägypten direkt vor Ort bei den Pyramiden anzubieten. Aber das von Berlin aus zu organisieren, gestaltete sich ja etwas schwierig, also bat ich um Unterstützung.

Der „Zufall“ schickte mir eine Begegnung mit einem ägyptischen Reiseveranstalter, den ich letztes Jahr hier in Berlin kennen lernte und der mich in den ersten fünf Minuten unserer Bekanntschaft fragte: „Möchten Sie spirituelle Reisen in Ägypten anbieten?“ Dieser Reiseveranstalter kennt Kairo wie seine Westentasche. Er ist am Rand der Pyramiden aufgewachsen und hat seine Kindheit spielenderweise in den Pyramiden verbracht. Inzwischen war ich dort und er hat mich überall herumgeführt und alles gezeigt und auch beigebracht, wie man wo was erreicht und wie man was macht. Kairo ist eine faszinierende Stadt und für mich etwas ganz Besonderes. Berlin ist meine Heimat, aber als ich in Kairo war, hatte ich ein Gefühl von Erfüllung pur.

Stichwort: Hermetik

Die überlieferten hermetischen Schriften oder „Hermetika“ sind zwischen dem 1. und dem 4. Jahrhundert n. Chr. entstanden. Das ist allerdings nur der Zeitraum, in der die Schriften zu der heute überlieferten Gestalt gefunden haben. Wie weit und wohin die Wurzeln der darin enthaltenen Lehren reichen, darüber besteht keine Einigkeit. Man hat Elemente altägyptischen, jüdischen und persisch-chaldäischen Glaubens, sowie platonischer, neuplatonischer und stoischer Lehren darin ausmachen können. Über die Gewichtung der genannten Anteile besteht allerdings kein Konsens.
Über Zahl und Umfang der verloren gegangenen antiken hermetischen Schriften lässt sich nur spekulieren. Manetho (3. Jahrhundert v. Chr.) und Iamblichos von Chalkis (4. Jahrhundert) erwähnen Hermes bzw. Thot als Verfasser von 35625 Büchern, Clemens von Alexandria zählt in den Stromata (VI, 4, 35-38) zweiundvierzig Bücher des Hermes auf, die für den ägyptischen Tempeldienst als unentbehrlich bezeichnet wurden.
Aus: www.wikipedia.de


Aus dem Talmud:

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

mehr Infos: www.meditation-und-reisen.de


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