aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe Januar 2010
Auszug aus dem Buch "Die sieben geistigen Gesetze des Erfolgs"
von Deepak Chopra


Es ist sinnvoll, sich den menschlichen Gesetzen zu unterwerfen, denn sie wurden geschaffen, um das Leben zu erleichtern. Gleichzeitig erhöhen wir die Chance auf ein erfülltes Leben, wenn wir etwas über die geistigen oder spirituellen Gesetze wissen. Deepa

1. Das Gesetz des reinen Potentials

Wir sind in unserem essenziellen Zustand reines Bewusstsein – das ist unser grundsätzliches Wesen. Und damit ist grundsätzlich ALLES möglich. Tatsache ist aber, dass unser Zugang zu diesem Zustand reinen Bewusstseins keine breite Allee, sondern einen mehr oder weniger verwachsenen und gewundenen Pfad darstellt. Zugang zum reinen Potential gewinnt man durch Schweigen, Meditation und Vorurteilslosigkeit. Mit der innersten Essenz seines Wesens in Kontakt zu treten, muss man lernen, denn der wahre Kern liegt jenseits des Egos – und das hält uns normalerweise ununterbrochen in Atem.


2. Das Gesetz des Gebens

Wir leben in dem Trugschluss, erst geben zu können und zu wollen, wenn wir selber satt sind. Und wir leben in dem Trugschluss, alles für uns behalten zu wollen. Aber Leben entsteht nur im ständigen Kreislauf von Geben und Nehmen. Jede Beziehung besteht aus Geben und Annehmen – beides sind verschiedene Aspekte des gleichen Energieflusses. Und wenn man diesen Fluss aufhält, greift man in die Intelligenz der Natur ein. Was unserem logischen Denkvermögen nicht einleuchtet, ist: Je mehr man gibt, umso mehr wird man empfangen, denn damit erhält man den Überfluss des Universums aufrecht. Jedes Samenkorn enthält ein großes Versprechen – sie im Keller zu horten, ist ­völlig nutzlos. Die Anwendung des Gesetzes des Gebens ist einfach: Gib das, was du dir im Leben wünschst – sei es Freundlichkeit, Aufmerksamkeit, Zuneigung, Wohlstand oder Liebe. Der leichteste Weg zu erreichen, was man will, besteht darin, anderen zu helfen, das zu bekommen, was sie wollen. Und als praktische Umsetzung im Alltag eignet sich die Geste, demjenigen, den man besucht, etwas mitzubringen: sei es eine Blume, ein Kompliment oder ein Gebet.


3. Das Gesetz des „Karmas“ oder
von Ursache und Wirkung

„Karma“ bedeutet hier Ursache und Wirkung zugleich – denn jede Handlung erzeugt einen Energie-Impuls, der uns Gleiches wieder gibt. Für einen bewussten Umgang ist es hilfreich, die Entscheidungen zu beobachten, die wir treffen. Allein durch die Beobachtung bringen wir sie in unsere bewusste Wahrnehmung. Die Zukunft wird von den Entscheidungen beeinflusst, die wir jetzt treffen.


4. Das Gesetz des geringsten Aufwandes

Wenn wir uns die Natur zum Vorbild nehmen, erkennen wir, dass alles mühelos, reibungslos und spontan geschieht. Die Intelligenz der Natur funktioniert mit Leichtigkeit und ohne Aufwand. Kein Vogel muss sich anstrengen, um zu fliegen. Wenn wir als Menschen im Wissen vom eigenen, wahren Selbst ruhen, können wir uns das Gesetz des geringsten Aufwandes nutzbar machen. Der Schlüssel ist die Liebe. Alle Handlungen, die durch Liebe motiviert werden, vervielfältigen Energie. Wenn das Ego dominiert und Macht und Kontrolle anstrebt, verschwendet man Energie. Drei Komponenten kennzeichnen dieses Gesetz. Die Akzeptanz, dass jeder Augenblick genau so ist, wie er sein sollte. Die Verantwortung zu übernehmen, was bedeutet, kreativ auf eine gegebene Situation zu reagieren. Und Widerstandslosigkeit, denn wir verbringen 99% der Zeit damit, unsere Standpunkte zu verteidigen.


5. Das Gesetz von Absicht und Wunsch

Das gesamte Universum ist seiner grundlegenden Natur nach die Bewegung von Energie und Information. Der Mensch ist in der Lage, sich der Information und Energie seines eigenen Quantenfeldes bewusst zu werden und auch, es zu verändern. Eine bewusste Veränderung kann mit zwei Eigenschaften erzeugt werden: Aufmerksamkeit und Absicht. Aufmerksamkeit lädt mit Energie auf und Absicht transformiert.


6. Das Gesetz des Loslassens

Loslassen bedeutet nicht, dass man seine Absicht aufgibt, einen Wunsch zu realisieren. Loslassen bedeutet, dass man seine Bindung an das Ergebnis aufgibt und beruht auf dem bedingungslosen Glauben an die Kraft des eigenen Selbst. Unsere Suche nach Sicherheit und Gewissheit ist im Grunde eine Bindung an das Bekannte. Mit der Bereitschaft, ins Unbekannte einzutreten, gewinnt man die Weisheit der Unsicherheit. Man muss keine klare Vorstellung haben, was nächste Woche oder nächstes Jahr geschehen soll. „Eine Eigenschaft des Feldes aller Möglichkeiten ist die unendliche Korrelation. Das Feld kann eine unvorstellbare Vielfalt von Raum-Zeit-Ereignissen aufeinander abstimmen und einen Ausgang bewirken, der beabsichtigt ist. Aber wenn man gebunden ist, wird die Absicht in ein starres System eingeschlossen und man verliert alles Fließende, alle Kreativität und Spontanität dieses Feldes.“ Das Ziel ist ein Zustand der Wachsamkeit: Die Bereitschaft in der Gegenwart im weisen Feld der Unsicherheit verwurzelt zu bleiben. Jedes Problem kann der Samen einer besseren Gelegenheit sein. Glück ist nichts weiter als das Zusammentreffen einer Gelegenheit mit der Bereitschaft, sie zu ergreifen.


7. Das Gesetz des „Dharmas“ oder vom Sinn des Lebens

Dharma ist ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet „Lebenszweck“ oder „Lebenssinn“. Wir haben eine körperliche Gestalt angenommen, um einen Sinn zu erfüllen. „Jeder hat einen Sinn im Leben, eine einzige Gabe oder ein besonderes Talent, mit dem er andere beschenken kann. Wenn wir dieses einzigartige Talent mit einem Dienst am Mitmenschen verbinden, erleben wir die Ekstase und die Freude der eigenen Seele – unser höchstes Ziel.“ Auch dieses Gesetz hat drei Komponenten. Erstens ist jeder Mensch hier auf dieser Welt, um sein wahres Selbst zu entdecken. Wir sind spirituelle Wesen, die gelegentlich eine menschliche Erfahrung machen. Wir müssen für uns allein herausfinden, dass in uns ein Gott oder eine Göttin steckt, die geboren werden wollen, damit wir unsere Göttlichkeit ausdrücken können. Zweitens müssen wir unsere einzigartigen Talente ausdrücken. Drittens muss man sein Talent mit dem Dienst an der Menschheit verbinden. Und verbunden mit der Erfahrung der eigenen Spiritualität – dem Feld des reinen Potentials – ist es unmöglich, keinen Zugang zu grenzenloser Fülle zu haben, weil das der richtige Weg zu uneingeschränktem Überfluss ist.

Buchtipps:
Deepak Chopra: Die sieben geistigen Gesetze des Erfolgs, Ullstein, Berlin, 2004
Deepak Chopra: Buddha – die Geschichte einer Erleutung, O.W. Barth, Frankfurt, 2007
Deepak Chopra: Jesus – biographischer Roman, O.W. Barth, Frankfurt, 2008


Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.