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Ausgabe Dezember 2002
Cystus - Das olympische Heilkraut


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Ein griechisches Heilkraut sorgt für Furore: Cystus-Tee ist dreimal so gesund wie Grüntee, schützt die Zellen vor frühzeitiger Alterung und entgiftet von Schwermetallen. Äußerlich angewendet hilft er bei Akne und Neurodermitis. Ulrich Arndt informiert über die vielseitigen Wirkungen des Cystus-Krautes
Das unscheinbare Pflänzchen Cystus wurde von den griechischen Göttern doppelt gesegnet. Auf der Halbinsel Chalkidike im Norden Griechenlands erzählt man sich nämlich Folgendes: Auf dem Olymp hielten die Götter Rat, um zu entscheiden, welche Pflanzen bestimmte Heilaufgaben übernehmen sollten. Die männlichen Götter entschieden sich für Cystus, um die Wunden der in der Schlacht verletzten heldenhaften Kämpfer zu heilen. Doch die Göttinnen meldeten ebenfalls ihren Anspruch auf das Kraut mit den zart rosafarbenen Blüten an. So kam es, dass Cystus auch noch die Haut verschönt und den Organismus insgesamt “jugendlich”, gesund und vital erhält.

Geschichte
Berühmte Heilkundige der Vergangenheit wie etwa der griechische Arzt Dioskurides (1. Jhd. n. Chr.) wussten bereits um die ungewöhnliche Heilkraft der damals Cistis oder Cistrose genannten Pflanze. Er beschrieb sie in seinem fünfbändigen Werk, das anderthalb Jahrtausende lang als das grundlegende Arzneimittelbuch galt. Vor allem als Heilmittel gegen die Pest, Hilfe bei Haut- und Haarproblemen und als Kosmetikum war es damals begehrt. Die nordgriechischen Bauern und die Mönche der berühmten Athos-Klöster nutzen das Kraut seit Jahrhunderten als Heiltee für die unterschiedlichsten Gesundheitsstörungen. In der Volksmedizin Griechenlands wird Cystus zudem gegen den Juckreiz bei Allergien und Hämorrhoiden eingesetzt. Bakterielle Infektionen an Wunden, aber auch Neugeborene und Wöchnerinnen werden mit einem Sud daraus gewaschen.Inzwischen wurden die vielfältigen Wirkkräfte des Cystus-Tees auch wissenschaftlich bestätigt:
Positive antioxidative Kraft
Cystus-Tee ist dreimal so gesund wie Grüntee und um mehr als das Vierfache gesünder wie Holunderbeer-Saft und andere Obstsäfte. Es schützt das Herz viermal besser als Rotwein und hat gar eine zwanzigfach stärkere antioxidative Kraft als frisch gepresster Zitronensaft. Das ergaben Messungen am Lefo-Institut in Ahrensburg. In ihrer Studie verglichen die Forscher mehrere Tees, Säfte und Wein in ihrer Fähigkeit, freie Radikale wie Umweltgifte und schädliche Nebenprodukte des Stoffwechsels zu neutralisieren. Bekannte Fänger freier Radikale sind die Vitamine E und C, Beta-Carotin, Gerbstoffe und Pflanzenfarbstoffe (Flavonide). Hat der Organismus nicht genügend dieser Antioxidanzien genannten Stoffe, können die Radikale ein zerstörerisches Werk entfalten und die nächstbeste Zelle schädigen. Je nachdem, wo derartige Zellschäden auftreten, werden freie Radikale heute für eine Vielzahl verschiedener Krankheiten bis hin zu Krebs und letztlich für das Altern generell verantwortlich gemacht.Die Wissenschaftler des Lefo-Instituts entdeckten nun, dass die im Cystus enthaltene Kombination von Antioxidanzien ganz besonders wirksam ist: Schon die Menge eines Schnapsglases von diesem Tee hat die gleiche Wirkung wie eine Tagesdosis an Vitamin C (als Ascorbinsäure). Vielleicht ist das der Grund dafür, dass es auf der Chalkidike so viele über 100jährige gibt - hier ist Cystus-Tee das Nationalgetränk Nr. 1.

Befreiung von Giften
Eine mindestens ebenso wichtige Wirkung des Cystus-Tees ist die Entgiftung: Prof. Claus Peter Siegers von der Universität Lübeck bewies, dass Cystus den Körper von giftigen Schwermetallen etwa aus Zigarettenrauch, Zahnfüllungen und Umweltverschmutzung befreit. In der Studie tranken die Probanden zweimal täglich 50 Milliliter Cystus-Sud, ein Fertig-Konzentrat vergleichbar einem starken Teeaufguss. Am Ende der Untersuchung nach vier Wochen war beispielsweise der Cadmiumgehalt im Blut deutlich niedriger als zuvor. Therapeuten empfehlen daher, bei Zahnsanierungen einen Liter Cystus-Tee täglich zu trinken.Dr. Frank Petereit, Universität Münster, fand heraus, dass Cystus auch gegen viele Pilzkrankheiten wie den gefährlichen Darm-Pilz Candida-albicans und andere schädliche Mikroorganismen wie Kolibakterien und Heliobacter, den Auslöser der Magenschleimhaut-Entzündung, hilft. Und der Bad Iburger Arzt Dr. Vinzenz Nowak stellte in Laboruntersuchungen fest, dass Cystus die Abwehrkräfte ankurbelt. Schon ein Tässchen täglich erhöhte die Immun-Marker im Blut deutlich.

Hautverjüngung
Wie aber steht es mit dem Wunsch der olympischen Göttinnen, dass Cystus die Haut verjüngen soll? Untersuchungen im “Chemischen Laboratorium Dr. Weßling” in Altenberge, eine Praxisstudie von Dr. Reiner Wöbling, Bad Rothenfelde, und Untersuchungen von Prof. G. Wiese, Hamm, bestätigen auch hier die Wirksamkeit von Cystus: Schon nach vierwöchiger Behandlung mit einem Cystus-Sud besserte sich das Hautbild bei 64 Prozent der Neurodermitis-Patienten deutlich – und das, obwohl bei ihnen andere Therapien wie übliche Medikamente, Lichtbehandlungen und Akupunktur nicht mehr geholfen hatten. Dabei ist die Anwendung höchst einfach: Zweimal täglich die betroffenen Hautstellen mit Tee-Konzentrat betupfen. Danach bei Bedarf etwas Cystus-Creme auftragen. Auch bei Akne-Erkrankungen verhilft das zu einem reineren Teint.

Hoher Vitamin-P-Gehalt
Das Geheimnis dieser vielseitigen Wirkungen des Cystus-Krautes ist der besonders hohe Gehalt an Vitamin P - das sind sogenannte Polyphenole, das heißt bestimmte Gerbsäure-Verbindungen. Die Cistrose gehört zu den Pflanzen mit der höchsten Konzentration dieser Wirkstoffe überhaupt. In geringerer Konzentration findet man sie auch in anderen gesunden Lebensmitteln wie Zwiebeln und Rotwein. Diese Stoffe haben eine stärkere Zellschutz-Kraft als die dafür bekannten Vitamine E und C. Die “Deutsche Gesellschaft für Ernährung” betont: “Polyphenolreiche Nahrungsmittel bewahren die Zellen vor unkontrollierter Vermehrung (also vor Krebs), stabilisieren Herz und Kreislauf und unterstützen die biologische Aktivität von Vitamin C.”

Anwendungen
Für eine Entgiftungskur und zur Stärkung der Abwehrkräfte trinkt man über den Tag verteilt 1 Liter Cystus-Tee (dafür 5 Minuten ziehen lassen), die erste Tasse morgens nüchtern (alternativ zweimal täglich 50ml Cystus-Sud als fertiges Konzentrat einnehmen; für Kinder gibt es auch einen süßeren Cystus-Sirup). Eine Kur sollte mindestens 4 Wochen lang erfolgen.
Bei bakteriellen Infektionen, Hämorrhoiden und Allergien wird das Kraut mit wenig heißem Wasser aufgekocht und das Ganze im Mixer zu einem Brei verarbeitet. Die betroffene Hautstelle damit bestreichen und etwa 20 Minuten einwirken lassen. Dann abspülen und eventuell etwas Cystus-Creme auftragen.


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