aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe Oktober 2002
Reise durch den Tierkreis

Die 12 Urprinzipien aus astrologischer Sicht - Teil VIII

art18188
Der astrologische Tierkreis enthält in sich eine Anleitung für den Entwicklungsweg des menschlichen Wesens zur Vervollkommnung. Jedes der 12 Tierkreiszeichen symbolisiert eine Entwicklungsstufe, die logisch auf der vorhergehenden aufbaut, so dass in jedem Zeichen die Erfahrungen der vorangegangenen als Voraussetzung für einen weiteren Entwicklungsschritt ruhen. Die hier dargestellten Bilder skizzieren die reinen Urprinzipien, die sich hinter den jeweiligen Schritten verbergen und gehen nicht auf mögliche menschliche „Verzerrungen“ ein. Der achte Teil der 12teiligen Reise von Haidrun Schäfer handelt im Monat Oktober von dem Skorpionprinzip.

Skorpion und Pluto - die Transformation
Nachdem die Waage die Begegnung suchte, thematisiert der Skorpion den Schritt zur Bindung: Der Mensch entwickelt die Fähigkeit, sich an einen Menschen oder an eine Idee zu binden. Jede Form von Bindung löst tiefe Gefühle aus und konfrontiert mit den verborgenen Seiten in sich oder dem anderen. Gleichzeitig ermöglicht eine Bindung eine vertiefte Selbsterkenntnis, die Wachstum, Entwicklung und Wandlung zur Folge hat. Der Skorpion möchte das Verborgene ans Licht holen, um es zu transformieren. Ob als Gärtner, Zauberer oder Psychoanalytiker: Das Verborgene wird in den Prozess der Wandlung einbezogen mit dem Ziel, Vollkommenheit zu erlangen.
Der Skorpion kann aufgrund seiner telepathischen Wahrnehmung die verborgenen Seiten anderer Persönlichkeiten erkennen. Zusätzlich zu dem Interesse an den psychologischen Tiefen des menschlichen Seins interessiert er sich für alle nicht-sichtbaren Energieformen, die uns von der Homöopathie, vom Yoga oder Shiatsu bekannt sind. Diese Methoden nutzen verborgene Kräfte, um Gesundungsprozesse zu unterstützen. Auch Heilung ist eine Veränderung und bringt uns der Vervollkommnung ein Stück näher. So, wie den Skorpion verborgene Anteile der menschlichen Psyche, wissenschaftlich nicht beweisbare, unsichtbare Kraftfelder und Energiebahnen oder Hintergründe von chemischen Prozessen - kurz, alles das, was nicht mit der rational denkenden linken Gehirnhälfte erfassbar ist - interessiert, so kann er dank seiner telepathischen Wahrnehmungsfähigkeit auch Kontakt mit dem nicht körperlich sichtbaren Geist der Natur aufnehmen. Das reine Plutoprinzip kommuniziert mit dem geistigen Wesen, das einen Baum beseelt. Es stellt eine Verbindung zwischen den unterschiedlichen Realitäten her - wieder mit Ziel der Vollkommenheit eines Ganzen, das alles integriert. Die Motivation der Skorpionphase ist ein Bedürfnis nach Transformation. Auf der weltlich-fleischlichen Ebene finden wir diesen Wunsch in der sexuellen Anziehung der Geschlechter wieder. Bei der sexuellen Vereinigung verbindet sich der Mensch mit einem anderen und erfüllt in der Vereinigung sein Bedürfnis nach dem Gefühl der Verbundenheit und der Vervollkommnung. Ein Orgasmus ist ein Moment transzendenten Seins. Aus der Fülle entsteht Fülle: Auf dem Höhepunkt sexueller Erregung entsteht neues Leben. Der Skorpion symbolisiert das Stirb-und-Werde-Prinzip. Hinter allen Prozessen verbirgt sich das Gesetz, dass nichts verloren geht, sondern dass es sich immer um Übergänge von einer Lebensform in eine andere handelt: vom Winter zum Frühling, von Wasser zu Eis, vom Ego zu höherem Bewusstsein - zur Transzendenz.
Problematisch und zerstörerisch wirkt dieses Prinzip, wenn die beiden Motivationen entweder missachtet werden, d.h. wenn sich der Mensch der Notwendigkeit der Veränderung widersetzt oder wenn die Bindungsfähigkeit zu Fanatismus und zu radikaler Ablehnung derer, die nicht mitmachen, führt. Es kommt erst dann zu Machtkämpfen, wenn man andere von seiner Idee überzeugen will oder andere unterdrückt, was etwa den Hintergrund für alle Religionskriege darstellt. Auch die Anschläge vom 11.09.01 gehören zu dieser Thematik, die am Himmel in Form einer Pluto-Saturn-Opposition sichtbar war: Zum einen machte dieser Terrorakt auf die Thematik der Unterdrückung aufmerksam - er beleuchtete einen Konflikt, der nach Veränderung schreit - zum anderen brachte er ein Land in die Scheinwerferkegel der Medien, das bis dahin hinter Schleiern verhüllt der übrigen Welt verborgen blieb, um auch hier erstarrte Zustände zu transformieren.Der Entwicklungsschritt des reinen Plutoprinzips heißt, Verborgenes sichtbar zu machen, um es zu transformieren und zu einem heilen Ganzen zu gelangen. Pluto symbolisiert das All-Wissen der Vollkommenheit.


Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.