aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe Oktober 2002
Die Heilkraft der Aloe vera

Nahrungsergänzungsmittel

art18181
Die Aloe vera-Pflanze ist das erste Nahrungsergänzungsmittel, das die ganzheitliche Ernährungsberaterin Eva Wermelskirch in diesem Heft näher vorstellt. Weitere folgen. Aloe vera ist ein in zahlreichen Kulturen angewendetes Gewächs, das auch den Namen „Wüstenlilie“ trägt und bietet eine breite und nährende Möglichkeit, gesünder zu leben.

Was ist Aloe vera?
Auf den ersten Blick ein kaktusartiger Busch ist sie in Wahrheit ein Mitglied der Lilien- oder Knoblauch-Familie. Die Geschichte der Aloe ist in historischen Schriften seit Tausenden von Jahren niedergelegt, von der Zeit der Pharaonen, Römer und Inkas bis hin zur Neuzeit. Die chinesichen Völker nutzen die Aloe Cinensis, im Chinesischen „Aloe-hei“, als Teil ihrer pflanzlichen Medikation. In Russland wird Aloe das Elixier der Langlebigkeit genannt, sie nutzen hauptsächlich die Aloe Alborenscens. In Japan bauen Anhänger der pflanzlichen Medikation Aloe Ferox und Aloe Saponara an, doch die größte Wirkung findet sich bei der Aloe Barbadensis, die in Europa ihre häufigste Verwendung findet.
In vielen Gebieten, wo sich die so genannte moderne westliche Medizin noch nicht gegen die traditionellen Heilmethoden durchgesetzt hat, ist Aloe vera eine der beliebtesten Naturpflanzen. Sie bietet zwei unterschiedliche Teile von sich als Hilfe an. Zum einen enthält ihre feste, dünne Schale besonders hoch konzentrierte Bitterstoffe. Diese unterstützen und fördern die natürliche Darmbewegung und regen Galle und Leber in ihrer Funktion an. Dies ist sehr sinnvoll, da wir durch falsche Nahrung und zu wenig Bewegung häufig Nahrungsreste zu lange in unserem Körper „lagern“. Diese beginnen zu gären, Gifte entstehen und langfristig „verstopft“ die Darmwand, so dass Nährstoffe nicht mehr so leicht vom Blut aufgenommen und im Körper verteilt werden können. Durch die Aloewirkstoffe wird unsere Nahrung „gründlicher“ verdaut und Nährstoffe werden besser zugänglich gemacht, Fette leichter aufgespalten und der Rest der Nahrung wird schneller ausgeschieden.
Der zweite Teil der Aloe ist aber erst das wahre „Gold“. Das Innere der Aloeblätter ist eingeschlossen von der Blatthülle. Eine geleeartige, frische Substanz wird als Blattmark bezeichnet. Es enthält eine beeindruckende Vielzahl von Spurenelementen und Mineralien wie Calcium, Eisen, Magnesium, Zink, sowie die Vitamine A, C und E und der B-Gruppe . Zusätzlich finden wir 11 der 20 bekannten Aminosäuren, und dabei 7 von 8 lebenswichtigen Aminosäuren. Ingesamt wurden bisher 220 Nährstoffe nachgewiesen. Die Aloesubstanz ist zusätzlich in der Lage, Feuchtigkeit zu transportieren, und dies nachweislich 3-4 mal schneller und effizienter als normales Wasser. Das Aloeblattmark hat aber noch zahlreiche weitere Eigenschaften: Es stillt Hustenreiz, fördert Narbenbildung, ist entzündungshemmend, blutstillend, keimtötend, antiviral, pilztötend, juckreizlindernd, klärt das Blut, erweitert „Haargefäße“, regeneriert, senkt Fieber, „verdaut“ abgestorbene Hautzellen, kühlt und spendet Feuchtigkeit.
Wie können wir die Aloe vera für uns nutzen?
So wie die Aloe aus zwei Teilen besteht, gibt es auch zwei Arten der Nutzung: die innere durch den Verzehr und die äußere durch äußere Anwendungen. Ein wirkliches „Universalmittel“ sind so genannte Aloe-Trinkgels. Dieses Trinkgel ist pur oder mit Geschmack erhältlich und hat viele Vorzüge. Es enthält 99% Prozent reines Blattmark und somit die volle Kraft der Aloepflanze. Ein Glas täglich reicht, um uns mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Zusätzlich wird unser Immunsystem angekurbelt und die Darmschleimhaut gepflegt. Bei einer kurmäßigen Anwendung von bis zu vier Gläsern über mehre Wochen entfaltet es seine volle Wirkung. Der gesamte Körper wird regeneriert, Entzündungen wie Erkältungen und Infektionen heilen durch die zusätzlich energetisch kühlende Eigenschaft der Aloe schneller aus, Rheumaerkrankungen erfahren eine Besserung, und wir spüren schnell mehr Vitalität.
Auch die Haut profitiert von der Aloepflanze. Als pures Gel oder in Cremes eingearbeitet schenkt sie Feuchtigkeit, lässt Unreinheiten schneller abheilen und versorgt die Haut mit ihren Nährstoffen. Die Haut sieht schnell gesund und erholt aus. Speziell bei Sonnenbrand zieht Aloe die Hitze aus der Haut, nimmt die Rötung und unterstützt die Heilung. Als Wundheilmittel bildet es einen dünnen Film auf der betroffenen Stelle, der ein natürliches „Pflaster“ ist. Die Wunde heilt schneller und vor allem gründlicher. Die schmerzstillende, Haut-zusammenziehende und keimtötende sowie kühlende Wirkung ist sofort spürbar. Linderung schafft sie auch bei Zerrungen und Verstauchungen; in Amerika wird sie Sportlern in solchen Fällen sogar als Injektion verabreicht. Und zu guter Letzt: Als Zusatz in Zahncremes stärkt sie das Zahnfleisch, heilt auch hier kleine Wunden und sorgt mit ihrer keimtötenden Wirkung für frischen Atem.
Worauf sollte man beim Kauf von Aloeprodukten achten?Da es inzwischen eine Vielzahl von Produkten und Anbietern gibt, sollte man sich gut informieren.
- Eine gute Hilfe ist das NASC-Qualitätssiegel, das die Produkte tragen sollten.
- Die Produkte sollten einen hohen Aloe-Vera Anteil haben (Hautpflegeprodukte z.B. mindestens 60%, Trinkgels/Aloe-Saft 95%), die Getränke sollten trüb sein (Aloefaserstoffe), da dies ein Zeichen für die schonend erfolgte Stabilisierung der Aloe ist.
- Eine Beratung bei der ersten Produktwahl, damit Sie ein für Ihre Bedürfnisse passendes Produkt kaufen.


Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.