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Ausgabe Mai 2003
BodyTalk - Gespräch mit der Inneren Weisheit

Durch eine spezifische Technik werden Störungen im gesamten Körper-Geist-System wieder in eine gesunde Balance gebracht.

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BodyTalk wurde in den 90er Jahren von dem Australier Dr. John Veltheim entwickelt, und zur Zeit gibt es in Europa vier Lehrer, die diese Methode an Laien und Therapeuten weitergeben.

BodyTalk in der Theorie
In einem gesunden Körper befindet sich jede Körperzelle in ständiger Kommunikation mit den anderen Zellen. Dabei arbeitet das gesamte Körper-Geist-System als Einheit zusammen. Unser Körper ist ständig Einflüssen von außen und Eindrücken von innen in Form von Gedanken und Gefühlen ausgesetzt, die sich in irgendeiner Form auf ihn auswirken. Negative Impulse stören das empfindliche Zusammenspiel innerhalb des Körpers, die Kommunikation des Körper-Geist-Systems gerät aus der Balance und es kommt zu Blockaden und Stau.


Im BodyTalk-System geht man davon aus, dass alle Menschen über eine innere Körperweisheit verfügen. Durch Biofeedback kann der Kontakt zu dieser Weisheit aufgenommen werden. Die innere Körperweisheit ist in der Lage mitzuteilen,
- wo Störungen innerhalb des Körper-Geist-Systems aufgetreten sind,
- was aus der natürlichen Balance geraten ist,
- wie das Gleichgewicht wiederhergestellt werden kann,
- in welcher Reihenfolge die Selbstheilungskräfte unterstützt werden wollen.
Nachdem durch einen Muskeltest oder durch Muskelfeedback festgestellt wurde, welche Teile - z.B. Organe oder Drüsen - oder Systeme - z.B. Immun- oder Kreislaufsystem - aus dem Gleichgewicht geraten sind, regt man sie an, wieder miteinander zu reden. Dazu werden die entsprechenden Stellen berührt und durch Tippen auf den Kopf zu einer Neuvernetzung aufgefordert, die dann durch Tippen auf das Brustbein sofort gespeichert wird. Mit einem tiefen Atemzug sendet der Klient die Botschaft der wiederhergestellten Verbindung durch den ganzen Körper. Ein Wiederholungstest am Ende überprüft, ob die Balance erfolgreich war und das Gehirn die Störung korrigiert hat.

BodyTalk in der Praxis
Beim BodyTalk arbeiten zwei Menschen miteinander: Sabine kommt ohne ein konkretes Anliegen zu Brita Moritz. Mit Hilfe eines strukturierten Frageprotokolls, das nur Fragen enthält, die entweder mit Ja oder mit Nein beantwortet werden können, wendet sich Brita an den Körper-Geist von Sabine. Durch das Muskelfeedback wird der Teil erfragt, der am meisten Synchronisation braucht: Sabines Dünndarm meldet sich. Dann berührt eine Hand - entweder von Sabine oder von Brita - den bedürftigen Bereich und wieder wird Sabines Körper-Geist gefragt, wo die Kommunikation hingehen soll: Ziel ist in diesem Falle die Gebärmutter. Auch dieser Punkt wird mit einer weiteren Hand berührt. Durch Tippen mit gespreizten Fingern auf beide Gehirnhälften werden die Gehirnwellen angeregt, eine Verbindung zwischen den beiden berührten Punkten herzustellen. Danach wird durch Tippen auf das Brustbein die Information der Neuvernetzung mit dem Herzpuls durch den gesamten Organismus geschickt. Wichtig ist dabei tiefes Atmen, damit die Information überall hinkommen kann. Im Herzpuls findet man die einzelnen Pulsfrequenzen der einzelnen Organe - aufgrund dieser Tatsache können tibetische Ärzte über das Fühlen des Herzpulses Krankheiten im Körper erkennen. Bevor der Kontrolltest gemacht wird, sollte man eine kurze Wartezeit einkalkulieren, damit sich die neue Information setzen kann.

Notfall-BodyTalk
BodyTalk ermöglicht, sich an die innere Weisheit zu wenden. Dazu braucht es in der Regel zwei Personen. Aber bei Schmerzen oder Verletzungen im Alltag ist es auch möglich, sich selber zu behandeln. Dafür berührt man mit einer Hand die Verletzung und tippt gleichzeitig mit der anderen Hand auf den Kopf, atmet zwei bis drei Mal tief ein und aus und tippt dann auf das Brustbein, damit die Information eingespeichert wird.
Auch bei lästigem Schnarchen kann man Abhilfe schaffen, indem man eine Hand über die Kehle des Schnarchers hält und mit der anderen in der Luft über dem Kopf tippt.

Cortex-Vernetzung
Eine weitere Möglichkeit der Selbstbalance ist die Cortex-Vernetzung. Dabei wird eine Verbindung zwischen den beiden Gehirnhälften hergestellt, was bei den meisten Menschen eine positive Wirkung hat und offensichtlich bei hyperaktiven Kindern besonders beruhigend wirkt. Dabei müssen wieder zwei Punkte miteinander vernetzt werden: Eine Hand liegt quer auf dem Hinterkopf und berührt so beide Gehirnhälften, die andere tippt erst auf den Kopf und dann auf das Herz - atmen nicht vergessen, die nächste Position ist der obere Hinterkopf, wieder quer, damit beide Gehirnhälften berührt werden, wieder tippen und atmen, dann quer auf dem Kopf, tippen und atmen, quer auf die Stirn, tippen und atmen und dann längs beide Schläfen, tippen und atmen. Das tiefe Atmen ist wichtig, denn beim Atmen scannt das Gehirn alle Schwingungsbereiche ab, von Gedanken und Gefühlen bis in die langsam schwingenden Knochenfrequenzen hinunter, um Informationen zu erhalten und eventuell notwendige innere Regulierungen vorzunehmen.

Entstehungslegende
Zur Entstehung von BodyTalk gibt es folgende Legende: Dr. John Veltheim litt - wie so viele, die nach der Genesung von eigenen Krankheiten ein Heilsystem unter die Menschheit bringen - an einer scheinbar unheilbaren Krankheit. In seinem Fall handelte es sich um das chronische Müdigkeitssyndrom, mit ständigem leichtem Fieber, das durch das Eppstein-Barr-Virus hervorgerufen wird. Nichts half, keine Schulmedizin und keine Alternativmedizin. Eines Tages tat eine Frau seine Spucke auf seine Thymusdrüse, tappte ihm auf den Kopf und wiederholte diesen Vorgang ein zweites Mal. Daraufhin ging sein Fieber drei Tage lang auf gefährliche 41° hoch, doch danach besserte sich sein Zustand und der Virus war nicht mehr nachweisbar. Veltheim ist Akupunkteur, Chiropraktiker, Philosoph, Reikimeister und ausgebildet in Bioenergetik, Kinesiologie, Counselling, Sportmedizin und Osteopathie. Inzwischen lebt er in Amerika und arbeitet an der Verbreitung von BodyTalk. Da die Methode so jung ist, verändert und wächst sie noch weiter. Das Tippen auf den Kopf ist allerdings eine uralte Heilweise, um die sowohl die Buddhisten in Asien als auch die Indianer in Amerika wissen. Es scheint, dass altes Wissen an den verschiedensten Stellen an das Licht kommt, um eine größere Verbreitung zu erfahren.


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