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Ausgabe Mai 2019
Glücklich wie Lazzaro


Inviolata, ein abgeschiedenes Landgut im italienischen Nirgendwo. Hier herrscht die Marquesa Alfonsina de Luna mit harter Hand über ihre Landarbeiter. Lazzaro ist einer von ihnen, ein junger Mann, so gutmütig, duldsam und unschuldig, dass man ihn für einfältig halten könnte. Eines Tages kommt Tancredi nach Inviolata, Sohn der Marquesa, der an seiner Mutter so sehr leidet wie am Landleben. Zwischen Tancredi und Lazzaro entwickelt sich eine seltsame, ungleiche Freundschaft, die erste in Lazzaros Leben. Anfangs noch zart und unbeholfen, wird sie die Zeit überdauern, auch die alles auseinander sprengenden Folgen des „Großen Betrugs“, die Lazzaro auf der Suche nach Tancredi in die große Stadt führen wird. „Glücklich wie Lazzaro“ ist die Geschichte eines unscheinbaren Heiligen, der in dieser Welt lebt und von niemandem etwas Böses denkt, eine Geschichte, die von der Möglichkeit des Gutseins erzählt. Der Film belichtet die Geschichte Italiens der letzten fünfzig Jahre – sensibel und märchenhaft. Es ist ein politisches Manifest.



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