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Ausgabe April 2018
Trauma-Heilkunde


Wenn wir verstehen, wie unser Gehirn und unser Körper tatsächlich funktionieren, so hilft uns das sehr, mit der Angst umzugehen, die durch jene unangenehmen körperlichen und emotionalen Symptome entsteht, die wir alle von Zeit zu Zeit erleben. Robert Scaer, Facharzt für Neurologie, erläutert in seinem neuen Buch die komplexen Zusammenhänge der Verbindung zwischen Gehirn und Körper und hilft so allen Leidenden, sich über Wesen und Ursachen ihres Zustandes klarzuwerden. Indem der Autor die der Gehirn-Körper-Verbindung zugrunde liegenden neurobiologischen Konzepte und die Ursprünge der mit Stress und Traumata einhergehenden körperlichen und emotionalen Symptome erläutert, erschließt er die wissenschaftliche Sicht auch Laien. Unter anderem erklärt er, inwiefern „Gefühle“ physische Empfindungen sind, die uns über das Wesen unserer Gehirn-Körper-Konflikte informieren. Außerdem beschreibt er praxis-taugliche und leicht anwendbare Strategien zur Stärkung motorischer Fertigkeiten und erklärt, wie wir lernen können, uns an unseren Bauchgefühlen zu orientieren, um unsere Gefühle einzuschätzen, uns in die Gegenwart einzustimmen, unsere persönlichen Grenzen wiederherzustellen, Symptome zu lindern und den Weg zur Genesung zu beschreiten. „Die Entfremdung, die viele von uns empfinden, wenn sie entweder dem Gehirn oder dem Körper zuhören, kann geheilt werden, wenn wir lernen, beiden zugleich zuzuhören.“ - Babette Rothschild im Vorwort. thsw

Robert Scaer: Acht Schlüssel zur Gehirn-Körper-Balance. Neurophysiologische Grundlagen einer somatisch orientierten Traumatherapie. Probst Verlag, Lichtenau, 2017, 224 Seiten, 20 Euro


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