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Das grüne Gold der Wayuu


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© Ciudad Lunar Blond Indian-Mateo Contreras

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Kolumbien 1968: Lange bevor der Name Pablo Escobar in aller Munde ist, legt eine Familie des matriarchalisch geprägten Wayuu*-Stammes den Grundstein für den Drogenhandel, für den das Land später so berühmt-berüchtigt werden wird. (*Die Wayuu oder Guajiro sind ein zu den Arawak zählendes indigenes Volk in Südamerika auf der Guajira-Halbinsel, die politisch zu Kolumbien und Venezuela gehört.) Der junge Rapayet verkauft etwas Marihuana an Amerikaner des Friedenskorps. Das Geschäft boomt und er steigt bald zum reichsten Mann der abgelegenen Steppenregion auf. Doch der Reichtum ist mit einem hohen Preis verbunden. Ein brutaler Krieg um Macht und Geld bricht aus und setzt nicht nur das Leben des Stammes, sondern auch ihre Kultur und Traditionen aufs Spiel. In „Birds of Passage“ erzählen die Regisseure Ciro Guerra und Cristina Gallego in beeindruckenden und surrealen Bildern eine epische Geschichte, in der die Mythen der Wayuu mit den harten Realitäten des Drogenhandels verwoben werden. Ein kraftvolles und poetisches Meisterwerk.



Film: Birds of Passage – Das grüne Gold der Wayuu, Kolumbien, Dänemark, Mexiko 2018, Regie: Ciro Guerra und Cristina Gallego, Darsteller: Carmiña Martínez, Natalia Reyes, José Acosta, Jhon Narváez, Kinostart: 4. April 2019