aktuelle Seite: AKTUELL   

Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2020 - 03: Roggen - Das "vergessene Geteide ... von Cornelia Titzmann


art96301
© Ruckszio_AdobeStock
Früher sprach man nur vom Korn und meinte damit den Roggen (secale cereale). Er war Nahrungs-, Futter- und Heilmittel in einem. Vielleicht durch die Besiedlung mit Mutterkorn (Claviceps purpurea), welches schwere Krankheitssymptome auslöste und im Mittelalter als „Antonius Feuer“ bekannt wurde, geriet er in Verruf. Später wurde der Pilz, der etwas größer ist als ein Roggenkorn einfach herausgesiebt. Heute wird dieser Pilz als Heilmittel in der Homöopathie unter dem Namen Secale cornutum verwendet. Das Getreide Roggen ist ein „schwieriges Getreide“, da seine Pollen als Hauptallergieauslöser gelten. Dabei werden gerade seine Pollen als Heilmittel verwendet. Speziell gegen Blasenleiden und Prostatabeschwerden. Der Intensivwurzler mit bis zu 1 Meter langen Wurzeln verträgt sowohl Kälte als auch Trockenheit und ist sehr robust. Er gedeiht auch auf kargem Boden und ist daher perfekt an die Bedingungen in Nordeuropa angepasst. Ursprünglich kam er als Wildgras aus dem Orient. Er enthält viel Kalium, B-Vitamine, Folsäure und Vitamin E. Seine Schleimstoffe können sehr viel Wasser aufnehmen. Im Darm leisten sie hervorragende Quellarbeit und werden bei Reizdarmbeschwerden eingesetzt. Auch antikanzerogene Eigenschaften werden ihm nachgesagt.
In der Diätetik wird der Roggen bei Adipositas (Übergewicht) eingesetzt. Das zu den Süßgräsern gehörende Getreide kann sich durch Knoten in den Halmen nach Niederwerfen wieder aufrichten. Diese Eigenschaft macht es auch in der Psychotherapie interessant.

Anwendungstipp
Roggenflocken (alleine oder mit anderen Getreideflocken) ca. 3 Esslöffel über Nacht einweichen. Morgens mit Wasser aufkochen, eine Prise Salz dazu, nach Belieben mit Hafer- oder Mandelmilch verfeinern, nicht süßen! Eventuell etwas Zimt dazugeben: Es unterstützt bei schlechtem Sättigungsgefühl, nervösem Magen und Niedergeschlagenheit.

Cornelia Titzmann, Heilpraktikerin und Dozentin für Phytotherapie mit eigener Naturheilpraxis in Berlin.
Weitere Infos und Kurse: www.corneliatitzmann.de


Naturheilpraxis, Horst-Kohl-Straße 2, 12157 Berlin
web: http://www.corneliatitzmann.de

 

Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2020 - 03: Roggen - Das "vergessene Geteide ... von Cornelia Titzmann


art96301
© Ruckszio_AdobeStock
Früher sprach man nur vom Korn und meinte damit den Roggen (secale cereale). Er war Nahrungs-, Futter- und Heilmittel in einem. Vielleicht durch die Besiedlung mit Mutterkorn (Claviceps purpurea), welches schwere Krankheitssymptome auslöste und im Mittelalter als „Antonius Feuer“ bekannt wurde, geriet er in Verruf. Später wurde der Pilz, der etwas größer ist als ein Roggenkorn einfach herausgesiebt. Heute wird dieser Pilz als Heilmittel in der Homöopathie unter dem Namen Secale cornutum verwendet. Das Getreide Roggen ist ein „schwieriges Getreide“, da seine Pollen als Hauptallergieauslöser gelten. Dabei werden gerade seine Pollen als Heilmittel verwendet. Speziell gegen Blasenleiden und Prostatabeschwerden. Der Intensivwurzler mit bis zu 1 Meter langen Wurzeln verträgt sowohl Kälte als auch Trockenheit und ist sehr robust. Er gedeiht auch auf kargem Boden und ist daher perfekt an die Bedingungen in Nordeuropa angepasst. Ursprünglich kam er als Wildgras aus dem Orient. Er enthält viel Kalium, B-Vitamine, Folsäure und Vitamin E. Seine Schleimstoffe können sehr viel Wasser aufnehmen. Im Darm leisten sie hervorragende Quellarbeit und werden bei Reizdarmbeschwerden eingesetzt. Auch antikanzerogene Eigenschaften werden ihm nachgesagt.
In der Diätetik wird der Roggen bei Adipositas (Übergewicht) eingesetzt. Das zu den Süßgräsern gehörende Getreide kann sich durch Knoten in den Halmen nach Niederwerfen wieder aufrichten. Diese Eigenschaft macht es auch in der Psychotherapie interessant.

Anwendungstipp
Roggenflocken (alleine oder mit anderen Getreideflocken) ca. 3 Esslöffel über Nacht einweichen. Morgens mit Wasser aufkochen, eine Prise Salz dazu, nach Belieben mit Hafer- oder Mandelmilch verfeinern, nicht süßen! Eventuell etwas Zimt dazugeben: Es unterstützt bei schlechtem Sättigungsgefühl, nervösem Magen und Niedergeschlagenheit.

Cornelia Titzmann, Heilpraktikerin und Dozentin für Phytotherapie mit eigener Naturheilpraxis in Berlin.
Weitere Infos und Kurse: www.corneliatitzmann.de


Naturheilpraxis, Horst-Kohl-Straße 2, 12157 Berlin
web: http://www.corneliatitzmann.de

 

Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2020 - 03: Roggen - Das "vergessene Geteide ... von Cornelia Titzmann


art96301
© Ruckszio_AdobeStock
Früher sprach man nur vom Korn und meinte damit den Roggen (secale cereale). Er war Nahrungs-, Futter- und Heilmittel in einem. Vielleicht durch die Besiedlung mit Mutterkorn (Claviceps purpurea), welches schwere Krankheitssymptome auslöste und im Mittelalter als „Antonius Feuer“ bekannt wurde, geriet er in Verruf. Später wurde der Pilz, der etwas größer ist als ein Roggenkorn einfach herausgesiebt. Heute wird dieser Pilz als Heilmittel in der Homöopathie unter dem Namen Secale cornutum verwendet. Das Getreide Roggen ist ein „schwieriges Getreide“, da seine Pollen als Hauptallergieauslöser gelten. Dabei werden gerade seine Pollen als Heilmittel verwendet. Speziell gegen Blasenleiden und Prostatabeschwerden. Der Intensivwurzler mit bis zu 1 Meter langen Wurzeln verträgt sowohl Kälte als auch Trockenheit und ist sehr robust. Er gedeiht auch auf kargem Boden und ist daher perfekt an die Bedingungen in Nordeuropa angepasst. Ursprünglich kam er als Wildgras aus dem Orient. Er enthält viel Kalium, B-Vitamine, Folsäure und Vitamin E. Seine Schleimstoffe können sehr viel Wasser aufnehmen. Im Darm leisten sie hervorragende Quellarbeit und werden bei Reizdarmbeschwerden eingesetzt. Auch antikanzerogene Eigenschaften werden ihm nachgesagt.
In der Diätetik wird der Roggen bei Adipositas (Übergewicht) eingesetzt. Das zu den Süßgräsern gehörende Getreide kann sich durch Knoten in den Halmen nach Niederwerfen wieder aufrichten. Diese Eigenschaft macht es auch in der Psychotherapie interessant.

Anwendungstipp
Roggenflocken (alleine oder mit anderen Getreideflocken) ca. 3 Esslöffel über Nacht einweichen. Morgens mit Wasser aufkochen, eine Prise Salz dazu, nach Belieben mit Hafer- oder Mandelmilch verfeinern, nicht süßen! Eventuell etwas Zimt dazugeben: Es unterstützt bei schlechtem Sättigungsgefühl, nervösem Magen und Niedergeschlagenheit.

Cornelia Titzmann, Heilpraktikerin und Dozentin für Phytotherapie mit eigener Naturheilpraxis in Berlin.
Weitere Infos und Kurse: www.corneliatitzmann.de


Naturheilpraxis, Horst-Kohl-Straße 2, 12157 Berlin
web: http://www.corneliatitzmann.de