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Auch Du hast ein Handicap! Mach was draus! Wie wir Schwächen in Stärken verwandeln ... von Christian Salvesen


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© filistimlyanin1_AdobeStock

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Ich stehe da in meiner ausgeleierten Unterhose und merke, wie mir heiß wird. Horst ist einen Kopf größer als ich und schaut jetzt provozierend langsam an mir herunter. Sein Blick bleibt an meinem Bein hängen. Er grinst, als würde er sich freuen, den wundesten Punkt seines Gegners gefunden zu haben. Dann sagt er laut und verächtlich: „Du mit deinem Elefantenfuß hast hier überhaupt nichts zu melden.“
Seine Worte treffen mich wie die Kugeln einer Hinrichtung. Ich krümme mich, meine Hand sucht Halt an dem Metallgestell. Er hat ausgesprochen, was ich schon lange ahne: „Du mit deinem Bein bist anders, du bist nicht normal und du gehörst nicht dazu.“
So beschreibt Stefan Rascher in seinem Buch „Du bist eine Naturgewalt. Wie ich erkannte, was ich besser kann als alle“, wie er als Junge wegen seiner Behinderung, medizinischer Fachausdruck ist das Klippel-Trénaunay-Syndrom (KTS) in der Schule aufgezogen wird. Die angeborene Venenerkrankung ist sein Handicap. Er ist deutlich langsamer als seine Mitschüler, muss einen Stützstumpf tragen, wird ärztlich betreut und von der Mutter überbehütet. Wie geht man/frau mit einer solchen „Schwäche“ um? Bleibe ich zeitlebens ein Opfer, bemitleidenswert, schutzbedürftig? Oder kann ich daraus eine Stärke machen? Und wie soll das gehen?
Wir kennen alle Geschichten von Menschen, die trotz – oder sogar wegen – einer Behinderung Herausragendes geleistet haben. Ein Held muss eine schwierige Situation meistern, das macht eine gute Story aus. Der junge David ist dem erfahrenen Kämpfer Goliath körperlich und waffentechnisch hoffnungslos unterlegen. Doch er besiegt den übermächtigen Gegner mit seiner simplen Steinschleuder, die er mit Mut und Geschick einzusetzen weiß.
Wie Menschen trotz einer lebensverändernden Krankheit erfüllt und selbstbestimmt ihren Alltag gestalten können, ist stets berührend und inspirierend. Prominentes Beispiel: Im Alter von 21 Jahren wird bei dem später weltbekannten Physiker Stephen Hawking Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) diagnostiziert – eine degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems – welche ihn zunehmend lähmt. Er konzentriert seine geistigen Kräfte ganz auf die Forschung und wird zum bedeutendsten Astrophysiker unserer Zeit. Die Ärzte gaben ihm nach der verheerenden Diagnose nur noch wenige Jahre zu leben. Er verstarb am 14. März 2018 im Alter von 76 Jahren.

Was lerne ich aus so einer Geschichte?
Eine solche Geschichte kann durchaus dazu inspirieren, in einer schwierigen Ausgangslage nicht den Kopf hängen zu lassen. Dies gilt ebenso für die Geschichte von Stefan Rascher, der sein Handicap als Herausforderung nahm, etliche Marathonläufe absolvierte und zum erfolgreichen Unternehmer und Trainer geworden ist.
Stefan litt unter einer Krankheit, die zwar nicht geheilt wurde, mit der er aber zu leben gelernt hat. Laut der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke ist mehr als ein Drittel der deutschen Bevölkerung chronisch krank (www.dsck.de). Jeder achte Mensch hat hierzulande laut Statistischem Bundesamt eine Behinderung. Für sehr viele könnte also die Frage dringlich sein: Wie mache ich das Beste aus dieser Situation?
Doch auch ohne eine Krankheit – sei sie angeboren oder erst kürzlich aufgetreten – ist es sehr wahrscheinlich, dass Ihnen bereits eine Eigenschaft an sich aufgefallen ist, die Sie empfindlich stört. Reagieren Sie besonders verletzt auf Kritik? Brausen Sie leicht auf und bereuen Ihr Verhalten schon bald wieder? Wollen Sie alles derart kontrollieren und perfekt machen, dass Sie im Dauerstress sind? Empfinden Sie sich in zu vielen Situationen nicht kompetent genug? Sind Sie unzufrieden mit Ihrem Aussehen, Körpergewicht, Alter? Wünschen Sie sich mehr Lebensfreude und Tatendrang?
Das alles sind Beispiele für mögliche Schwächen, die in eine Stärke verwandelt werden könnten. Vor allem im Zusammenhang mit dem Beruf, der Jobsuche und einer Bewerbung werden in diesem Bereich viele praktische Tipps gegeben.
Die Diplom-Psychologin und Unternehmensberaterin Ute Zander empfiehlt, Eigenschaften wie nicht Nein sagen können, Perfektionismus oder Bescheidenheit so einzusetzen, dass sie sich positiv am Arbeitsplatz auswirken: „Wer die eigene Bescheidenheit als Stärke einsetzt, lässt anderen zwar den Vortritt, rückt anschließend aber nach.“ (Ute Zander: Das David-Geheimnis. Schwierige Situationen meistern, Orell Füssli Verlag)
Bewerbungshelfer Gerhard Winkler weiß, worauf es bei der Frage nach der Selbsteinschätzung in einem Fragebogen oder Gespräch ankommt. Weder übertrieben positiv und einschmeichelnd noch zu selbstkritisch sollte die Auskunft sein. Ein oder zwei Eigenschaften dürfen wie ein Manko erscheinen, das sich aber bei näherer Betrachtung als Impuls für Lernbereitschaft oder noch nicht voll ausgeschöpfte Kompetenz erweist. „Sie sollten zu beidem in der Lage sein: eigene Schwächen im Bewerbungsgespräch operational einzusetzen und an ihnen zu arbeiten.“ (Gerhard Winkler, www.jova-nova.com/bewerbung/interview-test/machen-sie-ihre-schwaechen-zu-staerken/)

Gesundheit, Partnerschaft und Meditation
Das Thema Schwächen und Stärken ist schier unerschöpflich. Je nach Lebensbereich ergeben sich unterschiedliche Aspekte.
Im weiten Feld von Krankheit-Gesundheit ist darauf zu achten, dass jeder Mensch einzigartig ist – was in der üblichen medizinischen Behandlung selten berücksichtigt wird. Eine Therapie, die bei dem einen gut anschlägt, mag bei einem anderen kaum wirken oder unangenehme Nebenwirkungen haben. Die innere Stärke liegt hier in meinem ganz eigenen Gespür für meinen Körper. Was tut mir wirklich gut und was nicht? Hätte Stefan Rascher stets den Rat seiner Ärzte befolgt hätte er nie die außergewöhnlichen, sportlichen Höchstleistungen vollbracht, die seinem kranken Bein letztlich sogar – zur Überraschung der Ärzte – geholfen haben.
In einer Partnerschaft ist Stärke nicht unbedingt die Trumpfkarte, vor allem dann nicht, wenn darunter Recht haben und sich durchsetzen verstanden wird. „I’d rather be happy than right“, singt Songwriter Michael Franks. “Lieber glücklich sein als Recht haben” ist seine Devise für eine gelungene Partnerschaft. Was im Beruf von Vorteil ist, kann in einer Paarbeziehung genau das Falsche sein. Auch in diesem Punkt gibt Stefan Rascher Einblicke in seine Erfahrungen. Wer zu sehr auf Erfolg und Höchstleistung im Beruf und im Sport fixiert ist, vernachlässigt womöglich die eigene Familie. Hier – im Privaten – kann Schwäche zeigen eine Tugend sein. Im Beruf gilt es eher als Manko.
(((Und schließlich: Wie steht es mit dem Verhältnis von Stärken und Schwächen im religiösen, ethischen, spirituellen Bereich? Der Gott der Christen opfert seinen einzigen Sohn, der sich ans Kreuz schlagen lässt, um die Menschen zu erlösen. In der äußersten Demütigung und Erniedrigung erscheint Jesus als Triumphator. Dem schwachen Menschen gilt seine Nächstenliebe ganz besonders. Die christliche Ethik unterscheidet sich grundsätzlich von dem Prinzip, nach dem der Stärkste gewinnt. Dieses scheint in der Natur und in der Machtpolitik zu gelten. Und eben auch in der kapitalistischen Wirtschaft. Doch je mehr ich mich nach innen wende und in die Stille gehe, desto mehr scheinen sich die Vorzeichen zu verkehren. Das kommt auch in der taoistischen Weisheit zum Ausdruck, dass Wasser stärker ist als Fels. Stille hat eine enorme Kraft. Sie wird nur meist weniger beachtet als große Worte.)))

Wie gehe ich konkret vor?
Die eigenen Stärken entdecken ist ein Entwicklungsprozess, bei dem ganz verschiedene Umstände – für jeden individuell – eine Rolle spielen. Stefan Rascher setzt auf der Grundlage seiner Erfahrung auf etwas, das er „das Raue“ nennt. Das kann eine riskante, herausfordernde Situation sein, in der ich schnell, „aus dem Bauch heraus“ handeln oder irgendwie anders als gewohnt, reagieren muss. Dabei kommen die wahren Stärken zum Vorschein. Stefan ging einige Tage ohne Gepäck in die Wildnis, schlug sich nachts bei Regen und mit knurrendem Magen durch und machte schließlich eine höchst überraschende Erkenntnis. Welche, das sollten Sie selber in seinem Buch lesen oder in seinem Online-Seminar erfahren.
Doch was würde Ihnen als geeignet erscheinen, um unbekannte Seiten an sich selbst zu entdecken? Eine mehrtägige Kanutour? Einmal an der Straße stehen und trampen? Eine Tanzstunde mit dem Partner buchen? Einen Tag still sein? Oder fasten? Machen Sie eine Liste mit Eigenschaften, von denen Sie glauben: Das stimmt für mich, das könnte eine Stärke sein. Und dann skizzieren Sie ein bis drei Situationen, in denen Sie testen können, ob und wie sich diese oder auch ganz unerwartete Eigenschaften zeigen und zum Einsatz kommen.
Vermeiden Sie, sich selbst dauernd mit anderen zu vergleichen. So finden Sie nicht Ihre wahren Stärken und Qualitäten, weil Sie von Äußerem und von allen möglichen Gedanken und Emotionen abgelenkt sind. Ziehen Sie sich für eine gewisse Zeit zurück, sitzen einfach still und aufrecht, achten auf den Atem. Meditation verbindet Sie mit einer Kraft, die überpersönlich ist.
So wie diese Kraft gibt es Qualitäten, die niemandem gehören und die jeder anzapfen kann. Geduld zum Beispiel ist eine allgemeine Tugend, die nötig sein kann, um Ihre ganz eigene Stärke zu finden. Und eine zuversichtliche Einstellung hilft, die guten Qualitäten an sich selbst wahrzunehmen und anzuerkennen. Das wiederum stärkt das Selbstwertgefühl. Eine positive Schleife ist in Gang gesetzt, die sich nachweislich auch im Gehirn über bestimmte neuronale Schaltkreise etabliert. Indem wir unsere Denkmuster beobachten und lernen, unser Gehirn mit neuen Mustern zu programmieren, können wir die Zyklen durchbrechen, die uns gefangen hielten, und uns für neue Wachstumsmöglichkeiten, Glück und emotionale Zufriedenheit öffnen. (Quelle: Dr. Joseph Dispenza: Schöpfer der Wirklichkeit - Der Mensch und sein Gehirn – Wunderwerk der Evolution. Koha)

Innere Stärke und Verletzlichkeit
Die Schwächen in Stärken verwandeln und dadurch erfolgreich im Beruf sein, das ist sicher ein wichtiger Aspekt. Doch das Leben ist sehr viel umfassender. Stefan Rascher gewann auf seiner Heldenreise mit ihrem bewegenden Auf und Ab immer wieder neue Einsichten. Ein starkes Selbstvertrauen hilft in allen Lebensbereichen. Und es ist letztlich nicht von der Meinung und Anerkennung von anderen abhängig. Ja, nicht einmal von der eigenen.

Christian Salvesen, (1951) Magister der Philosophie, Literatur- und Musikwissenschaften, arbeitet als freier Journalist, Redakteur und Ghostwriter. Er ist Autor etlicher Bücher und Rundfunksendungen, ist Künstler und Komponist. Homepage: www.Christian-Salvesen.de



 

Auch Du hast ein Handicap! Mach was draus! Wie wir Schwächen in Stärken verwandeln ... von Christian Salvesen


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Ich stehe da in meiner ausgeleierten Unterhose und merke, wie mir heiß wird. Horst ist einen Kopf größer als ich und schaut jetzt provozierend langsam an mir herunter. Sein Blick bleibt an meinem Bein hängen. Er grinst, als würde er sich freuen, den wundesten Punkt seines Gegners gefunden zu haben. Dann sagt er laut und verächtlich: „Du mit deinem Elefantenfuß hast hier überhaupt nichts zu melden.“
Seine Worte treffen mich wie die Kugeln einer Hinrichtung. Ich krümme mich, meine Hand sucht Halt an dem Metallgestell. Er hat ausgesprochen, was ich schon lange ahne: „Du mit deinem Bein bist anders, du bist nicht normal und du gehörst nicht dazu.“
So beschreibt Stefan Rascher in seinem Buch „Du bist eine Naturgewalt. Wie ich erkannte, was ich besser kann als alle“, wie er als Junge wegen seiner Behinderung, medizinischer Fachausdruck ist das Klippel-Trénaunay-Syndrom (KTS) in der Schule aufgezogen wird. Die angeborene Venenerkrankung ist sein Handicap. Er ist deutlich langsamer als seine Mitschüler, muss einen Stützstumpf tragen, wird ärztlich betreut und von der Mutter überbehütet. Wie geht man/frau mit einer solchen „Schwäche“ um? Bleibe ich zeitlebens ein Opfer, bemitleidenswert, schutzbedürftig? Oder kann ich daraus eine Stärke machen? Und wie soll das gehen?
Wir kennen alle Geschichten von Menschen, die trotz – oder sogar wegen – einer Behinderung Herausragendes geleistet haben. Ein Held muss eine schwierige Situation meistern, das macht eine gute Story aus. Der junge David ist dem erfahrenen Kämpfer Goliath körperlich und waffentechnisch hoffnungslos unterlegen. Doch er besiegt den übermächtigen Gegner mit seiner simplen Steinschleuder, die er mit Mut und Geschick einzusetzen weiß.
Wie Menschen trotz einer lebensverändernden Krankheit erfüllt und selbstbestimmt ihren Alltag gestalten können, ist stets berührend und inspirierend. Prominentes Beispiel: Im Alter von 21 Jahren wird bei dem später weltbekannten Physiker Stephen Hawking Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) diagnostiziert – eine degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems – welche ihn zunehmend lähmt. Er konzentriert seine geistigen Kräfte ganz auf die Forschung und wird zum bedeutendsten Astrophysiker unserer Zeit. Die Ärzte gaben ihm nach der verheerenden Diagnose nur noch wenige Jahre zu leben. Er verstarb am 14. März 2018 im Alter von 76 Jahren.

Was lerne ich aus so einer Geschichte?
Eine solche Geschichte kann durchaus dazu inspirieren, in einer schwierigen Ausgangslage nicht den Kopf hängen zu lassen. Dies gilt ebenso für die Geschichte von Stefan Rascher, der sein Handicap als Herausforderung nahm, etliche Marathonläufe absolvierte und zum erfolgreichen Unternehmer und Trainer geworden ist.
Stefan litt unter einer Krankheit, die zwar nicht geheilt wurde, mit der er aber zu leben gelernt hat. Laut der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke ist mehr als ein Drittel der deutschen Bevölkerung chronisch krank (www.dsck.de). Jeder achte Mensch hat hierzulande laut Statistischem Bundesamt eine Behinderung. Für sehr viele könnte also die Frage dringlich sein: Wie mache ich das Beste aus dieser Situation?
Doch auch ohne eine Krankheit – sei sie angeboren oder erst kürzlich aufgetreten – ist es sehr wahrscheinlich, dass Ihnen bereits eine Eigenschaft an sich aufgefallen ist, die Sie empfindlich stört. Reagieren Sie besonders verletzt auf Kritik? Brausen Sie leicht auf und bereuen Ihr Verhalten schon bald wieder? Wollen Sie alles derart kontrollieren und perfekt machen, dass Sie im Dauerstress sind? Empfinden Sie sich in zu vielen Situationen nicht kompetent genug? Sind Sie unzufrieden mit Ihrem Aussehen, Körpergewicht, Alter? Wünschen Sie sich mehr Lebensfreude und Tatendrang?
Das alles sind Beispiele für mögliche Schwächen, die in eine Stärke verwandelt werden könnten. Vor allem im Zusammenhang mit dem Beruf, der Jobsuche und einer Bewerbung werden in diesem Bereich viele praktische Tipps gegeben.
Die Diplom-Psychologin und Unternehmensberaterin Ute Zander empfiehlt, Eigenschaften wie nicht Nein sagen können, Perfektionismus oder Bescheidenheit so einzusetzen, dass sie sich positiv am Arbeitsplatz auswirken: „Wer die eigene Bescheidenheit als Stärke einsetzt, lässt anderen zwar den Vortritt, rückt anschließend aber nach.“ (Ute Zander: Das David-Geheimnis. Schwierige Situationen meistern, Orell Füssli Verlag)
Bewerbungshelfer Gerhard Winkler weiß, worauf es bei der Frage nach der Selbsteinschätzung in einem Fragebogen oder Gespräch ankommt. Weder übertrieben positiv und einschmeichelnd noch zu selbstkritisch sollte die Auskunft sein. Ein oder zwei Eigenschaften dürfen wie ein Manko erscheinen, das sich aber bei näherer Betrachtung als Impuls für Lernbereitschaft oder noch nicht voll ausgeschöpfte Kompetenz erweist. „Sie sollten zu beidem in der Lage sein: eigene Schwächen im Bewerbungsgespräch operational einzusetzen und an ihnen zu arbeiten.“ (Gerhard Winkler, www.jova-nova.com/bewerbung/interview-test/machen-sie-ihre-schwaechen-zu-staerken/)

Gesundheit, Partnerschaft und Meditation
Das Thema Schwächen und Stärken ist schier unerschöpflich. Je nach Lebensbereich ergeben sich unterschiedliche Aspekte.
Im weiten Feld von Krankheit-Gesundheit ist darauf zu achten, dass jeder Mensch einzigartig ist – was in der üblichen medizinischen Behandlung selten berücksichtigt wird. Eine Therapie, die bei dem einen gut anschlägt, mag bei einem anderen kaum wirken oder unangenehme Nebenwirkungen haben. Die innere Stärke liegt hier in meinem ganz eigenen Gespür für meinen Körper. Was tut mir wirklich gut und was nicht? Hätte Stefan Rascher stets den Rat seiner Ärzte befolgt hätte er nie die außergewöhnlichen, sportlichen Höchstleistungen vollbracht, die seinem kranken Bein letztlich sogar – zur Überraschung der Ärzte – geholfen haben.
In einer Partnerschaft ist Stärke nicht unbedingt die Trumpfkarte, vor allem dann nicht, wenn darunter Recht haben und sich durchsetzen verstanden wird. „I’d rather be happy than right“, singt Songwriter Michael Franks. “Lieber glücklich sein als Recht haben” ist seine Devise für eine gelungene Partnerschaft. Was im Beruf von Vorteil ist, kann in einer Paarbeziehung genau das Falsche sein. Auch in diesem Punkt gibt Stefan Rascher Einblicke in seine Erfahrungen. Wer zu sehr auf Erfolg und Höchstleistung im Beruf und im Sport fixiert ist, vernachlässigt womöglich die eigene Familie. Hier – im Privaten – kann Schwäche zeigen eine Tugend sein. Im Beruf gilt es eher als Manko.
(((Und schließlich: Wie steht es mit dem Verhältnis von Stärken und Schwächen im religiösen, ethischen, spirituellen Bereich? Der Gott der Christen opfert seinen einzigen Sohn, der sich ans Kreuz schlagen lässt, um die Menschen zu erlösen. In der äußersten Demütigung und Erniedrigung erscheint Jesus als Triumphator. Dem schwachen Menschen gilt seine Nächstenliebe ganz besonders. Die christliche Ethik unterscheidet sich grundsätzlich von dem Prinzip, nach dem der Stärkste gewinnt. Dieses scheint in der Natur und in der Machtpolitik zu gelten. Und eben auch in der kapitalistischen Wirtschaft. Doch je mehr ich mich nach innen wende und in die Stille gehe, desto mehr scheinen sich die Vorzeichen zu verkehren. Das kommt auch in der taoistischen Weisheit zum Ausdruck, dass Wasser stärker ist als Fels. Stille hat eine enorme Kraft. Sie wird nur meist weniger beachtet als große Worte.)))

Wie gehe ich konkret vor?
Die eigenen Stärken entdecken ist ein Entwicklungsprozess, bei dem ganz verschiedene Umstände – für jeden individuell – eine Rolle spielen. Stefan Rascher setzt auf der Grundlage seiner Erfahrung auf etwas, das er „das Raue“ nennt. Das kann eine riskante, herausfordernde Situation sein, in der ich schnell, „aus dem Bauch heraus“ handeln oder irgendwie anders als gewohnt, reagieren muss. Dabei kommen die wahren Stärken zum Vorschein. Stefan ging einige Tage ohne Gepäck in die Wildnis, schlug sich nachts bei Regen und mit knurrendem Magen durch und machte schließlich eine höchst überraschende Erkenntnis. Welche, das sollten Sie selber in seinem Buch lesen oder in seinem Online-Seminar erfahren.
Doch was würde Ihnen als geeignet erscheinen, um unbekannte Seiten an sich selbst zu entdecken? Eine mehrtägige Kanutour? Einmal an der Straße stehen und trampen? Eine Tanzstunde mit dem Partner buchen? Einen Tag still sein? Oder fasten? Machen Sie eine Liste mit Eigenschaften, von denen Sie glauben: Das stimmt für mich, das könnte eine Stärke sein. Und dann skizzieren Sie ein bis drei Situationen, in denen Sie testen können, ob und wie sich diese oder auch ganz unerwartete Eigenschaften zeigen und zum Einsatz kommen.
Vermeiden Sie, sich selbst dauernd mit anderen zu vergleichen. So finden Sie nicht Ihre wahren Stärken und Qualitäten, weil Sie von Äußerem und von allen möglichen Gedanken und Emotionen abgelenkt sind. Ziehen Sie sich für eine gewisse Zeit zurück, sitzen einfach still und aufrecht, achten auf den Atem. Meditation verbindet Sie mit einer Kraft, die überpersönlich ist.
So wie diese Kraft gibt es Qualitäten, die niemandem gehören und die jeder anzapfen kann. Geduld zum Beispiel ist eine allgemeine Tugend, die nötig sein kann, um Ihre ganz eigene Stärke zu finden. Und eine zuversichtliche Einstellung hilft, die guten Qualitäten an sich selbst wahrzunehmen und anzuerkennen. Das wiederum stärkt das Selbstwertgefühl. Eine positive Schleife ist in Gang gesetzt, die sich nachweislich auch im Gehirn über bestimmte neuronale Schaltkreise etabliert. Indem wir unsere Denkmuster beobachten und lernen, unser Gehirn mit neuen Mustern zu programmieren, können wir die Zyklen durchbrechen, die uns gefangen hielten, und uns für neue Wachstumsmöglichkeiten, Glück und emotionale Zufriedenheit öffnen. (Quelle: Dr. Joseph Dispenza: Schöpfer der Wirklichkeit - Der Mensch und sein Gehirn – Wunderwerk der Evolution. Koha)

Innere Stärke und Verletzlichkeit
Die Schwächen in Stärken verwandeln und dadurch erfolgreich im Beruf sein, das ist sicher ein wichtiger Aspekt. Doch das Leben ist sehr viel umfassender. Stefan Rascher gewann auf seiner Heldenreise mit ihrem bewegenden Auf und Ab immer wieder neue Einsichten. Ein starkes Selbstvertrauen hilft in allen Lebensbereichen. Und es ist letztlich nicht von der Meinung und Anerkennung von anderen abhängig. Ja, nicht einmal von der eigenen.

Christian Salvesen, (1951) Magister der Philosophie, Literatur- und Musikwissenschaften, arbeitet als freier Journalist, Redakteur und Ghostwriter. Er ist Autor etlicher Bücher und Rundfunksendungen, ist Künstler und Komponist. Homepage: www.Christian-Salvesen.de



 

Auch Du hast ein Handicap! Mach was draus! Wie wir Schwächen in Stärken verwandeln ... von Christian Salvesen


art96139
© filistimlyanin1_AdobeStock

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Ich stehe da in meiner ausgeleierten Unterhose und merke, wie mir heiß wird. Horst ist einen Kopf größer als ich und schaut jetzt provozierend langsam an mir herunter. Sein Blick bleibt an meinem Bein hängen. Er grinst, als würde er sich freuen, den wundesten Punkt seines Gegners gefunden zu haben. Dann sagt er laut und verächtlich: „Du mit deinem Elefantenfuß hast hier überhaupt nichts zu melden.“
Seine Worte treffen mich wie die Kugeln einer Hinrichtung. Ich krümme mich, meine Hand sucht Halt an dem Metallgestell. Er hat ausgesprochen, was ich schon lange ahne: „Du mit deinem Bein bist anders, du bist nicht normal und du gehörst nicht dazu.“
So beschreibt Stefan Rascher in seinem Buch „Du bist eine Naturgewalt. Wie ich erkannte, was ich besser kann als alle“, wie er als Junge wegen seiner Behinderung, medizinischer Fachausdruck ist das Klippel-Trénaunay-Syndrom (KTS) in der Schule aufgezogen wird. Die angeborene Venenerkrankung ist sein Handicap. Er ist deutlich langsamer als seine Mitschüler, muss einen Stützstumpf tragen, wird ärztlich betreut und von der Mutter überbehütet. Wie geht man/frau mit einer solchen „Schwäche“ um? Bleibe ich zeitlebens ein Opfer, bemitleidenswert, schutzbedürftig? Oder kann ich daraus eine Stärke machen? Und wie soll das gehen?
Wir kennen alle Geschichten von Menschen, die trotz – oder sogar wegen – einer Behinderung Herausragendes geleistet haben. Ein Held muss eine schwierige Situation meistern, das macht eine gute Story aus. Der junge David ist dem erfahrenen Kämpfer Goliath körperlich und waffentechnisch hoffnungslos unterlegen. Doch er besiegt den übermächtigen Gegner mit seiner simplen Steinschleuder, die er mit Mut und Geschick einzusetzen weiß.
Wie Menschen trotz einer lebensverändernden Krankheit erfüllt und selbstbestimmt ihren Alltag gestalten können, ist stets berührend und inspirierend. Prominentes Beispiel: Im Alter von 21 Jahren wird bei dem später weltbekannten Physiker Stephen Hawking Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) diagnostiziert – eine degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems – welche ihn zunehmend lähmt. Er konzentriert seine geistigen Kräfte ganz auf die Forschung und wird zum bedeutendsten Astrophysiker unserer Zeit. Die Ärzte gaben ihm nach der verheerenden Diagnose nur noch wenige Jahre zu leben. Er verstarb am 14. März 2018 im Alter von 76 Jahren.

Was lerne ich aus so einer Geschichte?
Eine solche Geschichte kann durchaus dazu inspirieren, in einer schwierigen Ausgangslage nicht den Kopf hängen zu lassen. Dies gilt ebenso für die Geschichte von Stefan Rascher, der sein Handicap als Herausforderung nahm, etliche Marathonläufe absolvierte und zum erfolgreichen Unternehmer und Trainer geworden ist.
Stefan litt unter einer Krankheit, die zwar nicht geheilt wurde, mit der er aber zu leben gelernt hat. Laut der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke ist mehr als ein Drittel der deutschen Bevölkerung chronisch krank (www.dsck.de). Jeder achte Mensch hat hierzulande laut Statistischem Bundesamt eine Behinderung. Für sehr viele könnte also die Frage dringlich sein: Wie mache ich das Beste aus dieser Situation?
Doch auch ohne eine Krankheit – sei sie angeboren oder erst kürzlich aufgetreten – ist es sehr wahrscheinlich, dass Ihnen bereits eine Eigenschaft an sich aufgefallen ist, die Sie empfindlich stört. Reagieren Sie besonders verletzt auf Kritik? Brausen Sie leicht auf und bereuen Ihr Verhalten schon bald wieder? Wollen Sie alles derart kontrollieren und perfekt machen, dass Sie im Dauerstress sind? Empfinden Sie sich in zu vielen Situationen nicht kompetent genug? Sind Sie unzufrieden mit Ihrem Aussehen, Körpergewicht, Alter? Wünschen Sie sich mehr Lebensfreude und Tatendrang?
Das alles sind Beispiele für mögliche Schwächen, die in eine Stärke verwandelt werden könnten. Vor allem im Zusammenhang mit dem Beruf, der Jobsuche und einer Bewerbung werden in diesem Bereich viele praktische Tipps gegeben.
Die Diplom-Psychologin und Unternehmensberaterin Ute Zander empfiehlt, Eigenschaften wie nicht Nein sagen können, Perfektionismus oder Bescheidenheit so einzusetzen, dass sie sich positiv am Arbeitsplatz auswirken: „Wer die eigene Bescheidenheit als Stärke einsetzt, lässt anderen zwar den Vortritt, rückt anschließend aber nach.“ (Ute Zander: Das David-Geheimnis. Schwierige Situationen meistern, Orell Füssli Verlag)
Bewerbungshelfer Gerhard Winkler weiß, worauf es bei der Frage nach der Selbsteinschätzung in einem Fragebogen oder Gespräch ankommt. Weder übertrieben positiv und einschmeichelnd noch zu selbstkritisch sollte die Auskunft sein. Ein oder zwei Eigenschaften dürfen wie ein Manko erscheinen, das sich aber bei näherer Betrachtung als Impuls für Lernbereitschaft oder noch nicht voll ausgeschöpfte Kompetenz erweist. „Sie sollten zu beidem in der Lage sein: eigene Schwächen im Bewerbungsgespräch operational einzusetzen und an ihnen zu arbeiten.“ (Gerhard Winkler, www.jova-nova.com/bewerbung/interview-test/machen-sie-ihre-schwaechen-zu-staerken/)

Gesundheit, Partnerschaft und Meditation
Das Thema Schwächen und Stärken ist schier unerschöpflich. Je nach Lebensbereich ergeben sich unterschiedliche Aspekte.
Im weiten Feld von Krankheit-Gesundheit ist darauf zu achten, dass jeder Mensch einzigartig ist – was in der üblichen medizinischen Behandlung selten berücksichtigt wird. Eine Therapie, die bei dem einen gut anschlägt, mag bei einem anderen kaum wirken oder unangenehme Nebenwirkungen haben. Die innere Stärke liegt hier in meinem ganz eigenen Gespür für meinen Körper. Was tut mir wirklich gut und was nicht? Hätte Stefan Rascher stets den Rat seiner Ärzte befolgt hätte er nie die außergewöhnlichen, sportlichen Höchstleistungen vollbracht, die seinem kranken Bein letztlich sogar – zur Überraschung der Ärzte – geholfen haben.
In einer Partnerschaft ist Stärke nicht unbedingt die Trumpfkarte, vor allem dann nicht, wenn darunter Recht haben und sich durchsetzen verstanden wird. „I’d rather be happy than right“, singt Songwriter Michael Franks. “Lieber glücklich sein als Recht haben” ist seine Devise für eine gelungene Partnerschaft. Was im Beruf von Vorteil ist, kann in einer Paarbeziehung genau das Falsche sein. Auch in diesem Punkt gibt Stefan Rascher Einblicke in seine Erfahrungen. Wer zu sehr auf Erfolg und Höchstleistung im Beruf und im Sport fixiert ist, vernachlässigt womöglich die eigene Familie. Hier – im Privaten – kann Schwäche zeigen eine Tugend sein. Im Beruf gilt es eher als Manko.
(((Und schließlich: Wie steht es mit dem Verhältnis von Stärken und Schwächen im religiösen, ethischen, spirituellen Bereich? Der Gott der Christen opfert seinen einzigen Sohn, der sich ans Kreuz schlagen lässt, um die Menschen zu erlösen. In der äußersten Demütigung und Erniedrigung erscheint Jesus als Triumphator. Dem schwachen Menschen gilt seine Nächstenliebe ganz besonders. Die christliche Ethik unterscheidet sich grundsätzlich von dem Prinzip, nach dem der Stärkste gewinnt. Dieses scheint in der Natur und in der Machtpolitik zu gelten. Und eben auch in der kapitalistischen Wirtschaft. Doch je mehr ich mich nach innen wende und in die Stille gehe, desto mehr scheinen sich die Vorzeichen zu verkehren. Das kommt auch in der taoistischen Weisheit zum Ausdruck, dass Wasser stärker ist als Fels. Stille hat eine enorme Kraft. Sie wird nur meist weniger beachtet als große Worte.)))

Wie gehe ich konkret vor?
Die eigenen Stärken entdecken ist ein Entwicklungsprozess, bei dem ganz verschiedene Umstände – für jeden individuell – eine Rolle spielen. Stefan Rascher setzt auf der Grundlage seiner Erfahrung auf etwas, das er „das Raue“ nennt. Das kann eine riskante, herausfordernde Situation sein, in der ich schnell, „aus dem Bauch heraus“ handeln oder irgendwie anders als gewohnt, reagieren muss. Dabei kommen die wahren Stärken zum Vorschein. Stefan ging einige Tage ohne Gepäck in die Wildnis, schlug sich nachts bei Regen und mit knurrendem Magen durch und machte schließlich eine höchst überraschende Erkenntnis. Welche, das sollten Sie selber in seinem Buch lesen oder in seinem Online-Seminar erfahren.
Doch was würde Ihnen als geeignet erscheinen, um unbekannte Seiten an sich selbst zu entdecken? Eine mehrtägige Kanutour? Einmal an der Straße stehen und trampen? Eine Tanzstunde mit dem Partner buchen? Einen Tag still sein? Oder fasten? Machen Sie eine Liste mit Eigenschaften, von denen Sie glauben: Das stimmt für mich, das könnte eine Stärke sein. Und dann skizzieren Sie ein bis drei Situationen, in denen Sie testen können, ob und wie sich diese oder auch ganz unerwartete Eigenschaften zeigen und zum Einsatz kommen.
Vermeiden Sie, sich selbst dauernd mit anderen zu vergleichen. So finden Sie nicht Ihre wahren Stärken und Qualitäten, weil Sie von Äußerem und von allen möglichen Gedanken und Emotionen abgelenkt sind. Ziehen Sie sich für eine gewisse Zeit zurück, sitzen einfach still und aufrecht, achten auf den Atem. Meditation verbindet Sie mit einer Kraft, die überpersönlich ist.
So wie diese Kraft gibt es Qualitäten, die niemandem gehören und die jeder anzapfen kann. Geduld zum Beispiel ist eine allgemeine Tugend, die nötig sein kann, um Ihre ganz eigene Stärke zu finden. Und eine zuversichtliche Einstellung hilft, die guten Qualitäten an sich selbst wahrzunehmen und anzuerkennen. Das wiederum stärkt das Selbstwertgefühl. Eine positive Schleife ist in Gang gesetzt, die sich nachweislich auch im Gehirn über bestimmte neuronale Schaltkreise etabliert. Indem wir unsere Denkmuster beobachten und lernen, unser Gehirn mit neuen Mustern zu programmieren, können wir die Zyklen durchbrechen, die uns gefangen hielten, und uns für neue Wachstumsmöglichkeiten, Glück und emotionale Zufriedenheit öffnen. (Quelle: Dr. Joseph Dispenza: Schöpfer der Wirklichkeit - Der Mensch und sein Gehirn – Wunderwerk der Evolution. Koha)

Innere Stärke und Verletzlichkeit
Die Schwächen in Stärken verwandeln und dadurch erfolgreich im Beruf sein, das ist sicher ein wichtiger Aspekt. Doch das Leben ist sehr viel umfassender. Stefan Rascher gewann auf seiner Heldenreise mit ihrem bewegenden Auf und Ab immer wieder neue Einsichten. Ein starkes Selbstvertrauen hilft in allen Lebensbereichen. Und es ist letztlich nicht von der Meinung und Anerkennung von anderen abhängig. Ja, nicht einmal von der eigenen.

Christian Salvesen, (1951) Magister der Philosophie, Literatur- und Musikwissenschaften, arbeitet als freier Journalist, Redakteur und Ghostwriter. Er ist Autor etlicher Bücher und Rundfunksendungen, ist Künstler und Komponist. Homepage: www.Christian-Salvesen.de