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Ausgabe Juli 2019
Der Tod als Spiegel des Bewusstseins ... von Karin Gerlach


art95778
© Miramiska_AdobeStock

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Der Schmerzkörper
Der Mensch, der glaubt, dass er ein Körper ist, leidet an dem Schmerz des Glaubens von anderen und der Welt getrennt zu sein. Die Trennung ist nicht als Illusion erkannt. Obwohl das Bewusstsein des Einsseins und damit die Vollkommenheit allgegenwärtig existiert, wird es durch die Körperidentität nicht wahrgenommen. Durch den Grundglaubenssatz „Ich“ (Trennungsgedanke), der hier und jetzt die körperliche Erscheinung erzeugt, ist es im selben Moment abgespalten/ignoriert. Die verheerende Folge der unbewussten schmerzlichen Trennung ist die an der Wurzel des Menschseins sitzende Todesangst, denn Körper müssen sterben. In diesem unbewussten Moment der Ewigkeit des existierenden Schmerzkörpers beginnt der Kampf um das Überleben einer falschen Identität. Durch das Erwachen im Bewusstsein wird klar: Die einzige Ursache für Schmerz ist der Kampf gegen den Tod. Es ist die unbewusste Ignoranz des wunderbaren Todes, die das menschliche Verhaltensmuster prägt. Wir nennen es die Ego-Struktur. Sie besteht aus der Sucht nach Heilung, Liebe, Anerkennung, Sicherheit, aus der Suche nach einem besseren Leben. Doch während der äußeren Suche bleibt die schmerzliche Ich-Identität erhalten.

Die fälschlicherweise angenommene Körperidentität – Schuld und Scham
Ist der fälschlicherweise angenommene Trennungsgedanke „Ich“ nicht als der menschliche Grundglaubenssatz und damit nicht als Lüge erkannt, sind an das daran gekoppelte Körper-Sein spontan Schuld und Scham gekoppelt. Der Mensch ist aus der Einheit gefallen und erkennt dies nicht als die Ursache seiner spontanen Selbstverletzung (Schmerz). In der unbewussten Trennung vom immer vollkommenen (göttlichen) Bewusstsein ist er in einer chronischen Schuldweisung auf sich selbst und auf andere involviert. Die fälschlicherweise angenommene Ich-Identität spiegelt sich im angstbesetzten Glaubenssatz: „Ich bin falsch“ oder „Mit mir stimmt etwas nicht“ und in der Projektion nach außen trennen wir spontan zwischen richtig und falsch, gut und böse ... Und hier glauben wir, dass mit den anderen und/oder der Welt etwas nicht stimmt. Doch dem ist nicht so. Das wird durch die Anerkennung der Spiegelung (Einssein) klar.

Selbstmord – Die falsche Tötung
Der ewige Gedanke falsch zu sein, etwas falsch zu machen, zu versagen und in der Projektion, dass andere falsch sind, setzt hier und jetzt eine Bewegung in Gang, die darauf ausgerichtet ist, die Schuld abzutragen, um das angenommene Falsche wieder gutzumachen. Hierher gehört die Therapie, die eine Versöhnung mit dem vermeintlichen Täter herstellen soll. Innerhalb der Suche nach Heilung, Liebe, Anerkennung und Sicherheit ist die Bemühung z. B. selbst gut, nett, freundlich, höflich, intelligent, erfolgreich, hilfreich usw. zu sein darauf ausgerichtet, den falschen Schmerz nicht zu fühlen. Zeigt diese Suche keine Wirkung, kann schon mal eine unkontrollierbare Zerstörungswut die Oberhand bekommen, was zu einem äußeren Tötungsdelikt führen kann. Die Schuldzuweisung auf sich selbst kann zu tiefster Depression und zum spontanen oder geplanten Selbstmord führen. Doch der Selbstmord passiert bereits in jedem Menschen hier und jetzt durch die unbewusste Haft an der Lüge „Ich“, dem Schmerzkörper. Zeichen für diesen unaufhaltsamen Selbstzerstörungsprozess sind zum einen wechselnde physische und psychische Angststörungen. Wir nennen es Krankheit und suchen die Ursache im Gehirn, im Körper, bei anderen Menschen und/oder in der Umwelt. Zum anderen zeigt sich die unbewusste Selbstzerstörung innerhalb der zwischenmenschlichen Kriege, die auch die wunderbare Erde zu zerstören drohen. Ohne die Versöhnung mit dem als bedrohlich eingestuften Tod gibt es keinen Frieden, keine wahre Heilung des Menschen und der Erde.

Was Schuld wirklich ist
Vom unbewussten Menschen ist die enorme schmerzliche Schuld-(Zuweisung), die an die Lüge „Ich“ gekoppelt ist, normalerweise nicht als die Schuld in Bezug auf die Wahr-heit des Seins erkannt. Schmerz ist nicht als einen Weckruf des Bewusstseins selbst erkannt. Die Überprüfung des Grundglaubenssatzes „Ich“, dann, wenn eine schmerzliche Verletzung auftritt, führt in die Offenbarung des Wahrheits-Bewusstsein. Ohne diesen heilsamen Weg nach innen, bleibt der an den Ich-Gedanken gekoppelte Schmerzkörper und somit der unbewusste Selbstzerstörungsmechanismus erhalten. Die darin erscheinende Todesangst spiegelt sich in Gedanken wie: „Wenn der Körper stirbt, bin ich nicht mehr hier. Ich falle in die Schwärze, wo nichts ist.“ Was ich nicht kenne, will ich nicht. Es könnte bedrohlich sein. Hier ist der Tod als der omnipräsente, allgegenwärtig existierende, uneingeschränkte Herrscher, der stets hier und jetzt neues Leben hervorbringt, ignoriert und das tut weh. Schauen wir uns mal die Umkehrung dieser, den Tod abwertenden, Gedanken an: „Wenn der Körper stirbt, ist Bewusstsein noch hier“. Wenn ich bemerke, dass dies auch wahr und vielleicht sogar wahrer sein könnte, falle ich in das Licht, das Bewusstsein ist. In der bereitwilligen Offenheit für das, was dem Ich-Verstand nicht zugänglich ist, falle ich in das Unbekannte. Die hingebungsvolle Haltung an den uneingeschränkten Herrscher ist wie eine Umarmung des Todes. Hier sehe ich, was nicht stirbt. Die Schuld in Bezug auf die Wahrheit ist getilgt. Weil ich nicht mehr von dieser zerstörerischen Denkwelt bin, bin ich in die Ewigkeit bewusst eingegangen. Hier und jetzt, wo ich eins mit dem Tod bin, ist Liebe in mir wach. Durch die Hingabe an den Tod bin ich, bevor der Körper wirklich stirbt, die Verkörperung der Liebe. Im heilsamen Willen, den Tod zu umarmen, ihn nicht abzuwehren, nicht gegen ihn zu kämpfen, stirbt also die Liebe nicht. Im Gegenteil, sie erwacht im Bewusstsein. In diesem Zustand der Klarheit erfahre ich selbst die heilsame Kraft der inneren Liebe. Der Schmerzkörper ist verschwunden.

Die menschliche Unwissenheit
An die Inkarnation im bzw. als ein Körper ist spontan das Unwissen gekoppelt, dass die schmerzliche Todesangst nichts anderes ist als ein Wecksignal, sich dem, was ist, hinzugeben. Die Anerkennung der Spiegelung (außen ist dasselbe wie innen, Projektion und Umkehr), ist eine heilsame Verfahrensweise, die zur Offenbarung des Ich-Todes führt. Durch Selbst-Bewusstsein kann ich selbst sagen: Der Tod ist der Spiegel des Bewusstseins und damit der Spiegel der Liebe. Die bewusste Hingabe an den Tod bringt die Befreiung vom Leiden mit sich. Der Trennungsgedanke „Ich“ ist als Illusion durchschaut und die Illusion ist besetzt von der freudigen Offenbarung der Unsterblichkeit des Seins.

Die Hochzeit mit dem Tod
Überraschenderweise hat sich durch die Hingabe an den Tod mein Körper neu strukturiert. Er ist licht und leicht, erfüllt von Liebe. In diesem Gewahrsein ist da kein Körper mehr, obwohl dies, von außen betrachtet, so aussieht. Die spontane körperliche Heilung von schmerzlichen Blockaden ist ein willkommenes Begleitgeschenk des Willens zur inneren Wahrheit, die Einssein oder vollkommenes Bewusstsein ist. Es ist die ultimative Umkehr sowohl vom Haben-wollen zum Sein und/oder die ultimative Umkehr vom Glauben was es ist, zu dem, was es wirklich in Wahrheit ist. Liebe. Sie existiert hier und jetzt in jedem Menschen und sie ist die Kraft, die die heilsame Wirkung in sich trägt. Es ist also der Wille zur Hingabe an den Tod, durch den das Wunder der Heilung geschieht.

Der Tod als der uneingeschränkte Herrscher – Plötzlich und unerwartet. Ist das wahr?
Die Angst vor dem Verlust des Körpers drückt sich auch durch Gedanken aus wie „Tod oder Sterben kann schrecklich, erschreckend, grausam sein“, „Ich will nicht, dass er plötzlich und unerwartet kommt“, „Ich brauche die Kontrolle“, „Ich will sterben, wenn ich es will“. Doch mal ehrlich: Kommt der Tod wirklich unerwartet? Oder ist er allgegenwärtig und wir ignorieren das nur? Die tiefe Einsicht und damit die Anerkennung, dass ich dem Tod nicht wirklich entgehen kann, dass er nicht kontrollierbar ist, dass ich keine Macht über ihn habe, weil er der unnachgiebige Herrscher ist, dem Nichts und niemand entgehen kann, kommt der Umarmung des Todes gleich. Durch die tiefe Hingabe an das Unvermeidliche, das Unbekannte, erscheint plötzlich und unerwartet Liebe in mir. In diesem heiligen/heilsamen Moment ist klar, Liebe und Tod sind eins. Das Schreckgespenst des Todes ist eine Illusion und die Illusion, die bislang das dunkle, bedrohliche Nichts ist, ist vom Bewusstsein der Liebe erfüllt. Geistige Helligkeit ist erwacht.

Die Umkehr – Den Tod durchschauen
Die Umkehrung von schmerzhaften Ich-Gedanken in Verbindung mit der Frage: „Könnte das auch wahr oder vielleicht sogar wahrer sein?“ begradigt den an eine Gefahr und damit an den Tod glaubenden, verwirrten Verstand. Das bewirkt im Endeffekt den Ich-Tod und damit die Auflösung der fälschlicherweise angenommen Körperidentität. Hier und jetzt ist das die Offenbarung des Todes. Er ist als Illusion durchschaut.

Karin Karina Gerlach, Diplomphysikerin, spirituelle Lehrerin, Autorin, Zertifikat in The Work durch Byron Katie.

Bücher von Karin Karina Gerlach:
„Mensch und Bewusstsein“, ISBN 9783746029658,
„Das Mysterium der Schöpfung oder die Architektur des Geistes“, ISBN 9783746018645,
„Geheimnisvolle Spiegelung-Selbstoffenbarung“, ISBN 9783746014623


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Ausgabe Juli 2019
Der Tod als Spiegel des Bewusstseins ... von Karin Gerlach


art95778
© Miramiska_AdobeStock

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Der Schmerzkörper
Der Mensch, der glaubt, dass er ein Körper ist, leidet an dem Schmerz des Glaubens von anderen und der Welt getrennt zu sein. Die Trennung ist nicht als Illusion erkannt. Obwohl das Bewusstsein des Einsseins und damit die Vollkommenheit allgegenwärtig existiert, wird es durch die Körperidentität nicht wahrgenommen. Durch den Grundglaubenssatz „Ich“ (Trennungsgedanke), der hier und jetzt die körperliche Erscheinung erzeugt, ist es im selben Moment abgespalten/ignoriert. Die verheerende Folge der unbewussten schmerzlichen Trennung ist die an der Wurzel des Menschseins sitzende Todesangst, denn Körper müssen sterben. In diesem unbewussten Moment der Ewigkeit des existierenden Schmerzkörpers beginnt der Kampf um das Überleben einer falschen Identität. Durch das Erwachen im Bewusstsein wird klar: Die einzige Ursache für Schmerz ist der Kampf gegen den Tod. Es ist die unbewusste Ignoranz des wunderbaren Todes, die das menschliche Verhaltensmuster prägt. Wir nennen es die Ego-Struktur. Sie besteht aus der Sucht nach Heilung, Liebe, Anerkennung, Sicherheit, aus der Suche nach einem besseren Leben. Doch während der äußeren Suche bleibt die schmerzliche Ich-Identität erhalten.

Die fälschlicherweise angenommene Körperidentität – Schuld und Scham
Ist der fälschlicherweise angenommene Trennungsgedanke „Ich“ nicht als der menschliche Grundglaubenssatz und damit nicht als Lüge erkannt, sind an das daran gekoppelte Körper-Sein spontan Schuld und Scham gekoppelt. Der Mensch ist aus der Einheit gefallen und erkennt dies nicht als die Ursache seiner spontanen Selbstverletzung (Schmerz). In der unbewussten Trennung vom immer vollkommenen (göttlichen) Bewusstsein ist er in einer chronischen Schuldweisung auf sich selbst und auf andere involviert. Die fälschlicherweise angenommene Ich-Identität spiegelt sich im angstbesetzten Glaubenssatz: „Ich bin falsch“ oder „Mit mir stimmt etwas nicht“ und in der Projektion nach außen trennen wir spontan zwischen richtig und falsch, gut und böse ... Und hier glauben wir, dass mit den anderen und/oder der Welt etwas nicht stimmt. Doch dem ist nicht so. Das wird durch die Anerkennung der Spiegelung (Einssein) klar.

Selbstmord – Die falsche Tötung
Der ewige Gedanke falsch zu sein, etwas falsch zu machen, zu versagen und in der Projektion, dass andere falsch sind, setzt hier und jetzt eine Bewegung in Gang, die darauf ausgerichtet ist, die Schuld abzutragen, um das angenommene Falsche wieder gutzumachen. Hierher gehört die Therapie, die eine Versöhnung mit dem vermeintlichen Täter herstellen soll. Innerhalb der Suche nach Heilung, Liebe, Anerkennung und Sicherheit ist die Bemühung z. B. selbst gut, nett, freundlich, höflich, intelligent, erfolgreich, hilfreich usw. zu sein darauf ausgerichtet, den falschen Schmerz nicht zu fühlen. Zeigt diese Suche keine Wirkung, kann schon mal eine unkontrollierbare Zerstörungswut die Oberhand bekommen, was zu einem äußeren Tötungsdelikt führen kann. Die Schuldzuweisung auf sich selbst kann zu tiefster Depression und zum spontanen oder geplanten Selbstmord führen. Doch der Selbstmord passiert bereits in jedem Menschen hier und jetzt durch die unbewusste Haft an der Lüge „Ich“, dem Schmerzkörper. Zeichen für diesen unaufhaltsamen Selbstzerstörungsprozess sind zum einen wechselnde physische und psychische Angststörungen. Wir nennen es Krankheit und suchen die Ursache im Gehirn, im Körper, bei anderen Menschen und/oder in der Umwelt. Zum anderen zeigt sich die unbewusste Selbstzerstörung innerhalb der zwischenmenschlichen Kriege, die auch die wunderbare Erde zu zerstören drohen. Ohne die Versöhnung mit dem als bedrohlich eingestuften Tod gibt es keinen Frieden, keine wahre Heilung des Menschen und der Erde.

Was Schuld wirklich ist
Vom unbewussten Menschen ist die enorme schmerzliche Schuld-(Zuweisung), die an die Lüge „Ich“ gekoppelt ist, normalerweise nicht als die Schuld in Bezug auf die Wahr-heit des Seins erkannt. Schmerz ist nicht als einen Weckruf des Bewusstseins selbst erkannt. Die Überprüfung des Grundglaubenssatzes „Ich“, dann, wenn eine schmerzliche Verletzung auftritt, führt in die Offenbarung des Wahrheits-Bewusstsein. Ohne diesen heilsamen Weg nach innen, bleibt der an den Ich-Gedanken gekoppelte Schmerzkörper und somit der unbewusste Selbstzerstörungsmechanismus erhalten. Die darin erscheinende Todesangst spiegelt sich in Gedanken wie: „Wenn der Körper stirbt, bin ich nicht mehr hier. Ich falle in die Schwärze, wo nichts ist.“ Was ich nicht kenne, will ich nicht. Es könnte bedrohlich sein. Hier ist der Tod als der omnipräsente, allgegenwärtig existierende, uneingeschränkte Herrscher, der stets hier und jetzt neues Leben hervorbringt, ignoriert und das tut weh. Schauen wir uns mal die Umkehrung dieser, den Tod abwertenden, Gedanken an: „Wenn der Körper stirbt, ist Bewusstsein noch hier“. Wenn ich bemerke, dass dies auch wahr und vielleicht sogar wahrer sein könnte, falle ich in das Licht, das Bewusstsein ist. In der bereitwilligen Offenheit für das, was dem Ich-Verstand nicht zugänglich ist, falle ich in das Unbekannte. Die hingebungsvolle Haltung an den uneingeschränkten Herrscher ist wie eine Umarmung des Todes. Hier sehe ich, was nicht stirbt. Die Schuld in Bezug auf die Wahrheit ist getilgt. Weil ich nicht mehr von dieser zerstörerischen Denkwelt bin, bin ich in die Ewigkeit bewusst eingegangen. Hier und jetzt, wo ich eins mit dem Tod bin, ist Liebe in mir wach. Durch die Hingabe an den Tod bin ich, bevor der Körper wirklich stirbt, die Verkörperung der Liebe. Im heilsamen Willen, den Tod zu umarmen, ihn nicht abzuwehren, nicht gegen ihn zu kämpfen, stirbt also die Liebe nicht. Im Gegenteil, sie erwacht im Bewusstsein. In diesem Zustand der Klarheit erfahre ich selbst die heilsame Kraft der inneren Liebe. Der Schmerzkörper ist verschwunden.

Die menschliche Unwissenheit
An die Inkarnation im bzw. als ein Körper ist spontan das Unwissen gekoppelt, dass die schmerzliche Todesangst nichts anderes ist als ein Wecksignal, sich dem, was ist, hinzugeben. Die Anerkennung der Spiegelung (außen ist dasselbe wie innen, Projektion und Umkehr), ist eine heilsame Verfahrensweise, die zur Offenbarung des Ich-Todes führt. Durch Selbst-Bewusstsein kann ich selbst sagen: Der Tod ist der Spiegel des Bewusstseins und damit der Spiegel der Liebe. Die bewusste Hingabe an den Tod bringt die Befreiung vom Leiden mit sich. Der Trennungsgedanke „Ich“ ist als Illusion durchschaut und die Illusion ist besetzt von der freudigen Offenbarung der Unsterblichkeit des Seins.

Die Hochzeit mit dem Tod
Überraschenderweise hat sich durch die Hingabe an den Tod mein Körper neu strukturiert. Er ist licht und leicht, erfüllt von Liebe. In diesem Gewahrsein ist da kein Körper mehr, obwohl dies, von außen betrachtet, so aussieht. Die spontane körperliche Heilung von schmerzlichen Blockaden ist ein willkommenes Begleitgeschenk des Willens zur inneren Wahrheit, die Einssein oder vollkommenes Bewusstsein ist. Es ist die ultimative Umkehr sowohl vom Haben-wollen zum Sein und/oder die ultimative Umkehr vom Glauben was es ist, zu dem, was es wirklich in Wahrheit ist. Liebe. Sie existiert hier und jetzt in jedem Menschen und sie ist die Kraft, die die heilsame Wirkung in sich trägt. Es ist also der Wille zur Hingabe an den Tod, durch den das Wunder der Heilung geschieht.

Der Tod als der uneingeschränkte Herrscher – Plötzlich und unerwartet. Ist das wahr?
Die Angst vor dem Verlust des Körpers drückt sich auch durch Gedanken aus wie „Tod oder Sterben kann schrecklich, erschreckend, grausam sein“, „Ich will nicht, dass er plötzlich und unerwartet kommt“, „Ich brauche die Kontrolle“, „Ich will sterben, wenn ich es will“. Doch mal ehrlich: Kommt der Tod wirklich unerwartet? Oder ist er allgegenwärtig und wir ignorieren das nur? Die tiefe Einsicht und damit die Anerkennung, dass ich dem Tod nicht wirklich entgehen kann, dass er nicht kontrollierbar ist, dass ich keine Macht über ihn habe, weil er der unnachgiebige Herrscher ist, dem Nichts und niemand entgehen kann, kommt der Umarmung des Todes gleich. Durch die tiefe Hingabe an das Unvermeidliche, das Unbekannte, erscheint plötzlich und unerwartet Liebe in mir. In diesem heiligen/heilsamen Moment ist klar, Liebe und Tod sind eins. Das Schreckgespenst des Todes ist eine Illusion und die Illusion, die bislang das dunkle, bedrohliche Nichts ist, ist vom Bewusstsein der Liebe erfüllt. Geistige Helligkeit ist erwacht.

Die Umkehr – Den Tod durchschauen
Die Umkehrung von schmerzhaften Ich-Gedanken in Verbindung mit der Frage: „Könnte das auch wahr oder vielleicht sogar wahrer sein?“ begradigt den an eine Gefahr und damit an den Tod glaubenden, verwirrten Verstand. Das bewirkt im Endeffekt den Ich-Tod und damit die Auflösung der fälschlicherweise angenommen Körperidentität. Hier und jetzt ist das die Offenbarung des Todes. Er ist als Illusion durchschaut.

Karin Karina Gerlach, Diplomphysikerin, spirituelle Lehrerin, Autorin, Zertifikat in The Work durch Byron Katie.

Bücher von Karin Karina Gerlach:
„Mensch und Bewusstsein“, ISBN 9783746029658,
„Das Mysterium der Schöpfung oder die Architektur des Geistes“, ISBN 9783746018645,
„Geheimnisvolle Spiegelung-Selbstoffenbarung“, ISBN 9783746014623


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Der Tod als Spiegel des Bewusstseins ... von Karin Gerlach


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Der Mensch, der glaubt, dass er ein Körper ist, leidet an dem Schmerz des Glaubens von anderen und der Welt getrennt zu sein. Die Trennung ist nicht als Illusion erkannt. Obwohl das Bewusstsein des Einsseins und damit die Vollkommenheit allgegenwärtig existiert, wird es durch die Körperidentität nicht wahrgenommen. Durch den Grundglaubenssatz „Ich“ (Trennungsgedanke), der hier und jetzt die körperliche Erscheinung erzeugt, ist es im selben Moment abgespalten/ignoriert. Die verheerende Folge der unbewussten schmerzlichen Trennung ist die an der Wurzel des Menschseins sitzende Todesangst, denn Körper müssen sterben. In diesem unbewussten Moment der Ewigkeit des existierenden Schmerzkörpers beginnt der Kampf um das Überleben einer falschen Identität. Durch das Erwachen im Bewusstsein wird klar: Die einzige Ursache für Schmerz ist der Kampf gegen den Tod. Es ist die unbewusste Ignoranz des wunderbaren Todes, die das menschliche Verhaltensmuster prägt. Wir nennen es die Ego-Struktur. Sie besteht aus der Sucht nach Heilung, Liebe, Anerkennung, Sicherheit, aus der Suche nach einem besseren Leben. Doch während der äußeren Suche bleibt die schmerzliche Ich-Identität erhalten.

Die fälschlicherweise angenommene Körperidentität – Schuld und Scham
Ist der fälschlicherweise angenommene Trennungsgedanke „Ich“ nicht als der menschliche Grundglaubenssatz und damit nicht als Lüge erkannt, sind an das daran gekoppelte Körper-Sein spontan Schuld und Scham gekoppelt. Der Mensch ist aus der Einheit gefallen und erkennt dies nicht als die Ursache seiner spontanen Selbstverletzung (Schmerz). In der unbewussten Trennung vom immer vollkommenen (göttlichen) Bewusstsein ist er in einer chronischen Schuldweisung auf sich selbst und auf andere involviert. Die fälschlicherweise angenommene Ich-Identität spiegelt sich im angstbesetzten Glaubenssatz: „Ich bin falsch“ oder „Mit mir stimmt etwas nicht“ und in der Projektion nach außen trennen wir spontan zwischen richtig und falsch, gut und böse ... Und hier glauben wir, dass mit den anderen und/oder der Welt etwas nicht stimmt. Doch dem ist nicht so. Das wird durch die Anerkennung der Spiegelung (Einssein) klar.

Selbstmord – Die falsche Tötung
Der ewige Gedanke falsch zu sein, etwas falsch zu machen, zu versagen und in der Projektion, dass andere falsch sind, setzt hier und jetzt eine Bewegung in Gang, die darauf ausgerichtet ist, die Schuld abzutragen, um das angenommene Falsche wieder gutzumachen. Hierher gehört die Therapie, die eine Versöhnung mit dem vermeintlichen Täter herstellen soll. Innerhalb der Suche nach Heilung, Liebe, Anerkennung und Sicherheit ist die Bemühung z. B. selbst gut, nett, freundlich, höflich, intelligent, erfolgreich, hilfreich usw. zu sein darauf ausgerichtet, den falschen Schmerz nicht zu fühlen. Zeigt diese Suche keine Wirkung, kann schon mal eine unkontrollierbare Zerstörungswut die Oberhand bekommen, was zu einem äußeren Tötungsdelikt führen kann. Die Schuldzuweisung auf sich selbst kann zu tiefster Depression und zum spontanen oder geplanten Selbstmord führen. Doch der Selbstmord passiert bereits in jedem Menschen hier und jetzt durch die unbewusste Haft an der Lüge „Ich“, dem Schmerzkörper. Zeichen für diesen unaufhaltsamen Selbstzerstörungsprozess sind zum einen wechselnde physische und psychische Angststörungen. Wir nennen es Krankheit und suchen die Ursache im Gehirn, im Körper, bei anderen Menschen und/oder in der Umwelt. Zum anderen zeigt sich die unbewusste Selbstzerstörung innerhalb der zwischenmenschlichen Kriege, die auch die wunderbare Erde zu zerstören drohen. Ohne die Versöhnung mit dem als bedrohlich eingestuften Tod gibt es keinen Frieden, keine wahre Heilung des Menschen und der Erde.

Was Schuld wirklich ist
Vom unbewussten Menschen ist die enorme schmerzliche Schuld-(Zuweisung), die an die Lüge „Ich“ gekoppelt ist, normalerweise nicht als die Schuld in Bezug auf die Wahr-heit des Seins erkannt. Schmerz ist nicht als einen Weckruf des Bewusstseins selbst erkannt. Die Überprüfung des Grundglaubenssatzes „Ich“, dann, wenn eine schmerzliche Verletzung auftritt, führt in die Offenbarung des Wahrheits-Bewusstsein. Ohne diesen heilsamen Weg nach innen, bleibt der an den Ich-Gedanken gekoppelte Schmerzkörper und somit der unbewusste Selbstzerstörungsmechanismus erhalten. Die darin erscheinende Todesangst spiegelt sich in Gedanken wie: „Wenn der Körper stirbt, bin ich nicht mehr hier. Ich falle in die Schwärze, wo nichts ist.“ Was ich nicht kenne, will ich nicht. Es könnte bedrohlich sein. Hier ist der Tod als der omnipräsente, allgegenwärtig existierende, uneingeschränkte Herrscher, der stets hier und jetzt neues Leben hervorbringt, ignoriert und das tut weh. Schauen wir uns mal die Umkehrung dieser, den Tod abwertenden, Gedanken an: „Wenn der Körper stirbt, ist Bewusstsein noch hier“. Wenn ich bemerke, dass dies auch wahr und vielleicht sogar wahrer sein könnte, falle ich in das Licht, das Bewusstsein ist. In der bereitwilligen Offenheit für das, was dem Ich-Verstand nicht zugänglich ist, falle ich in das Unbekannte. Die hingebungsvolle Haltung an den uneingeschränkten Herrscher ist wie eine Umarmung des Todes. Hier sehe ich, was nicht stirbt. Die Schuld in Bezug auf die Wahrheit ist getilgt. Weil ich nicht mehr von dieser zerstörerischen Denkwelt bin, bin ich in die Ewigkeit bewusst eingegangen. Hier und jetzt, wo ich eins mit dem Tod bin, ist Liebe in mir wach. Durch die Hingabe an den Tod bin ich, bevor der Körper wirklich stirbt, die Verkörperung der Liebe. Im heilsamen Willen, den Tod zu umarmen, ihn nicht abzuwehren, nicht gegen ihn zu kämpfen, stirbt also die Liebe nicht. Im Gegenteil, sie erwacht im Bewusstsein. In diesem Zustand der Klarheit erfahre ich selbst die heilsame Kraft der inneren Liebe. Der Schmerzkörper ist verschwunden.

Die menschliche Unwissenheit
An die Inkarnation im bzw. als ein Körper ist spontan das Unwissen gekoppelt, dass die schmerzliche Todesangst nichts anderes ist als ein Wecksignal, sich dem, was ist, hinzugeben. Die Anerkennung der Spiegelung (außen ist dasselbe wie innen, Projektion und Umkehr), ist eine heilsame Verfahrensweise, die zur Offenbarung des Ich-Todes führt. Durch Selbst-Bewusstsein kann ich selbst sagen: Der Tod ist der Spiegel des Bewusstseins und damit der Spiegel der Liebe. Die bewusste Hingabe an den Tod bringt die Befreiung vom Leiden mit sich. Der Trennungsgedanke „Ich“ ist als Illusion durchschaut und die Illusion ist besetzt von der freudigen Offenbarung der Unsterblichkeit des Seins.

Die Hochzeit mit dem Tod
Überraschenderweise hat sich durch die Hingabe an den Tod mein Körper neu strukturiert. Er ist licht und leicht, erfüllt von Liebe. In diesem Gewahrsein ist da kein Körper mehr, obwohl dies, von außen betrachtet, so aussieht. Die spontane körperliche Heilung von schmerzlichen Blockaden ist ein willkommenes Begleitgeschenk des Willens zur inneren Wahrheit, die Einssein oder vollkommenes Bewusstsein ist. Es ist die ultimative Umkehr sowohl vom Haben-wollen zum Sein und/oder die ultimative Umkehr vom Glauben was es ist, zu dem, was es wirklich in Wahrheit ist. Liebe. Sie existiert hier und jetzt in jedem Menschen und sie ist die Kraft, die die heilsame Wirkung in sich trägt. Es ist also der Wille zur Hingabe an den Tod, durch den das Wunder der Heilung geschieht.

Der Tod als der uneingeschränkte Herrscher – Plötzlich und unerwartet. Ist das wahr?
Die Angst vor dem Verlust des Körpers drückt sich auch durch Gedanken aus wie „Tod oder Sterben kann schrecklich, erschreckend, grausam sein“, „Ich will nicht, dass er plötzlich und unerwartet kommt“, „Ich brauche die Kontrolle“, „Ich will sterben, wenn ich es will“. Doch mal ehrlich: Kommt der Tod wirklich unerwartet? Oder ist er allgegenwärtig und wir ignorieren das nur? Die tiefe Einsicht und damit die Anerkennung, dass ich dem Tod nicht wirklich entgehen kann, dass er nicht kontrollierbar ist, dass ich keine Macht über ihn habe, weil er der unnachgiebige Herrscher ist, dem Nichts und niemand entgehen kann, kommt der Umarmung des Todes gleich. Durch die tiefe Hingabe an das Unvermeidliche, das Unbekannte, erscheint plötzlich und unerwartet Liebe in mir. In diesem heiligen/heilsamen Moment ist klar, Liebe und Tod sind eins. Das Schreckgespenst des Todes ist eine Illusion und die Illusion, die bislang das dunkle, bedrohliche Nichts ist, ist vom Bewusstsein der Liebe erfüllt. Geistige Helligkeit ist erwacht.

Die Umkehr – Den Tod durchschauen
Die Umkehrung von schmerzhaften Ich-Gedanken in Verbindung mit der Frage: „Könnte das auch wahr oder vielleicht sogar wahrer sein?“ begradigt den an eine Gefahr und damit an den Tod glaubenden, verwirrten Verstand. Das bewirkt im Endeffekt den Ich-Tod und damit die Auflösung der fälschlicherweise angenommen Körperidentität. Hier und jetzt ist das die Offenbarung des Todes. Er ist als Illusion durchschaut.

Karin Karina Gerlach, Diplomphysikerin, spirituelle Lehrerin, Autorin, Zertifikat in The Work durch Byron Katie.

Bücher von Karin Karina Gerlach:
„Mensch und Bewusstsein“, ISBN 9783746029658,
„Das Mysterium der Schöpfung oder die Architektur des Geistes“, ISBN 9783746018645,
„Geheimnisvolle Spiegelung-Selbstoffenbarung“, ISBN 9783746014623


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