aktuelle Seite: AKTUELL   
Ausgabe Juli 2019
Durch Jenseitskontakte Trost finden und Vertrauen in die geistige Welt entwickeln! ... von Daniela Wiegner

Wenn Jenseitskontakte unsere Realität sind, können sie heilsam sein, trösten und unser Bewusstsein erweitern

art95777
© Laura Pashkevich_AdobeStock

Vergrößern hier klicken.
Das Thema Jenseitskontakte begleitet mich seit dem Tod meiner Mutter vor über 20 Jahren. Wir hatten ein sehr enges Verhältnis. Ihre schwere Krankheit traf sie selbst und unsere Familie wie ein Schlag. Nach der Krebsdiagnose war klar, sie hatte nur noch ein paar Wochen zu leben! Unsere Welt wurde erschüttert. Sie war Anfang 50! Meine Mutter war einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben, und dass sie bald einfach „weg“ sein würde, löste tiefen Schmerz, Verzweiflung, eine unendliche Traurigkeit und Hilflosigkeit in mir aus. Ihr Körper zerfiel so schnell! Wir konnten nichts mehr tun. Nun war Zeit zum Abschied nehmen. In unseren Gesprächen tauschten wir uns über unsere Gedanken, unsere Ängste und Gefühle aus und überlegten, was kommt danach, gibt es ein Leben nach dem Tod? Ich hatte viel dazu gelesen und war an Spirituellem interessiert – das wusste sie. In unserem letzten Zusammensein fragte ich sie, ob sie bereit wäre, mir von da, wo sie dann ist, eine Botschaft zu übermitteln, um mich wissen zu lassen, dass sie „da ist“, dass es weitergeht nach dem körperlichen Tod. Es war ein sehr emotionales Gespräch und sie versprach mir: „Wenn es diese Welt gibt, dann lasse ich es dich wissen“. Sie starb. Ich war unendlich traurig und wartete auf ihr Zeichen, aber es geschah nichts. Sie fehlte mir so sehr und ich wünschte mir nichts sehnlicher, als Kontakt zu ihr zu haben, zu wissen, wie es ihr ging.

Nach einigen Wochen kam mein damals vierjähriger Sohn zu mir und erzählte, dass Oma eben bei ihm war und ihm „gesagt hat“, dass sie jetzt sein Schutzengel ist und auf ihn aufpasst. Ein Teil von mir hat sich für meinen Sohn gefreut, aber ich hatte Zweifel, war sie wirklich da? Auch stellte ich mir die Frage, warum kommt sie nicht zu mir? Kurze Zeit später spürte sie ein mir sehr nahestehender Mensch und ich wurde immer trauriger, weil ich sie doch so vermisste und verstand einfach nicht, warum sie nicht zu mir kam. So empfand ich damals. Es war mir einfach kein Trost, es von andern zu hören, dass diese sie gespürt haben, und ich weiß, dass es vielen Trauernden so geht, wenn sie den Zugang zu ihren Liebsten nicht direkt finden. Einige Monate nach ihrem Tod saß ich allein im Wohnzimmer, legte mir ein paar Tarotkarten und dachte darüber nach, wie schlimm das alles für mich war. Wie sehr ich litt und wie sie mir fehlte.

Plötzlich kam der Impuls über das Tarot zu fragen: Was an diesem Verlust, an diesem Schmerz ist denn gut und positiv? Was kann ich daraus lernen? Diese Fragen öffneten eine Tür, brachten mich wahrscheinlich in eine andere Energie, denn als ich die Karten mischte und mich auf diese Fragen konzentrierte, geschah etwas, das schwer zu beschreiben ist. Ich spürte eine Präsenz hinter mir, von oben kommend (im ersten Stock waren die Kinderzimmer) in das Zimmer hinein schwebend, fließend. Sehen konnte ich nichts, aber fühlen. Ich erschauderte, es fühlte sich wie leichter Wind an. Die Kerze flackerte, die Vorhänge bewegten sich leicht. Das machte mir Angst, es war einfach zu unheimlich, ich zweifelte an meinem Verstand, an meiner Wahrnehmung! Mein Herz schlug heftig, das Denken viel mir schwer. Diese Präsenz nahm auf meinem Sofa Platz, wenn man das so sagen kann. Genau dort, wo meine Mutter das letzte Mal gesessen hatte. Ich wusste nicht, was ich machen sollte, jedoch wusste mein Herz, das geschieht wirklich. Dann traute ich mich hinüberzufühlen und stellte fest, das ist meine Mutter, viel mehr, ein Wesen, eine Seele, die hier in diesem Leben meine Mutter war. Sie war mir einerseits sehr vertraut, andererseits auch fremd. Sie war eben nicht „nur meine Mutter“. Die Angst oder mein Unbehagen blieb.
Ich war auch dankbar, denn es war so unglaublich und so schön. Wir „unterhielten“ uns telepathisch. Ich stellte ihr einige Fragen, an die ich mich heute nicht mehr erinnere. Es ginge ihr gut, sagte sie mir, und einiges Persönliches mehr. Lange konnte ich diese Energie nicht halten, ich war überfordert, so dass ich sie nach einiger Zeit gebeten habe, mich allein zu lassen. Aus heutiger Sicht schade, denn so nah kam sie mir in dieser Daseinsform nie mehr, aber so war es damals. In den darauffolgenden Stunden und Tagen durchströmte mich tiefe Dankbarkeit für dieses Erlebnis. Kein Zweifel, es gibt eine Seinsform nach dem Tod, die Seele zieht weiter! Das veränderte mich und meine Sicht auf das Leben. Ich begann die geistige Welt, dazu gehört das Jenseits auch, auf verschiedenen Wegen zu erforschen. Es war mein Ziel einen Weg zu finden, um mich mit ihr auszutauschen. Ich besuchte einen Meditationstag mit dem Thema: Begegne deinen Liebsten im Jenseits. In der ersten Meditation reisten wir an einen inneren Ort, an dem wir unsere Verstorbenen einladen durften. Bei mir passierte nichts, Andere hatten Kontakt. Die zweite Meditation führte in die Wolken hinauf, zu einer Nebelwand. Hier angekommen streckten wir unsere Arme in den Nebel hinein, und baten darum, von unserem Verstorbenen auf die andere Seite geholt zu werden. Das war wunderbar! Sie holte mich ab und wir genossen unsere Zeit. Nun wurde ich ruhiger, ich war mir sicher, sie ist immer da und es gibt die Möglichkeit der bewussten Kontaktaufnahme. Weitere Begegnungen entstanden über andere Menschen, die meine Mutter dann „nutzte“, um mich zu grüßen oder mir ein paar persönliche Botschaften zu übermitteln. In dieser Zeit hatte ich auch zu anderen Verstorbenen Kontakt und übermittelte selbst Botschaften. Heute nutze ich die Hypnose, um mich zu entspannen und in die geistige Welt zu reisen, auf die Ebene wo wir Verstorbene und unsere Seelenfamilie treffen können. Für mich und andere. Es ist möglich, den Kontakt zu den Verstorbenen auf der anderen Seite selbst herzustellen, sie zu fühlen und uns mit ihnen austauschen, jeder auf seine eigene Art. Mir ist es am Anfang viel leichter gefallen, wenn ich dabei geführt oder begleitet wurde. Manchmal ist es einfach auch wunderbar, die Fähigkeiten eines Jenseitsmediums zu nutzen, das die Botschaften des Verstorbenen empfängt und übermittelt. Vor allem wenn man selbst, aus welchen Gründen auch immer, keinen Kontakt aufnehmen kann oder will. Die verschiedenen Erfahrungen bestätigen uns, dass es die geistige Welt gibt. Vergebung geschieht, Unausgesprochenes kann besprochen, Fragen beantwortet werden. Auch die Seele der Verstorbenen kann sich freier fühlen. Verstorbene möchten sich entschuldigen, erklären oder ihre Lieben unterstützen. Die Ansichten „Man soll die Toten ruhen lassen, nicht stören oder erst nach einigen Monaten Kontakt aufnehmen, oder nur sofort und dann nicht mehr“ teile ich nicht. Unsere Seele ist höchstes Bewusstsein und entscheidet selbst, ob sie Kontakt möchte oder nicht. Sollten Sie psychisch nicht stabil sein, dann gehen Sie diesen Weg nicht allein, lassen Sie sich beraten, was für Sie am heilsamsten ist.


Daniela Wiegner ist Heilpraktikerin für Psychotherapie, Hypnose- und Rückführungstherapeutin. Sie bietet in ihrer Praxis in Berlin und deutschlandweit Rückführungen in vergangene Leben und in das Zwischenleben sowie die Hypnosetherapie an. Kontakt unter www.hypnose-freude.de


Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.

 
Ausgabe Juli 2019
Durch Jenseitskontakte Trost finden und Vertrauen in die geistige Welt entwickeln! ... von Daniela Wiegner

Wenn Jenseitskontakte unsere Realität sind, können sie heilsam sein, trösten und unser Bewusstsein erweitern

art95777
© Laura Pashkevich_AdobeStock

Vergrößern hier klicken.
Das Thema Jenseitskontakte begleitet mich seit dem Tod meiner Mutter vor über 20 Jahren. Wir hatten ein sehr enges Verhältnis. Ihre schwere Krankheit traf sie selbst und unsere Familie wie ein Schlag. Nach der Krebsdiagnose war klar, sie hatte nur noch ein paar Wochen zu leben! Unsere Welt wurde erschüttert. Sie war Anfang 50! Meine Mutter war einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben, und dass sie bald einfach „weg“ sein würde, löste tiefen Schmerz, Verzweiflung, eine unendliche Traurigkeit und Hilflosigkeit in mir aus. Ihr Körper zerfiel so schnell! Wir konnten nichts mehr tun. Nun war Zeit zum Abschied nehmen. In unseren Gesprächen tauschten wir uns über unsere Gedanken, unsere Ängste und Gefühle aus und überlegten, was kommt danach, gibt es ein Leben nach dem Tod? Ich hatte viel dazu gelesen und war an Spirituellem interessiert – das wusste sie. In unserem letzten Zusammensein fragte ich sie, ob sie bereit wäre, mir von da, wo sie dann ist, eine Botschaft zu übermitteln, um mich wissen zu lassen, dass sie „da ist“, dass es weitergeht nach dem körperlichen Tod. Es war ein sehr emotionales Gespräch und sie versprach mir: „Wenn es diese Welt gibt, dann lasse ich es dich wissen“. Sie starb. Ich war unendlich traurig und wartete auf ihr Zeichen, aber es geschah nichts. Sie fehlte mir so sehr und ich wünschte mir nichts sehnlicher, als Kontakt zu ihr zu haben, zu wissen, wie es ihr ging.

Nach einigen Wochen kam mein damals vierjähriger Sohn zu mir und erzählte, dass Oma eben bei ihm war und ihm „gesagt hat“, dass sie jetzt sein Schutzengel ist und auf ihn aufpasst. Ein Teil von mir hat sich für meinen Sohn gefreut, aber ich hatte Zweifel, war sie wirklich da? Auch stellte ich mir die Frage, warum kommt sie nicht zu mir? Kurze Zeit später spürte sie ein mir sehr nahestehender Mensch und ich wurde immer trauriger, weil ich sie doch so vermisste und verstand einfach nicht, warum sie nicht zu mir kam. So empfand ich damals. Es war mir einfach kein Trost, es von andern zu hören, dass diese sie gespürt haben, und ich weiß, dass es vielen Trauernden so geht, wenn sie den Zugang zu ihren Liebsten nicht direkt finden. Einige Monate nach ihrem Tod saß ich allein im Wohnzimmer, legte mir ein paar Tarotkarten und dachte darüber nach, wie schlimm das alles für mich war. Wie sehr ich litt und wie sie mir fehlte.

Plötzlich kam der Impuls über das Tarot zu fragen: Was an diesem Verlust, an diesem Schmerz ist denn gut und positiv? Was kann ich daraus lernen? Diese Fragen öffneten eine Tür, brachten mich wahrscheinlich in eine andere Energie, denn als ich die Karten mischte und mich auf diese Fragen konzentrierte, geschah etwas, das schwer zu beschreiben ist. Ich spürte eine Präsenz hinter mir, von oben kommend (im ersten Stock waren die Kinderzimmer) in das Zimmer hinein schwebend, fließend. Sehen konnte ich nichts, aber fühlen. Ich erschauderte, es fühlte sich wie leichter Wind an. Die Kerze flackerte, die Vorhänge bewegten sich leicht. Das machte mir Angst, es war einfach zu unheimlich, ich zweifelte an meinem Verstand, an meiner Wahrnehmung! Mein Herz schlug heftig, das Denken viel mir schwer. Diese Präsenz nahm auf meinem Sofa Platz, wenn man das so sagen kann. Genau dort, wo meine Mutter das letzte Mal gesessen hatte. Ich wusste nicht, was ich machen sollte, jedoch wusste mein Herz, das geschieht wirklich. Dann traute ich mich hinüberzufühlen und stellte fest, das ist meine Mutter, viel mehr, ein Wesen, eine Seele, die hier in diesem Leben meine Mutter war. Sie war mir einerseits sehr vertraut, andererseits auch fremd. Sie war eben nicht „nur meine Mutter“. Die Angst oder mein Unbehagen blieb.
Ich war auch dankbar, denn es war so unglaublich und so schön. Wir „unterhielten“ uns telepathisch. Ich stellte ihr einige Fragen, an die ich mich heute nicht mehr erinnere. Es ginge ihr gut, sagte sie mir, und einiges Persönliches mehr. Lange konnte ich diese Energie nicht halten, ich war überfordert, so dass ich sie nach einiger Zeit gebeten habe, mich allein zu lassen. Aus heutiger Sicht schade, denn so nah kam sie mir in dieser Daseinsform nie mehr, aber so war es damals. In den darauffolgenden Stunden und Tagen durchströmte mich tiefe Dankbarkeit für dieses Erlebnis. Kein Zweifel, es gibt eine Seinsform nach dem Tod, die Seele zieht weiter! Das veränderte mich und meine Sicht auf das Leben. Ich begann die geistige Welt, dazu gehört das Jenseits auch, auf verschiedenen Wegen zu erforschen. Es war mein Ziel einen Weg zu finden, um mich mit ihr auszutauschen. Ich besuchte einen Meditationstag mit dem Thema: Begegne deinen Liebsten im Jenseits. In der ersten Meditation reisten wir an einen inneren Ort, an dem wir unsere Verstorbenen einladen durften. Bei mir passierte nichts, Andere hatten Kontakt. Die zweite Meditation führte in die Wolken hinauf, zu einer Nebelwand. Hier angekommen streckten wir unsere Arme in den Nebel hinein, und baten darum, von unserem Verstorbenen auf die andere Seite geholt zu werden. Das war wunderbar! Sie holte mich ab und wir genossen unsere Zeit. Nun wurde ich ruhiger, ich war mir sicher, sie ist immer da und es gibt die Möglichkeit der bewussten Kontaktaufnahme. Weitere Begegnungen entstanden über andere Menschen, die meine Mutter dann „nutzte“, um mich zu grüßen oder mir ein paar persönliche Botschaften zu übermitteln. In dieser Zeit hatte ich auch zu anderen Verstorbenen Kontakt und übermittelte selbst Botschaften. Heute nutze ich die Hypnose, um mich zu entspannen und in die geistige Welt zu reisen, auf die Ebene wo wir Verstorbene und unsere Seelenfamilie treffen können. Für mich und andere. Es ist möglich, den Kontakt zu den Verstorbenen auf der anderen Seite selbst herzustellen, sie zu fühlen und uns mit ihnen austauschen, jeder auf seine eigene Art. Mir ist es am Anfang viel leichter gefallen, wenn ich dabei geführt oder begleitet wurde. Manchmal ist es einfach auch wunderbar, die Fähigkeiten eines Jenseitsmediums zu nutzen, das die Botschaften des Verstorbenen empfängt und übermittelt. Vor allem wenn man selbst, aus welchen Gründen auch immer, keinen Kontakt aufnehmen kann oder will. Die verschiedenen Erfahrungen bestätigen uns, dass es die geistige Welt gibt. Vergebung geschieht, Unausgesprochenes kann besprochen, Fragen beantwortet werden. Auch die Seele der Verstorbenen kann sich freier fühlen. Verstorbene möchten sich entschuldigen, erklären oder ihre Lieben unterstützen. Die Ansichten „Man soll die Toten ruhen lassen, nicht stören oder erst nach einigen Monaten Kontakt aufnehmen, oder nur sofort und dann nicht mehr“ teile ich nicht. Unsere Seele ist höchstes Bewusstsein und entscheidet selbst, ob sie Kontakt möchte oder nicht. Sollten Sie psychisch nicht stabil sein, dann gehen Sie diesen Weg nicht allein, lassen Sie sich beraten, was für Sie am heilsamsten ist.


Daniela Wiegner ist Heilpraktikerin für Psychotherapie, Hypnose- und Rückführungstherapeutin. Sie bietet in ihrer Praxis in Berlin und deutschlandweit Rückführungen in vergangene Leben und in das Zwischenleben sowie die Hypnosetherapie an. Kontakt unter www.hypnose-freude.de


Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.

 
Ausgabe Juli 2019
Durch Jenseitskontakte Trost finden und Vertrauen in die geistige Welt entwickeln! ... von Daniela Wiegner

Wenn Jenseitskontakte unsere Realität sind, können sie heilsam sein, trösten und unser Bewusstsein erweitern

art95777
© Laura Pashkevich_AdobeStock

Vergrößern hier klicken.
Das Thema Jenseitskontakte begleitet mich seit dem Tod meiner Mutter vor über 20 Jahren. Wir hatten ein sehr enges Verhältnis. Ihre schwere Krankheit traf sie selbst und unsere Familie wie ein Schlag. Nach der Krebsdiagnose war klar, sie hatte nur noch ein paar Wochen zu leben! Unsere Welt wurde erschüttert. Sie war Anfang 50! Meine Mutter war einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben, und dass sie bald einfach „weg“ sein würde, löste tiefen Schmerz, Verzweiflung, eine unendliche Traurigkeit und Hilflosigkeit in mir aus. Ihr Körper zerfiel so schnell! Wir konnten nichts mehr tun. Nun war Zeit zum Abschied nehmen. In unseren Gesprächen tauschten wir uns über unsere Gedanken, unsere Ängste und Gefühle aus und überlegten, was kommt danach, gibt es ein Leben nach dem Tod? Ich hatte viel dazu gelesen und war an Spirituellem interessiert – das wusste sie. In unserem letzten Zusammensein fragte ich sie, ob sie bereit wäre, mir von da, wo sie dann ist, eine Botschaft zu übermitteln, um mich wissen zu lassen, dass sie „da ist“, dass es weitergeht nach dem körperlichen Tod. Es war ein sehr emotionales Gespräch und sie versprach mir: „Wenn es diese Welt gibt, dann lasse ich es dich wissen“. Sie starb. Ich war unendlich traurig und wartete auf ihr Zeichen, aber es geschah nichts. Sie fehlte mir so sehr und ich wünschte mir nichts sehnlicher, als Kontakt zu ihr zu haben, zu wissen, wie es ihr ging.

Nach einigen Wochen kam mein damals vierjähriger Sohn zu mir und erzählte, dass Oma eben bei ihm war und ihm „gesagt hat“, dass sie jetzt sein Schutzengel ist und auf ihn aufpasst. Ein Teil von mir hat sich für meinen Sohn gefreut, aber ich hatte Zweifel, war sie wirklich da? Auch stellte ich mir die Frage, warum kommt sie nicht zu mir? Kurze Zeit später spürte sie ein mir sehr nahestehender Mensch und ich wurde immer trauriger, weil ich sie doch so vermisste und verstand einfach nicht, warum sie nicht zu mir kam. So empfand ich damals. Es war mir einfach kein Trost, es von andern zu hören, dass diese sie gespürt haben, und ich weiß, dass es vielen Trauernden so geht, wenn sie den Zugang zu ihren Liebsten nicht direkt finden. Einige Monate nach ihrem Tod saß ich allein im Wohnzimmer, legte mir ein paar Tarotkarten und dachte darüber nach, wie schlimm das alles für mich war. Wie sehr ich litt und wie sie mir fehlte.

Plötzlich kam der Impuls über das Tarot zu fragen: Was an diesem Verlust, an diesem Schmerz ist denn gut und positiv? Was kann ich daraus lernen? Diese Fragen öffneten eine Tür, brachten mich wahrscheinlich in eine andere Energie, denn als ich die Karten mischte und mich auf diese Fragen konzentrierte, geschah etwas, das schwer zu beschreiben ist. Ich spürte eine Präsenz hinter mir, von oben kommend (im ersten Stock waren die Kinderzimmer) in das Zimmer hinein schwebend, fließend. Sehen konnte ich nichts, aber fühlen. Ich erschauderte, es fühlte sich wie leichter Wind an. Die Kerze flackerte, die Vorhänge bewegten sich leicht. Das machte mir Angst, es war einfach zu unheimlich, ich zweifelte an meinem Verstand, an meiner Wahrnehmung! Mein Herz schlug heftig, das Denken viel mir schwer. Diese Präsenz nahm auf meinem Sofa Platz, wenn man das so sagen kann. Genau dort, wo meine Mutter das letzte Mal gesessen hatte. Ich wusste nicht, was ich machen sollte, jedoch wusste mein Herz, das geschieht wirklich. Dann traute ich mich hinüberzufühlen und stellte fest, das ist meine Mutter, viel mehr, ein Wesen, eine Seele, die hier in diesem Leben meine Mutter war. Sie war mir einerseits sehr vertraut, andererseits auch fremd. Sie war eben nicht „nur meine Mutter“. Die Angst oder mein Unbehagen blieb.
Ich war auch dankbar, denn es war so unglaublich und so schön. Wir „unterhielten“ uns telepathisch. Ich stellte ihr einige Fragen, an die ich mich heute nicht mehr erinnere. Es ginge ihr gut, sagte sie mir, und einiges Persönliches mehr. Lange konnte ich diese Energie nicht halten, ich war überfordert, so dass ich sie nach einiger Zeit gebeten habe, mich allein zu lassen. Aus heutiger Sicht schade, denn so nah kam sie mir in dieser Daseinsform nie mehr, aber so war es damals. In den darauffolgenden Stunden und Tagen durchströmte mich tiefe Dankbarkeit für dieses Erlebnis. Kein Zweifel, es gibt eine Seinsform nach dem Tod, die Seele zieht weiter! Das veränderte mich und meine Sicht auf das Leben. Ich begann die geistige Welt, dazu gehört das Jenseits auch, auf verschiedenen Wegen zu erforschen. Es war mein Ziel einen Weg zu finden, um mich mit ihr auszutauschen. Ich besuchte einen Meditationstag mit dem Thema: Begegne deinen Liebsten im Jenseits. In der ersten Meditation reisten wir an einen inneren Ort, an dem wir unsere Verstorbenen einladen durften. Bei mir passierte nichts, Andere hatten Kontakt. Die zweite Meditation führte in die Wolken hinauf, zu einer Nebelwand. Hier angekommen streckten wir unsere Arme in den Nebel hinein, und baten darum, von unserem Verstorbenen auf die andere Seite geholt zu werden. Das war wunderbar! Sie holte mich ab und wir genossen unsere Zeit. Nun wurde ich ruhiger, ich war mir sicher, sie ist immer da und es gibt die Möglichkeit der bewussten Kontaktaufnahme. Weitere Begegnungen entstanden über andere Menschen, die meine Mutter dann „nutzte“, um mich zu grüßen oder mir ein paar persönliche Botschaften zu übermitteln. In dieser Zeit hatte ich auch zu anderen Verstorbenen Kontakt und übermittelte selbst Botschaften. Heute nutze ich die Hypnose, um mich zu entspannen und in die geistige Welt zu reisen, auf die Ebene wo wir Verstorbene und unsere Seelenfamilie treffen können. Für mich und andere. Es ist möglich, den Kontakt zu den Verstorbenen auf der anderen Seite selbst herzustellen, sie zu fühlen und uns mit ihnen austauschen, jeder auf seine eigene Art. Mir ist es am Anfang viel leichter gefallen, wenn ich dabei geführt oder begleitet wurde. Manchmal ist es einfach auch wunderbar, die Fähigkeiten eines Jenseitsmediums zu nutzen, das die Botschaften des Verstorbenen empfängt und übermittelt. Vor allem wenn man selbst, aus welchen Gründen auch immer, keinen Kontakt aufnehmen kann oder will. Die verschiedenen Erfahrungen bestätigen uns, dass es die geistige Welt gibt. Vergebung geschieht, Unausgesprochenes kann besprochen, Fragen beantwortet werden. Auch die Seele der Verstorbenen kann sich freier fühlen. Verstorbene möchten sich entschuldigen, erklären oder ihre Lieben unterstützen. Die Ansichten „Man soll die Toten ruhen lassen, nicht stören oder erst nach einigen Monaten Kontakt aufnehmen, oder nur sofort und dann nicht mehr“ teile ich nicht. Unsere Seele ist höchstes Bewusstsein und entscheidet selbst, ob sie Kontakt möchte oder nicht. Sollten Sie psychisch nicht stabil sein, dann gehen Sie diesen Weg nicht allein, lassen Sie sich beraten, was für Sie am heilsamsten ist.


Daniela Wiegner ist Heilpraktikerin für Psychotherapie, Hypnose- und Rückführungstherapeutin. Sie bietet in ihrer Praxis in Berlin und deutschlandweit Rückführungen in vergangene Leben und in das Zwischenleben sowie die Hypnosetherapie an. Kontakt unter www.hypnose-freude.de


Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.