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Ausgabe Mai 2019
Bedingungslose Freude in der Stille erleben ... von Barbara Simonsohn



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© paul prescott - AdobeStock
Die meisten Menschen sind verliebt in ihr ganz besonderes Lebens-Drama. Wer bist du ohne dein Drama? Ihr Ego regiert ihr Leben. Alles Leiden kommt vom Ego und ist das Ergebnis von Widerstand. Solange sie mit ihrem Verstand identifiziert sind, fürchten und widerstehen sie ihrem eigenen Erwachen.
Nichts „da draußen“ wird dich dauerhaft befriedigen. Dinge und äußere Umstände mögen dir zwar Vergnügen bereiten, aber können dir keine wahre Freude schenken. Nichts kann das. Wahre Freude ist bedingungslos und entsteht in dir als die Freude des Seins. Es handelt sich um einen wichtigen Teil deines inneren Zustands von Frieden, den man auch „den Frieden Gottes“ nennen könnte. Es handelt sich um deinen natürlichen Seinszustand. Es gibt keine „Erlösung“ in irgendetwas, was du tust, besitzt oder bekommst. Für Buddha ist selbst Glück etwas, das von äußeren Bedingungen abhängt, eine Quelle von „dukkha“, Leid. Nur die Illusion von Zeit trennt dieses Glück von seinem Gegenteil, dem Unglück, weil es vergänglich ist. Wenn Deine innere Abhängigkeit von Dingen verschwindet, werden sich auch die allgemeinen Bedingungen deines Lebens wesentlich verbessern. Es gibt keine Angst mehr, etwas zu verlieren, und damit fließt das Leben einfach, harmonisch und von einer stillen Heiterkeit geprägt dahin.

Durch das „authentische Reiki“ können wir in einen Bereich von tiefer Stille und Frieden gelangen, aber auch von Freude und intensiver Lebendigkeit. Immer mehr wirst du durchlässig für Licht, reinem Bewusstsein, was von deiner Quelle ausstrahlt. Du erkennst immer mehr, dass dieses Licht nichts Getrenntes von Dir ist, sondern Deine wahre Natur. „Stille ist die Sprache Gottes, alles andere eine schlechte Übersetzung.“ Wer nicht in die Stille geht, geht leer aus, verliert sich in der Welt der Gedanken.

„Sein“ kann erfahren werden, aber nicht mental verstanden. Gewahrsein für Sein erhalten und in diesem Zustand bleiben, ist Erleuchtung. Erleuchtung ist Dein natürlicher Zustand, sich als eins mit allem Sein zu fühlen. Die Unfähigkeit, diese Verbundenheit zu fühlen, ist sehr weit verbreitet, und hat zur Illusion der Trennung geführt. Dadurch entsteht Furcht sowie Konflikte mit Dir selbst und außerhalb von Dir. Die Ursache all unserer Probleme ist die Illusion der Trennung, ihre Lösung das fortwährende Bewusstsein von Einheit. Wir sind spirituelle Sterbehelfer des alten und spirituelle Geburtshelfer des neuen Zeitalters. Das Erwachen des einzelnen ist kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit des Fortbestehens der Spezies Mensch auf diesem Planeten.

Ein einzelnes Satori, das Erlebnis der Erleuchtung im Zen-Buddhismus, der Einheit allen Seins ist nicht genug – egal, wie schön und tief es war. Was es braucht, ist ein dauerhafter Bewusstseinswandel. Das Schöne: Wenn wir erkennen, dass wir nicht im Hier und Jetzt waren, dann sind wir präsent. Du kannst deine Gedanken beobachten, deine Emotionen fühlen, die Reaktionen beobachten. Dann wirst du den stillen Beobachter spüren, die stille, beobachtende Präsenz jenseits deines Verstandes.
Spielerische und freudvolle Energie entsteht hinter allem, was du tust. Weder dein Glück noch dein Bewusstsein deines Selbst hängt vom Ergebnis ab, und daher entsteht eine Freiheit von Furcht. Du suchst nicht länger nach Dauerhaftigkeit, wo sie nicht gefunden werden kann, in der Welt der Form, von Gewinn und Verlust, Geburt und Tod. Alles wird geehrt, und nichts macht mehr etwas aus. Du erkennst: Nichts Wahres kann je bedroht werden. Wenn dies dein Bewusstseinszustand wird, wie kannst du nicht Erfolg haben? Du bist bereits erfolgreich. Jedes Vergnügen oder emotionales High enthält bereits den Samen des Schmerzes, ihres Gegenteils. Schon Buddha sagte, dass der größte Teil des menschlichen Leidens überflüssig ist. Es ist selbst erschaffen, solange der unbeobachtete Verstand dein Leben regiert. Wer sich mit seiner physischen und psychologischen Form identifiziert, ist sich seiner Essenz nicht bewusst. Und lebt in Furcht, weil jede Form höchst instabil ist.

Wahre Freude aber kommt von innen. Sie ist deine wahre Natur, ewig und unvergänglich. Mit Reiki ehrst du alles, aber nichts macht dir mehr etwas aus. Erst durch die Welt, und letztendlich durch dich, begegnet das Unmanifeste sich selbst, lernt sich selbst kennen. Im Leben geht es darum, sich seiner Unsterblichkeit bewusst zu werden. Nichts, was von wirklichem Wert ist, nichts, was wirklich ist, geht je verloren. Der Tod ist eine Illusion, wie auch deine Identifikation mit Form. So, wie es im „Kurs in Wundern“ heißt: „Nichts Wirkliches kann je bedroht werden. Nichts Unwirkliches existiert. Hierin liegt der Frieden Gottes.“

Barbara Simonsohn studierte Sozialwissenschaften und ist Autorin unzähliger Bücher. Infos auf www.Barbara-Simonsohn.de

Literaturtipps:
Barbara Simonsohn: „Das authentische Reiki“, Jim Humble Verlag
Barbara Simonsohn: „Reiki – innere Heilung und spirituelles Wachstum“, Schirner Verlag


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