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Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2018. 12: Zimt

Heilpflanzentipp von Uta Kübler

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© Christian Jung_AdobeStock

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Ein geheimnisvoller Zimtvogel sammelt die duftenden Zweig-lein an einem geheimnisvollen Ort und baut daraus sein Nest... Aristoteles hat das in seiner „Historia animalum“ um 350 v. Chr. so aufgeschrieben.
Im Orient ist der Zimt seit langem bekannt. Er wurde schon in den klassischen Kulturen der Phönizier, Griechen und Römer, Perser und Nordafrikaner geschätzt und in der Küche genutzt.
Meist haben die Gewürze ja neben ihrem geschmacklichen Reiz auch gesundheitsfördernde Wirkungen: Zimt unterstützt die Regulation des Blutzucker- und Cholesterinspiegels. Er stärkt den Magen, hilft bei Übelkeit und Blähungen und ist für uns im Winter besonders förderlich weil seine Inhaltstoffe gegen Bakterien und Viren wirken können.

Es gibt verschiedene Arten von Zimt. Der chinesische König Shen Nung Kwai erwähnte ihn schon vor fast 5000 Jahren in seinem Kräuterbuch. Wir können davon ausgehen, dass er den Cassia Zimt der in China heimisch ist, beschrieb.
Ceylon Zimt ist sehr viel feiner und im Geschmack zarter als Cassia Zimt. Cassia Zimt (Bild oben) enthält mehr Cumarine. Die vor Jahren vermutete leberschädigende Wirkung konnte übrigens nicht nachgewiesen werden.

Geerntet werden die ein bis zweijährigen Zweige des Zimtbaumes. Nachdem ihre äußere Rinde entfernt wurde, wird die darunter liegende zarte Rindenschicht abgeschabt. Aus der äußeren, groben Rindenschicht wird das ätherische Zimtöl hergestellt, die innere wird zu Zimtstangen verarbeitet.

Yogi-Tee
ist wunderbar wärmend und bei Erkältungen unterstützend.
Zimtstange, Kardamomschoten, Gewürznelken und schwarze Pfefferkörner zu etwa gleichen Teilen in einem Mörser grob zerreiben. Für 1l Wasser braucht man 1 EL der Mischung, lässt das Ganze ca. 20 min. köcheln und genießt diesen duftenden, aromatischen Trank heiß mit Honig und Milch.

Uta Kübler, die Autorin dieses Heilpflanzentipps ist Heilpraktikerin und Dozentin für Pflanzenheilkunde. Weitere Infos auch zu Intensivkursen finden Sie auf www.pflanzenheilkunde.berlin