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Ausgabe Mai 2018
Ein Gesang an die Erde. ...von Devamata


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Ich verneige mich vor Mutter Erde für ihre unendliche Güte, dafür dass sie uns schon seit so langer Zeit versorgt, obwohl wir den Respekt, die Zwiesprache mit ihr schon seit einiger Zeit verloren haben. Sie ist ein lebendiges Wesen. Sie hat ein Herz, was für uns alle brennt. Sie hat einen Atem, der uns alle versorgt und ihr Körper ist ein reiner Ausdruck der Mutter selbst. Die göttliche Mutter des Universums drückt sich hier für uns aus. Sie ist ein Planet für die Menschen. Als Menschen sind wir mit ihrem Schicksal direkt verknüpft, denn unser Körper ist ein Ausdruck der Erde. Alles auf der Erde liegt den 4 Elementen: Feuer, Wasser, Luft und Erde zugrunde.
Ich verneige mich vor Mutter Erde, weil sie seit Anbeginn ihrer eigenen Schöpfung unser Erfahrungsraum ist, unsere Geschichte erfahrbar macht und gleichzeitig hütet. Sie tut es als Mutter und aus Hingabe an das Leben. Für uns Menschen ist sie ein Tor zur Unendlichkeit und über sie erfahren wir unseren eigenen Ursprung, unsere Wirkung, unsere Liebe und unsere Macht. Alle Aspekte des Lebens kann sie erfahrbar machen. Und deshalb sind wir hier! Um uns und all das zu erfahren und zu inkarnieren.


Die Erde ist eine Struktur. Ihre Strukturen sind sehr manifest und je nachdem, was wir uns wünschen, manifestiert sich das und wird dann zu unserem Erfahrungsraum. Dieser Raum lässt uns auch unsere Vergangenheit heilen und aufarbeiten. Das ist ein Segen, aber auch für die Mehrheit der Menschen immer noch ein Gefängnis. Wir können uns in zu engen Strukturen verlieren und die Ausdehnung unserer Liebe und Kraft fast völlig verlieren. Plötzlich haben wir Probleme, Sorgen und Nöte. Das macht die Erde für uns spürbar. Wenn wir den Weg in die Freiheit suchen, dann können wir uns selbst entdecken, neu geboren werden. Das ist der Weg der Erkenntnis. Ein Weg des Wandels, des Ständig-Loslassens und des Sich-Öffnens für die Wahrheit des Lebens. Auf diesem Weg begreifen wir, dass die engen Strukturen sich wandeln und transformieren können, und dass wir selbst unseren Lebensraum bestimmen. Wir bestimmen selbst darüber, wie wir uns fühlen wollen, wie wir leben wollen, wie die Gestaltung unseres Tages aussieht. Wir sind freie Wesen.

Die Erde trägt uns mit jedem Schritt, den wir tun. Mit ihrem feurigen Herzen, ihrem Kern und ihrem Ursprung nimmt sie unsere alten Hüllen in sich auf, heilt unsere Schmerzen und die Wunden der Vergangenheit. Sie atmet auf, gemeinsam mit jedem Menschen, der frei wird, denn sie selbst hütet so viele unserer Schätze in ihrem Inneren. Wenn wir frei werden und uns reinigen, schaffen wir den Raum in uns, um diese Schätze empfangen zu können. Sie selbst kennt den Weg, der uns wieder mit diesen Anteilen in Verbindung bringt. Manchmal spüren wir zum Beispiel, dass wir einen bestimmten Ort besuchen oder in ein fernes Land fahren sollen. Das könnten Zeichen der Erde sein, die uns ruft, uns zu erinnern. Uns zu öffnen, für die vielen Schätze, die auf uns warten. Diese Anteile sind auch an den Plätzen, an denen wir leben, denn niemand wohnt zufällig an einem Ort.
Manchmal leben wir ein Leben lang an einem Ort, weil wir dort alles finden, was wir suchen. Jeder Platz, den wir bewusst besuchen, bringt uns in Kontakt mit Aspekten der Erde, die auf uns wirken und uns Dinge in uns erkennen lassen. Sei es die spezielle Schönheit der Natur an einem Ort, die Wirkung des Himmels, die Botschaft der Winde, oder auch die Formen der Architektur. Manchmal auch die Art, wie dieser Platz verschlossen ist und sich noch nicht entfaltet. Die Menschen sind die Hüter der Erde und so haben die Menschen an jedem Ort ihre spezielle Kultur und Botschaft. Über die Globalisierung tritt nun alles in Kommunikation miteinander und eine neue Landschaft entsteht.

Es ist ein Wandlungsprozess, der eine „neue Erde“ erschafft. Das scheinbare Chaos, was wir im Moment erleben, wandelt uns. Es rüttelt uns wach. Es offenbart die Hoffnung hinter jeder Bewegung. Wir dürfen wieder zuhören lernen und sollten achtsam sein... Wenn wir loslassen, wenn wir zum leeren Raum werden, wenn wir unsere Gedanken ins Leere laufen lassen, wenn wir unser Herz, unsere Liebe spüren, wie sie im Gleichklang mit dem Herzen der Erde schwingt... dann wissen wir unseren Weg. Wir wissen, welcher der nächste Schritt ist. Wir verstehen, warum wir uns genau an dem Ort, in dieser Situation befinden. Alles hat seinen Sinn. Dieser Sinn ist noch nicht die Freiheit. Er markiert einen Weg, der uns noch viel tiefer in Kontakt mit uns selbst führt. In einen Zustand, wo es Sinn und Bedeutung nicht mehr gibt. Wo wir ganz eins werden mit dem Schöpfer. Uns in der Schöpfung auflösen, um zu erfahren, dass jeder Moment wieder völlig neu aus dem Nichts entsteht. Hier gibt es keine Vergangenheit und keine Zukunft.
Alles erlöst sich. Alles ist möglich. Alles gibt sich hin und verschmilzt im Einssein. Das sind die Wege der Erfahrung, welche die Erde für uns bietet.

Erdheilung
Der Begriff Geomantie kann auch mit dem Wort Erdheilung beschrieben werden. Wie können wir die Erde heilen? Heilt die Erde nicht uns? Für die Erfahrung der Menschen hat die Erde an ihrer Oberfläche wie einen Erfahrungsraum des Vergessens gebildet. Er ist entstanden, weil wir den Anschluss an den Himmel und die Dankbarkeit an die Erde verloren haben. Diesem Bild können wir sicher leicht folgen, wenn wir uns die Städte der heutigen Zeit anschauen... Stunden des Staus auf überfüllten Straßen, Kriminalität und schlechte Luft, Stress und Angst in den Gesichtern der Menschen.

Unter dieser Schicht, im Inneren der Erde, befinden sich die zurückgezogenen Informationen und Bestimmungen für die Orte, das heilige Wissen des Wassers und der Landschaft. Der Himmel, der zwar an jedem Ort mit Wolken oder Sonne sichtbar ist, ist an vielen Plätzen nicht mehr spürbar. Wenn man einen inspirierenden Himmel über sich spürt, dann führt er einen durch den Tag, macht die Engel erfahrbar und lässt uns aufschauen, weil uns die Liebe des Himmels anstrahlt. Wenn wir Himmel und Erde an Orten wieder verbinden, erwacht der wahre Plan des Ortes. Es entsteht Kraft, Liebe und Bestimmung. Die Menschen können sich besser spüren, sie können mit Erde und Himmel in Kontakt treten und erfahren eine neue Ausrichtung für ihr Leben. Ihr Lebensplan findet einen besseren Einklang mit dem Ort, Harmonie bahnt sich an. Die Erde bekommt ihren Ausdruck an diesem Ort wieder und kann ihre Bestimmung hier entfalten. Das ist der Beginn der Zwiesprache zwischen Mensch und Erde.

Die Erde ist ein Planet der Heilung. So viele Heilquellen befinden sich in ihr. Über sie lernen wir zu heilen und heil zu werden. Das Wunder der Heilung möchte in unseren Körpern wirksam werden. Dieser Prozess der Heilung läuft parallel mit der Erde. Werden ihre Plätze heil, wird unser Leben gesund und umgekehrt. Zum Beispiel jede Leber, die heilt, ist ein Aspekt in Mutter Erde, der auch wieder gesund wird. Heilung ist das Bewusstwerden von Wissen. Wir sind nie wirklich krank, wir haben unsere Vollständigkeit vergessen.

In der Geomantie steht man im direkten Austausch mit den Plätzen der Erde, wandelt sie und sich selbst im tiefen Zustand von Sein: Diese heiligen Plätze der Heilung haben ihre Hüter und Wesen, die mit uns kommunizieren. Sie begleiten uns in Träumen und wirken an vielen Orten. Da es beim Menschen darum geht, dass er sich bewusst wird, wirken viele dieser heilenden Energien erst dann, wenn wir uns ihrer bewusst werden und sie einladen. Wir kommunizieren mit ihnen und geben ihnen ihren Platz. Das ist das Grundprinzip von Erdheilung. Der Weg der Erdheilung ist auch ein Weg der Erkenntnis, der zur Freiheit führen kann. Wenn man ihn geht, wird man zum bewussten Wandler zwischen Himmel und Erde und entdeckt die Unendlichkeit, die uns Mutter Erde schenkt. Sie hat so viele Formen und Wesen. Jeder Ort der Erde ist ein Tor zur Quelle des Universums, denn so gewaltig ist die schöpferische Kraft der Natur. Erdheilung geschieht im Zustand des Seins, und desto mehr wir uns bewusst sind, wer wir wirklich sind, desto mehr Raum entsteht in uns und desto tiefer können wir uns mit allem verbinden, was ist. Deshalb ist der Weg zu uns selbst der Weg der Heilung. Wenn ich mich erkenne, hat das eine erstaunliche Wirkung für die Menschen in meiner Nähe. Wir sind alle Teil eines Ganzen und wenn sich einer von uns erkennt, können wir diesen Teil, den der in sich erkannt hat, auch in uns erkennen. Gemeinsam mit der Erde ist dieser Erkennungsprozess um so spannender. Deshalb sollten alle Methoden direkt aus unserem Sein kommen und in Achtsamkeit wirken.

Devamata Britt Johannes arbeitet seit vielen Jahren als Therapeutin und Wegweiserin für Mensch und Landschaft.
Sie lehrt in Seminaren weltweit und begleitet in Einzelsitzungen.
Weitere Informationen zur Autorin und Veranstaltungen unter www.devamata.de
Einzeltermine jederzeit telefonisch möglich Kontakt: welcome@devamata.de


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