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Ausgabe Februar 2018
Liebe in der Dualität. Von Magdalena von Saleski


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„Alles ist Liebe“, hört man oft sagen. Doch die Momente von „Frisch-verliebt-Sein“ und von Liebeskummer scheinen ganz unterschiedliche Gefühle zu beschreiben. Was bedeutet es also zu lieben? Hat jede Liebe eine eigene Frequenz und ist die Liebe zum Kind und die zum Partner eine andere? Ist Hass das Gegenstück von Liebe? Wo entsteht diese Liebe und kann sie auch fort sein? Oder ist die Liebe immer da? In uns? Im Herzen? Manchmal sind wir so in der Gedankenwelt eingeschlossen, dass die Liebe darin untergeht.
Verpanzert durch Verletzungen und Enttäuschungen. Wenn das Gefühl, nicht geliebt zu sein, daraus entsteht, dass man die Liebe gar nicht annehmen kann. Weil das bedeuten würde, dass man sich öffnet und im Vertrauen dem Herzen lauscht. Dort hineinzufühlen und ja, die alten Verletzungen wahrzunehmen, von denen man glauben konnte, dass sie das Ende aller Tage einläuten. Dabei wird ein neuer Wachstumsprozess angestoßen. Vielleicht erinnern wir uns, als das erste Mal unser Herz gebrochen schien, und sehen, dass wir ein ganz anderes Leben führen würden, wenn der damit verbundene Teil in unserem Leben nicht geendet hätte. Wir können erkennen, dass Liebe im Außen zwar mit anderen Menschen und Dingen in Verbindung stehen kann, doch dass das Gefühl dabei immer aus uns heraus entsteht.
In Liebe sein. Unabhängig von allem, was um uns herum geschieht. Beginnen wir unseren Fokus nach Innen zu richten, in jedem Moment, immer und immer wieder, um die Essenz der Glückseligkeit zu spüren, die jenseits der körperlichen, energetischen, mentalen und emotionalen Hüllen liegt. Dann scheint dies der Ort zu sein, an dem wir eins sind mit mit allem. Der Ort, an dem die Liebe in uns wohnt.
Sobald wir damit verbunden sind, sehen wir die Welt mit den Augen des Herzens. Darin liegen Vergebung, Mitgefühl und Verständnis für uns und andere Wesen. Es gibt uns die Möglichkeit, aus dem großen Raum die Wahrheit zu erkennen, die allen Situationen innewohnt. Dies bedeutet nicht, dass es dadurch keine Dualität mehr gibt. Sind wir beispielsweise durch Worte oder Taten anderer verletzt worden und verstehen wir dann die Hintergründe dafür, die oft aus eigenen Verletzungen stammen bzw. aus dem sich noch nicht erschlossenen, unbewussten Raum heraus kreiert wurden, dann heißt das nicht, dass wir so tun, als ob die Verletzung damit nicht stattgefunden hat.

Mit innerer Annahme und Beistand sich selbst gegen-über kann man, ohne Hass und Gräuel, Menschen gehen lassen. Manche Verbindungen fühlen sich mit Abstand besser an.
Zu lieben bedeutet also nicht, bedingungslos alles anzunehmen, auszuhalten und weiterzumachen wie bisher, sondern auch los- und gehenzulassen. Die Selbstliebe ist nicht egoistisch. Sie kommt aus der Integrität heraus, und bedeutet, sich und anderen gegenüber stets ehrlich zu sein. Entscheiden wir uns dafür, mit uns selbst in Liebe zu sein, bedeutet das auch, in Fülle zu sein. So geben wir Liebe aus der Fülle heraus. Wer sich selbst nicht bedingungslos liebt, gibt nicht aus der Liebe, sondern aus dem Mangel.
Die Liebe zu fühlen, ist das Eine. Eine Grundlage. Und aus der Liebe heraus zu denken und zu reden und zu handeln, ist die Verbindung von uns nach außen. Dies ist auch unsere persönliche Aufgabe. Die Liebe in alles einzubinden, damit die Welt in ein neues Licht rücken kann. Das beinhaltet Wohlwollen anderen gegenüber. Denn wenn wir aus der Liebe heraus die Umwelt betrachten, ermöglichen wir jedem, in die Form seines höchsten Besten zu wachsen. Sobald wir auf andere einen Filter der Negativität legen, co-kreieren wir eine Welt aus dem Gedankenraum, die in die Farbe gefärbt wird, die wir ihr auferlegen. Es geht also immer um die Rückkopplung zu uns selbst. Was nehme ich wahr. Und das bedeutet nicht, sich die Welt schönzureden, sondern sie mit offenem Herzen zu betrachten. Allem und Allen eine Chance zu geben, anders zu sein, als wir es, aufgrund unserer Konditionierung und Erfahrungen, erwarten würden.
Betreten wir den großen Raum der Einheit in uns, scheint das Licht unseres Bewusstseins auch auf die Dinge, die vorher ungesehen waren. So ist uns die Möglichkeit gegeben, Stück für Stück das zu erkennen, was nicht Liebe ist in uns. Dementsprechend ändert sich daraufhin auch das Außen, denn wir erkennen so, was um uns in Liebe schwingt und was nicht, sodass wir dementsprechend unsere Entscheidungen treffen können. Worauf lassen wir uns ein, was und wer umgibt uns und wohin setzen wir den nächsten Schritt.
Wir verstehen dann, dass je mehr wir die Liebe in uns erkennen, desto deutlicher zeigt sie sich auch in unserer äußeren Welt.

Magdalena von Saleski
hat seit vielen Jahren die inneren Welten bereist. Mit der Hilfe der Pflanzendevas und verschiedener spiritueller Meister sowie jahrelanger Yoga- und Meditationspraxis ist sie in Bewusstseinsräume eingetaucht, von denen sie fast vergessen hatte, dass es sie gibt. So hat sie entschieden, sich in den Dienst zu stellen, auch Anderen dabei zu helfen, sich zu erinnern, wer sie sind. Integrität und die Verbindung mit der Erde sind für sie dabei von größter Bedeutung.

Infos und Kontakt:
www.vonhealing.com


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