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Ausgabe Februar 2012
„Das Gefängnis war das Beste, was mir in meinem Leben passieren konnte“


Der Finanzjongleur Uwe Woitzig sitzt Ende der 80er Jahre wegen Betrugs in dreistelliger Millionenhöhe im Gefängnis. In Haft lernt der erfolgsverwöhnte Narzist, der fast zehn Jahre lang ein luxuriöses Jetsetleben unter den Reichen und Schönen der Welt führte, eine ganz andere Seite des Lebens kennen: Ausgeliefert und absolut fremdbestimmt zu sein, jäh aus seiner gewohnten Umgebung gerissen zu werden, die regelmäßige Kommunikation mit Bezugspersonen auf ein Minimum reduziert zu bekommen und überwacht zu werden... Doch dann begreift Uwe Woitzig, dass ihn die Machenschaften der Finanzwelt und die ungeschriebenen Gesetze des Lebens im internationalen Jetset wesentlich stärker in Unfreiheit gehalten haben, als die ihn umgebenden Gefängnismauern und die Zwänge des Gefängnisalltags. Somit eröffnet ihm die extreme Situation der Haft eine einzigartige Chance: Sein mächtig aufgeblasenes Ego zerplatzt wie eine Seifenblase. In der Zwangsgemeinschaft der Häftlinge vermag er sogar authentische Beziehungen und Freundschaften aufzubauen, wozu er bei seiner permanenten Jagd nach dem großen Geld nicht mehr in der Lage war. Für ihn wird das Gefängnis zum Ort der Selbstfindung. Die intensiven Gespräche mit außergewöhnlichen Mitgefangenen tragen wesentlich dazu bei, dass es ihm gelingt, eine radikale Veränderung seiner bisherigen Sichtweisen vorzunehmen und als innerlich freier Mensch entlassen zu werden.
Uwe Woitzig, Hofgang im Handstand, Mein Weg in die Freiheit, 336 Seiten, 19,99 Euro, ISBN: 978-3-7787-9224-7, Integral Verlag



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