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Ausgabe Februar 2012
Schlüssel zur Veränderung. In den größten Herausforderungen liegen die größten Geschenke. Von David Naor


In einer Angelegenheit sind sich Pädagogen, Manager und Spirituelle einig: Die Fähigkeit zur Veränderung ist in der heutigen Welt eine essenzielle Eigenschaft. Menschen, die für Veränderungen offen sind, haben bessere Chancen, sowohl beruflich als auch persönlich wirklich erfüllt zu sein.
Kabbalisten haben Jahrtausende lang gelehrt, dass der Schlüssel zur Veränderung jedem Hindernis und jeder Herausforderung innewohnt; vorausgesetzt, wir sehen die Schätze, die in ihnen verborgen sind. Obwohl sie manchmal unüberwindbar scheinen, tragen genau diese Herausforderungen die Geheimnisse unseres Erfolges in sich. Es wäre uns ohne sie nicht möglich, zu wachsen. Nicht nur, dass wir keine Angst vor ihnen haben sollten, wir sollten sie sogar suchen und uns ihnen bewusst stellen. Erst dann sind wir wieder proaktive „Architekten“ unseres Lebens und nicht „Opfer“ äußerer Umstände.
Eine der essentiellen Lehren der Kabbalah ist die Überwindung von Hindernissen und Herausforderungen. Im Unterschied zu anderen Lehren liefert die Kabbalah ein vollständiges System mit „Werkzeugen“, die uns dabei helfen, unser Leben nachhaltig zu verbessern. Kabbalah ist genau deshalb praktisch und zeitlos. Sie ist für jeden Menschen anwendbar und lebbar, unabhängig von Alter, Religion oder sozialer Umgebung. Jeder träumt davon, die Kraft zu besitzen, mit seinem Bewusstsein und seinen Gedanken die Realität zu beeinflussen (Geist über Materie). Gemäß den Lehren der Kabbalah haben wir alle die Befähigung dazu, nur leben wir jeden Tag aufs Neue, ohne diese Möglichkeit umzusetzen.

Augenblicklich beeinflusst eher unser negatives Denken die Realität; Pessimismus, Zweifel und Zynismus werden zu selbsterfüllenden Prophezeiungen. Unsere angeborene Fähigkeit, Geist über Materie zu leben ist nur durch unsere Annahme verhüllt, dass dies gar nicht möglich sei. Gut 99 Prozent unserer Gedanken entspringen dem negativen Bewusstsein unseres Egos. Wir sehen nie das gesamte große Bild, sondern nur einen kleinen Realitätsausschnitt. Darauf basierend bilden wir dann unser Urteil über das Leben. Wir sehen nicht den Gesamtprozess.

Rav Ashlag, der größte Kabbalist des 20. Jahrhunderts und Gründer des Kabbalah Centres 1922 in Jerusalem, gibt dazu ein wunderschönes Beispiel: „Wenn wir eine unreife Frucht pflücken, zum Beispiel einen Apfel, und beißen hinein, wird der Geschmack vermutlich fürchterlich sauer sein. Wir werden dann wahrscheinlich nicht den Apfel samt Baum als „schlecht“ oder „unbrauchbar“ bezeichnen, denn wir wissen, dass da ein Prozess im Gange ist, der noch nicht abgeschlossen ist und dass der Baum am Ende süße, herrliche Früchte tragen wird. Alles, was wir tun müssen, ist den Baum zu pflegen, zu gießen, zu düngen und ihm Sonne zu geben. Genauso ist es in unserem Leben. Oftmals betrachten wir eine schwierige Situation und bezeichnen diese als „schlecht“. Wir können uns nicht vorstellen, wozu dieses Unglück oder dieses Problem gut sein soll. Rav Ashlag erklärt uns, dass genau diese Situationen Prozesse sind, die am Ende süße Früchte tragen werden. Alles, was wir tun müssen, ist die spirituelle Arbeit an uns selbst. Jeder, der den Wunsch hat, sich zu ändern und zu wachsen, hat die Möglichkeit dazu.
Wenn wir lernen, unser Bewusstsein und unsere Gedanken zu verändern, Verantwortung für unser Handeln und für die Konsequenzen zu übernehmen, dann ist dies ein entscheidender Schritt in ein Leben voller Freude und Erfüllung und der Schlüssel für einen bleibenden positiven Wandel der Menschheit. Die Kabbalah erklärt, WIE wir das tun können, wie wir unseren Geist nutzen und stärken können, um eine bessere Realität zu kreieren. Wir können diese Kraft, die in jedem von uns steckt, abrufen und nutzen, um positive Situationen und Gelegenheiten in unser Leben ziehen - um erfolgreich zu wachsen. Jedes Hindernis und jede Herausforderung ist also nur ein weiterer Schritt in ein erfolgreiches und freudvolles Leben.

Heute im Jahr 2012 befinden wir uns in einer der wichtigsten Zeitperioden seit Bestehen der Menschheit. Es ist nicht nur ein Medienhype oder die Spekulation um konspirative Theorien, mit 2012 beginnt eine neue Ära auf dem Weg der gesamten Welt, wir werden quasi „hineingeführt“ in sehr schnelle und drastische Veränderungenin in jedem Bereich der Gesellschaft und unseres Lebens. Alte Systeme werden zusammenbrechen, um neue entstehen zu lassen. Anstelle von Korruption und Egoismus werden diese auf Nächstenliebe und Fürsorge basieren. Schon jetzt ist es spürbar, dass uns jede Krise auch persönlich betrifft und uns dazu „zwingt“, weniger aus Ego zu handeln. Für einige kann das ein „unangenehmes“ Empfinden sein, diejenigen jedoch, die an sich arbeiten und wachsen, werden dieses Jahr voller Erfüllung und positiver Durchbrüche erleben. Das Jahr 2012 wird uns viele Herausforderungen bringen, deren Ziel eines ist: die Menschheit durchläuft einen Prozess des Umdenkens. Wir können Teil dieses Prozesses werden. Mit den Werkzeugen der Kabbalah lernen wir die Unterstützung kennen und anwenden, um im kommenden Jahr unser größtmögliches Potenzial zu verwirklichen und die vor uns stehenden Herausforderungen zu den größten Geschenken für uns und die gesamte Welt zu machen.


David Naor ist Kabbalah-Lehrer und unterrichtet in Kursen und Seminaren im deutschsprachigen Raum. Er wurde von Rav Berg, dem Leiter des heutigen Kabbalah Centres, ausgebildet und widmet sein Leben der Verbreitung dieser uralten Weisheit. Aufgrund der ständig wachsenden Schülerzahl und dem immer größer werdenden Interesse an den Lehren der Kabbalah in Deutschland ist im März 2011 in Berlin ein Kabbalah Centre eröffnet worden. Hier finden seitdem regelmäßig Veranstaltungen statt, wie Unterricht, Workshops oder Feierlichkeiten zu besonderen Kabbalistischen Ereignissen.

http://de.kabbalah.com


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