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Ausgabe Januar 2011
Neues Jahr - neue Vorsätze
Beitrag von Oliver Driver


Gute Vorsätze sind nicht immer auch gute Ziele

Haben Sie sich schon ein paar gute Vorsätze für 2011 gemacht?

Mal wieder aufhören zu rauchen, ein paar Kilo abnehmen, mehr Sport treiben?
Mehr Zeit für die Familie nehmen?

Wollen Sie wieder regelmäßig ein gutes Buch lesen.

Vergessen Sie es! Hat doch sowieso noch nie funktioniert. Warum sollte es dann diesmal gelingen?
Zu guter Letzt hat doch noch immer der innere Schweinehund in uns gesiegt. Wie wäre es, wenn Sie dieses Mal etwas anderes probieren?

Ein weiser Mann hat einmal gesagt „Ein Ziel ist ein Traum mit Datum“. Ziele entstehen aus Problemen, Bedürfnissen, Wünschen oder Visionen. Ein Ziel ist also die positive Kehrseite einer unbefriedigenden Situation.

Gehen Sie Ihre Ziele in 2011 doch einmal folgendermaßen an:

Was ist Ihr Grundbedürfnis?
Ich will gesund leben. Was ist Ihre Konsequenz daraus?
Ich will abnehmen. Welche Schritte müssen Sie dazu gehen? Ich trinke Wasser und Säfte, ich esse gesund, ich treibe Sport …
Auch der längste Weg beginnt mit einem Schritt, so schrieb Laotse bereits vor 2.900 Jahren . Nur dumm, wenn Sie beim zweiten Schritt bereits stolpern und beim dritten fallen. Ist das Abnehmen eigentlich Ihre eigene Idee? Oder findet eher Ihr Partner, dass Ihnen ein paar Pfund weniger gut stehen würden? Fremde Ziele sind echt schwer zu erreichen … Wenn Sie Ihr Ziel nicht zu Ihrem eigenen machen, lassen Sie es besser gleich.
Es wurde eine Menge über Ziele geforscht und geschrieben. Zusammenfassend kann man sagen, dass für jedes gute Ziel folgende Regeln gelten:
Das Ziel ist konkret und spezifisch.
Das Ziel muss messbar sein.
Das Ziel ist terminiert.
Die Zielerreichung liegt in Ihrer Macht.
Das Ziel ist Ihr eigenes und kein fremdes.
Das Ziel bezieht sich auf Ihre innere Einstellung, auf Ihre persönliche Haltung.
Das Ziel muss realistisch sein.
Das Ziel muss attraktiv sein.
Haben Sie diese Punkte berücksichtigt, könnten Sie sich mit folgenden Fragen beschäftigen: Welche Informationen haben Sie über das Ziel? Welchen Gewinn werden Sie haben? Welche Wege waren bisher nicht effizient, wo hatten andere schon Schwierigkeiten und was waren die Hindernisse? Wer oder was kann Sie hindern? Welche Ressourcen haben Sie und welche brauchen Sie noch? Wie können Sie das Ziel elegant erreichen? Welchen Weg haben Sie bisher noch nicht probiert? Wann ist der richtige Zeitpunkt um zu starten? So gut, so schön. Haben Sie alles schon vergangenes Jahr so gemacht? Und wer torpediert Ihre Pläne dann immer? Ganz einfach: Ihre rechte Gehirnhälfte. Ihre rechte Gehirnhälfte steht u.a. für das Unbewusste, für Emotionen, für Bilder, für Schnelligkeit und Spontaneität. Wenn Ihnen nicht klar ist, wer Ihre Zielerreichung verhindert, dann seien Sie gewiss, es kommt aus dem Unbewussten. Ein unbewusstes Bedürfnis, welches Ihrem Ziel entgegen steht, ist stärker als viele Ihrer Wünsche.
Hören Sie nämlich nur auf den Verstand, wird Ihr Unbewusstes dies boykottieren. Hören Sie auf das Unbewusste, wird das Ziel nicht in Angriff genommen, welch ein Dilemma. Sie kennen die Fabel von Buridans Esel? Die Lösung ist, dass das Unbewusste bewusst gemacht und in das Ziel integriert wird. Ihr Verstand kann ein Ziel nur durchsetzen, wenn er das Unbewusste mit im Boot hat. Wir halten fest:
Ziele werden entsprechend stark und kraftvoll, wenn sie auf Leidenschaft treffen.
Die Leidenschaft, die über Ihre rechte Gehirnhälfte läuft, können Sie nur mit Bildern erreichen. Die linke Gehirnhälfte arbeitet mit Zahlen, Worten, Zeichen. Rechts läuft alles über Bilder, Ihr Unbewusstes kann mit Worten und guten Vorsätzen überhaupt nichts anfangen. Um ein vom Verstand vorgegebenes Ziel für das Unbewusste verständlich zu machen, müssen wir es ihm zunächst einmal erklären und dann attraktiv erscheinen lassen. Dies geschieht über Bilder, auf die es positiv reagiert. Je stärker die positive Reaktion ist, desto besser.
Das Züricher Ressourcenmodell (ZRM), ein von Maja Storch und Frank Krause in den 1990er Jahren für die Universität Zürich entwickeltes Modell zur Zielerreichung arbeitet dabei mit Bildern und Fotos sowie einem prägnanten Motto. Suchen Sie sich aus Postkarten, Zeitungen oder Internet ein paar Bilder, die bei Ihnen eindeutig und klar positive Emotionen hervorrufen, Fotos, die Sie bewegen. Nehmen Sie Tier- und Naturaufnahmen, Pflanzen, Fahrzeuge und Ähnliches. Und nun machen Sie gemeinsam mit Freunden oder der Familie ein Brainstorming. Nehmen Sie sich jeder jedes Bild vor und assoziieren Sie frei. Was empfindet jeder bei dem Bild? Was fällt ihm dazu ein? Einer schreibt dabei alles auf, halten Sie jede Idee schriftlich fest.
Danach suchen Sie für sich aus all diesen Ideen und Assoziationen die aus, die Ihnen am besten gefallen. Aus diesen Assoziationen formulieren Sie verschiedene, möglichst bildhafte Sätze und schauen, welcher Satz Ihnen zu 100 % gefällt und in Ihnen keinen Widerstand auslöst. Solch ein Satz, das Motto, könnte sein, wenn Ihre Bilder vielleicht eine riesige Welle, ein Fluss und das Meer waren: „Stark wie eine Welle und ruhig wie ein Fluss fließe ich zum blauen Ozean.“ Dieser Satz beherrscht nun Ihr Leben. Schreiben Sie ihn auf, stecken Sie Ihn in die Brieftasche, an den Badezimmerspiegel, an den Kühlschrank, an den PC und lassen Sie sich ein T-Shirt mit Ihrem Satz bedrucken. Dies sind Ihre gegenständlichen Erinnerungshilfen. Suchen Sie sich zusätzlich fünf bewegliche Erinnerungshilfen. Beweglich wären z.B. das Handyklingeln, das Starten Ihres Autos, der Ausspruch „Guten Tag“, aber auch Düfte, Geschmäcker, Farben oder Landschaften.

Unterstützen Sie sich für Ihr Ziel mit Mentaltraining, es hilft Ziele detailliert zu visualisieren, sprich, sich vorzustellen. Schließen Sie immer mal wieder die Augen und lassen Sie das Ziel vor ihrem inneren Auge erscheinen. Erleben Sie es in allen Einzelheiten mit allen Sinnen.

Wie sieht die Zielereichung visuell aus?
Was fühlen Sie dabei?
Wie hört es sich an?
Verbinden Sie einen Geschmack damit?

Beantworten Sie dabei die Fragen:
Wer, Was, Wann, Wo, Wie, Wie genau, Mit wem?

Wenn Sie dann noch Ihr Umfeld um Unterstützung bitten, könnte es in 2011 endlich klappen.

Und schon steht ein neues Ziel an:
Wie erhalte ich diesen erreichten Status?
Nun, dies würde ein Buch füllen…
Alles zuviel Aufwand?
Dann denken Sie noch einmal über Ihre Grundbedürfnisse nach!

Der Autor Oliver Driver ist schamanisch orientierter Coach und Seminarleiter. Er lebt und arbeitet in Köln.


mehr Infos: www.shamanic-coach.de


Buchtipp:
Oliver Driver, Selbstheilungspraxis - Der schamanische Weg - Ein Weg der Leichtigkeit durch die Kraft der Seele, Schirner, €17.95


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