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Ausgabe Juli 2010
Bäume und das energetische Netz des Lebens
von Lutz Wilde


Anregungen zum Kontakt mit Naturwesen

Gibt es nur das, was wir jetzt gerade sehen, schmecken, berühren, anfassen und hören können? Im Film Avatar lernt der Held, Jake Sully, wie sich mit dem eigenen Einlassen auf die Natur die Sensitivität ändert, die eigene Wahrnehmung vielschichtiger wird. Er erfährt auf diese Weise das umspannende Netz des Lebens, in dem jedes Individuum seinen Platz hat. Jedes Individuum ist mit dem Ganzen durch energetisch-geistige Verbindungen vereint.
Gibt es das nur im Film? Ist es nur eine ausgedachte Geschichte? Für mich ist der Film ein Angebot, sich mit dem Wesen der Natur und des Lebens auseinanderzusetzen. Hier auf der Erde, in den Tieren und Pflanzen, in den Menschen will dieses Netz des Lebens erkannt, erlebt und sogar gelebt werden. So, wie es die Naturvölker, die Sehenden, die Heiler und Schamanen seit Jahrtausenden praktizieren.
Unsere Zivilisation ist reif für diese Wieder-Entdeckung. Krankenkassen nehmen Akupunktur, Reiki, Tai Chi oder Qi Gong in ihre Programme auf. Diese Methoden basieren auf dem energetischen Netz des Lebens, auf dem Verbunden-Sein mit dem Ganzen, dem Austausch von Energien, Kraft, Liebe und Wissen.
Ich wünsche mir, dass noch viel mehr Menschen aktiv das Netz des Lebens, die energetischen Verbindungen erspüren, entdecken, erforschen. Denn damit entdecken und erforschen sie ihr eigenes Wesen. Es führt zu einer erweiterten Selbstentdeckung und einer (Neu-)Entdeckung der Welt und des Seins. Und ich möchte Sie als LeserIn auf diesen Weg „locken“, möchte Ihnen den Weg schmackhaft machen. Deswegen folgt eine Anregung der Selbst- oder Naturerfahrung mit Bäumen. Ich wünsche Ihnen viel Freude damit.


Naturerfahrung mit Bäumen
Wählen Sie einen Tag, an dem Sie Zeit haben und gehen Sie in einen Wald oder Park. Achten Sie auf Ihre Gefühle. Beobachten Sie, ob Sie sich von einem Baum angezogen fühlen. Das kann ein innerer Drang sein, sich dort hin zu begeben. Oder Sie finden diesen Baum (auf einmal?) besonders schön, oder „etwas“ lässt Sie den Weg verlassen und Sie stehen (auf einmal) vor einem Baum. Das sind nur einige Möglichkeiten.
Nehmen Sie sich Zeit, diesen Baum kennen zu lernen. Betrachten Sie ihn, achten Sie auf Ihre Gefühle und wenn sich Freude oder Liebe einstellt, so lassen Sie diese ohne jede Anstrengung sich ausbreiten und den Baum erreichen. Stellen Sie sich vor, Sie würden – wie Kinder es gerne tun – „so-tun-als-ob“ spielen. Lassen Sie sich für einige Minuten auf dieses Spiel ein.
Wir spielen das Spiel so: Der Baum ist ein Lebewesen und kann genau wie Sie denken und fühlen. Allerdings kann er nicht „sprechen“. Dennoch kann er Ihnen Gedanken und Gefühle senden, die Sie wahrnehmen können. Und Sie können ihm Gedanken und Gefühle senden, die er wahrnehmen kann.
Damit ist das „Spielbrett“ abgesteckt. Wenn Sie jemanden kennen lernen wollen, so können Sie auf diesen zugehen, sich vorstellen und ihn bitten sich vorzustellen. Genauso tun Sie es bitte in dem Spiel mit dem Baum. Sagen Sie mental dem Baum „Ich komme in Achtung und …. (z.B. Liebe, wenn Sie Liebe empfinden) und möchte dich gern näher kennen lernen. Bitte gib mir ein Zeichen, damit ich erkenne, dass du mit meiner Annäherung einverstanden bist.“
Beobachten Sie genau. Die Antwort kann sich wieder auf vielfältige Weise ausdrücken. Das innere Gefühl: „jetzt kann ich gehen“ ist eine Möglichkeit. Öfter zeigt sich die Zustimmung dadurch, dass sich ganz lokal ein kleines Lüftchen erhebt und die Blätter anfangen zu „winken“. Oder Ihre Aufmerksamkeit wird auf einmal auf ein auf dem Boden liegendes Aststück gelenkt. Auch hier sind es nur Beispiele, die nicht den gesamten Bereich der Möglichkeiten wiedergeben.
Wenn Sie die Einwilligung erhalten haben, oder einfach glauben, diese Einwilligung erhalten zu haben, gehen Sie langsam und aufmerksam auf den Baum zu. Spüren Sie immer wieder in sich und finden Sie Ihre „passende“ Stelle am Baum, um sich anzulehnen, die Hände an dem Stamm zu halten oder anderweitig Kontakt aufzunehmen. Fühlen Sie sich und lassen Sie die Impulse zu, die vom Baum zu Ihnen kommen. Wenn Sie aufmerksam sind, können Sie in ein mentales Gespräch gehen. Sie könnten ihn z.B. bitten, dass er sich Ihnen in seiner Wirkung und Kraft zeigt. Und bitten Sie ihn dabei, dass er sich nur so stark äußert, wie es für Sie angenehm und harmonisch ist. Schließen Sie die Augen und fühlen Sie. Nehmen Sie ganz entspannt und doch mit allen Sinnen wahr. Vielleicht sehen Sie innerlich Bilder, hören Musik. Vielleicht spüren Sie ein Kribbeln oder etwas ganz anderes. Nehmen Sie einfach Ihre Gedanken, Gefühle und Ihren Körper wahr.
Diese Zeit des Austausches sollte anfangs 2 bis 5 Minuten am Tag nicht überschreiten. Dann danken Sie dem Baum und verabschieden Sie sich. Wenn Sie den Kontakt halten oder weiter vertiefen möchten, so bitten Sie den Baum, dass er Ihnen etwas mitgibt. Wenn der Baum damit einverstanden ist, werden Sie wissen, was er Ihnen mitgibt. Nehmen Sie dieses auf, danken ihm und dann spazieren Sie weiter. Spüren Sie dabei zu den Füßen und nehmen Sie den Kontakt zur Erde ganz bewusst wahr. Atmen Sie dreimal tief ein und aus und seien Sie dann wieder in der „normalen Welt“. Das Spiel „so-tun-als-ob“ ist damit für heute beendet.
Gönnen Sie sich eine Zeit der Entspannung, bevor Sie über Ihr Erlebnis nachdenken. Bitte lassen Sie Ihre Erfahrung unbewertet. Wiederholen Sie das Spiel an einem anderen Tag, mit einem anderen Baum (der Ihnen gefällt). So lernen Sie Ihre eigenen Wahrnehmungskanäle zu diesem Netz des Lebens kennen. Vielleicht wandelt sich mit der Zeit Ihre Einstellung zu diesem „Spiel“. Es kann sein, dass es Ihnen wie mir oder uns geht und Sie solche Kontakte als ganz „normal“ ansehen. Vielleicht haben Sie sogar Freude daran entwickelt, wollen tiefer das Netz des Lebens, die energetischen Verbindungsnetze entdecken. Dann zögern Sie nicht. Wie im Film Avatar werden auch Sie erwartet. Das Leben freut sich auf Sie. Und wir freuen uns auf Sie, wenn wir Ihnen weitere Anregungen geben können.



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