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Ausgabe Dezember 2008
Visionsfindung - ein Weg zu sich selbst

Dr. Lutz Wilde von der Akademie House of Shaman berichtet, womit man auf diesem Weg rechnen muss.

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Die Visionsfindung findet in einem Naturschutzpark ca. 50 km nördlich von Antalya statt. Hohe Berge, harzig duftende Nadelgehölze, der frische Geruch von blühenden Wildkräutern, ein Blick zum strahlend blauen Meer, so präsentiert sich unser Visionsfindungsgebiet. Die Sonne strahlt. Blauer Himmel umhüllt uns und die Luft weist die herrliche Frische bergiger Wald- und Wiesengebiete auf. Hier treffen sich Berge, Wald, Luft und Meer.
Der Wasserstand der Bäche ist schon gesunken. Aber noch durchfließt das klare Gebirgswasser die trockene Region und versorgt Kräuter, Pflanzen und Bäume mit dem lebensspendenden Nass. Sie bedanken sich und lassen ihrer Kreativität freien Lauf, wie vielfältige Farben und Formen zeigen.

Es ist herrlich, hier zu sein. Und immer wieder warten neue Begegnungen mit den Bewohnern dieser Gegend auf uns. Mitunter sind es besonders geformte Steine, unbekannte Pflanzen, bunt geschmückte Käfer oder andere Tiere.
Energetisch zeigt dieses Gebiet eine wichtige Besonderheit. Rotierende Energiefelder ermöglichen ein schnelles Loslassen des Alltags. Das ist ein wesentliches Ziel der Vorbereitungsphase. Denn wenn die Alltagsgedanken schweigen, öffnet sich der Raum für das jeweils größere „Ich“.
Die Unterkünfte liegen in einem großen Gelände mit Baumhäusern, Aufenthalts- und Essraum. Große überdachte und Schattenspendende Podeste finden wir im Garten, auf denen Kissen zum Ausruhen und Nachsinnen einladen. Es ist einfach und sauber. Und die liebevolle Pflege ist allerorten spürbar.

Die ersten Tage dienen dem Ankommen und dem Vorbereiten auf DAS innere Erlebnis: 4 Tage und 3 Nächte allein in der Wildnis. Frauen und Männer zwischen 20 und 60 sind dabei. Sie beginnen sich energetisch vorzubereiten.
Meditationen, Übungen, Einweihungen, Lichtkörperaktivierungen und Übergänge – der Tag ist gut strukturiert, gut gefüllt. Und zwischendurch findet sich immer wieder Zeit zur Besinnung: Was habe ich gerade gemacht? Was habe ich erfahren? Auch Theorie will verarbeitet werden: Denn schließlich will verstanden werden, was in uns (energetisch) geschieht, wenn wir unser Bewusstsein bis in die Erzengelebene ausdehnen.

Für Langeweile ist keine Zeit. Es ist wie ein energetisches Bodybuilding für die Seele, durch den der Kokon des alltäglichen Denkens abgestreift wird. Ganz von allein wendet sich die Aufmerksamkeit weg vom Denken, hin zum Fühlen. Der Verstand darf die Erfahrungen verarbeiten. Und so vollzieht sich ganz im Sein ein Öffnen für Neues.
Ich nehme wahr, wie die TeilnehmerInnen offener werden. Sie werden empfänglicher für das Feinstoffliche und das Geistige. Gleichzeitig steigt das innere Empfinden von Kraft, Klarheit und Freude. Die Übungen und der Austausch bringen Begegnungen, führen die TeilnehmerInnen zu einer Gruppe zusammen.

Dann beginnt die heiß ersehnte und mitunter mit Aufregung besetzte Zeit: Allein in der Natur. 4 Tage an einem Ort. Sitzen, stehen, liegen – und doch vier Tage an einem Ort verbringen. Das ist eine große Leistung. Von außen gesehen mag es scheinen: Oh, wie eintönig. Das ist es ganz sicher nicht.
Übungen strukturieren die Zeit. Elementemeditationen führen zu einer Balance im Körper, Atemübungen öffnen, Meditationen in Wissensspeichern der Erde als auch des Kosmos regen die Erinnerung an. Wer bin ich? Wozu bin ich hier? Was ist geschehen? Wo will ich hin?
Mit den erhaltenen Antworten erfolgt ein tiefes Versenken nach Innen. Nachspüren, einordnen, prüfen, weiterfragen. Ruhe stellt sich ein. Mehr und mehr Stille. Und doch gibt es Zeiten, in denen das Auge die Abwechslung sucht. Und tatsächlich: Diese Abwechslung gibt es. Denn das Auge nimmt anders wahr.

Der kleine Flecken Erde wird zu einem ganzen Universum.
Die wechselnden Tageslichtverhältnisse fallen auf, lassen vielfältige Nuancen im grün-braun der Bäume und der Erde wahrnehmen. Schatten wandern und zeigen ein eigentümliches Spiel von Farben und Form. Insekten kommen, begrüßen uns. Manche haben sich besonders geschmückt. Ich erinnere mich an einen Käfer mit einem rot-schwarz-längsgestreiften Kleidchen. Eine kleine Spinne ist grau-schwarz-quergestreift und hopst immer ganz eigen. Mein Herz ist mit Freude und Liebe gefüllt. Ich spüre Mutter Erde mit ihrer tiefen Liebe und Geborgenheit. Ja, Mutter Erde trägt uns. Wo immer wir stehen.

Es ist Mittag, die Sonne sticht. Gerade bin ich von der Tour angekommen. Zweimal am Tag halten wir nach Bändchen Ausschau, die ein(e) TeilnehmerIn anhängen kann, wenn sie oder er um Unterstützung oder ein Gespräch bittet. Jetzt richte ich meinen Platz her und setze mich. Vor mir liegt ein Kreis mit den Repräsentanten einer/s Jeden. Ist alles harmonisch? Braucht Jemand meine Unterstützung?
Auch hier finden die Elemente-Kräfte Eingang. Denn nur in einem harmonischen, ausgeglichenen Feld haben die TeilnehmerInnen die Ruhe, die sie brauchen, um ihr Maximum an zukunftsweisenden Einsichten und Visionen zu erhalten. Es ist eine Zeit des Findens.

Sehnsüchte werden befriedigt, Ruhe und Frieden stellt sich ein. Die Zeit in der Natur ohne Ablenkungen öffnet Erinnerungen. Weshalb hat man sich dieses Leben ausgesucht? Warum in dieser Zeit? Was hat man sich vorgenommen? Und es ist immer eine tiefe Begegnung mit sich selbst.

Die Freude über diese Begegnung, über die Einsichten und über auch über die Tatsache: „Ich habe es geschafft“ leuchtet Jeder und Jedem nicht nur aus den Augen. Der ganze Mensch strahlte diese Freude aus. Und damit beginnt die Nachbereitung: Reflektieren, sich erinnern. Sich bewusst werden, was man gerade gemacht hat, was man erlebt hat.
Die Übungen gehen weiter und dann ist es soweit: Alle erheben Ihr Bewusstsein in die Ebene der Erzengel. Welch eine Freude. Rituale runden diese wundervollen Entwicklungsschritte ab, lassen das Herz weich und dankbar überfließen. Sie festigen das Erreichte und geben gleichzeitig einen Ausblick auf das Kommende: Das Umsetzen und Integrieren im Alltag.

Mit dem Rückflug endet die Visionsfindungsreise, nicht aber ihre Wirkung. Mitunter vergehen Wochen, bis sich der enorme Entwicklungssprung zu entfalten beginnt. Das alltägliche Leben verändert sich. Denn die Weisheit, Liebe und Kraft ist da, die selbst geschauten Visionen im Alltag zu verwirklichen.
Die Weite der Visionen und Kraft bringt Jede(r) durch seine Vorerfahrungen selber mit. So sind die Visionsfindungen für „Anfänger“ und „Fortgeschrittene“ gleichermaßen geeignet. Es erfordert lediglich guten Willen und eine innere Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen.

Im Jahr 2009 vertiefen wir diese Entwicklungsbereiche. Wir arbeiten weiter an der Aktivierung der Kugelenergiefelder (Kugelenergiefelder sind in der kosmischen Ebene aktiv). Dabei halten wir es wie Teilnehmer. Als B. Monate nach der Reise die Fotos sah und die dort gesungenen Lieder hörte, erklärte er spontan: „Ich würde am Liebsten sofort wieder hinfahren.“


Dr. Lutz Wilde ist promovierter Physiker und Schamane. Er ist Priester der ARDET und arbeitet als Berater und Geistheiler. Er gehört auch 2009 zum Leitungsteam der Visionsreise.



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