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Ausgabe September 2008
30 Jahre Kosmische Oktave

Planetare Rhythmen, Kammertöne und der Ton der Einheit
von Hans Cousto

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Der Mathematiker und Musikwissenschaftler Hans Cousto entdeckte 1978 die universelle Bedeutung des Oktavgesetzes, indem er erstmalig die planetarischen Kammertöne berechnete, die so etwas sind wie akustische Hochpotenzen aus dem Sonnensystem. Sie werden von anderen Autoren auch Urtöne genannt.
Wir gratulieren recht herzlich anlässlich des 30 jährigen Jubiläums der Entdeckung der Kosmischen Oktave, die am 3. Oktober in Berlin gefeiert wird und wünschen der Kosmischen Oktave auch weiterhin viel Erfolg.

Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts war es in der Regel nachts dunkel und tagsüber hell. Die wenigen Menschen, die nachts noch tätig waren, arbeiteten bei Kerzenlicht oder beim Schein einer Öl- oder Petroliumlampe. Auf den Straßen war es vollkommen dunkel. Erst ab 1820 wurde auf großen Plätzen und in einigen Straßen in den Städten die Gasbeleuchtung eingeführt, die ein wesentlich helleres Licht erzeugte. In den Städten war es in der Folge nachts nicht mehr richtig dunkel. Um 1890, als die elektrische Beleuchtung ihren Siegeszug begann, wurde die Nacht nicht nur auf den Straßen, sondern auch in den Behausungen der Menschen zum Tage gemacht. Die Menschen konnten, wann immer sie wollten, die Dunkelheit durch das Bedienen eines Schalters vertreiben. Das Empfinden für den natürlichen Wechsel von hell und dunkel ging verloren. Dies gilt nicht nur für den Wechsel von Tag und Nacht, sondern vor allem auch für den Mondzyklus.
Der Zyklus von Neumond zu Vollmond und wieder zu Neumond ist ein äußerst lichtschwacher Zyklus, dessen Wahrnehmung durch künstliche Lichtquellen gestört wird. Bei Neumond beträgt die Lichtstärke bei klarem Sternhimmel nur 0,001 Lux. Bei Vollmond ist die maximale Lichtstärke etwa 250 Mal größer und beträgt 0,25 Lux. Eine Kerzenflamme erzeugt im Abstand von einem Meter eine Lichtstärke von einem Lux. Eine elektrische Zimmerbeleuchtung hat eine Lichtstärke von 500 bis 1.000 Lux, die Sonne erzeugt an einem strahlenden Sonntag eine Lichtstärke von bis zu 100.000 Lux.
Die Menschen haben ein Wahrnehmungssystem für äußerst langsame zyklische Veränderungen der natürlichen Lichtverhältnisse. Diese Lichtverhältnisse ändern sich auf der Erde entsprechend den Positionen von Sonne und Mond am Himmel. Obwohl sich diese Zyklen überlagern, unterscheidet unser Wahrnehmungssystem drei voneinander getrennte kosmische Zyklen, den Tageszyklus, den Vollmondzyklus und den Jahreszyklus. Entsprechend wurden Kammertöne nicht selten oktavanalog und somit in Resonanz zu diesen kosmischen Zyklen bestimmt respektive eingestimmt. So lag beispielsweise der klassische Kammerton im Zeitraum von 1750 bis 1820 bei 421 Hz (Mozarts Stimmgabel hatte 421,6 Hz). Dieser Kammerton lag sehr nahe bei der 30. Oktave des Mondzyklusses mit 420,8 Hz. Richard Erlewein hat in seiner Analyse Musik in kosmischer Resonanz - die Bedeutung der alten Kammertöne (Aventurin Verlag, Ulm 2008) nachgewiesen, dass auch die Kammertöne in der Barockzeit bis 1750 und in der Romantik in harmonischen Bezügen zu den kosmischen Lichtzyklen auf der Erde standen. Der heute offiziell als Norm gültige Kammerton mit 440 Hz ist nicht im harmonischen Einklang mit einem dieser Zyklen.

Meditationen in Indien im Einklang mit dem Jahreston der Erde
Vergleichende Studien bestätigten immer wieder, dass der Jahreston der Erde (32. Oktavton des Jahreszyklus = 136,1 Hz) exakt übereinstimmt mit Grundtönen, die in andern Kulturkreisen seit Jahrtausenden gelten. Besonders ist hier das Urmantra (eine Art Gebetsformel oder Liturgie) Om der indischen und fern östlichen Kulturkreise zu erwähnen. Das Om entspricht der Bedeutung nach dem abendländischen Amen, was so viel bedeutet wie: so ist es, und wird, wie die klassischen indischen Instrumente, die Sitar und die Tambura, genau im Einklang mit dem Jahreslauf der Erde eingestimmt.

Vom Makrokosmos zum Mikrokosmos
Genauso, wie man astronomische Zyklen mittels des Oktavgesetzes in den Hörbereich transponieren kann, ist es möglich, die Resonanzen von Molekülen und Atome durch Transposition für das menschliche Ohr wahrnehmbar zu machen. Von besonderem wissenschaftlichen Interesse sind dabei die harmonikalen Strukturen aller dem Wasserstoff (Element Nr. 1) zugehörigen Frequenzen und die dem Wasserstoff innewohnende Klangstruktur. Da die einzelnen Frequenzen durch ganz bestimmte Arten von Elektronensprünge und den zugehörigen Energieniveaus determiniert sind, offenbart die Klangstruktur des Wasserstoffs den Zuhörenden auch wesentliche Elemente der Quantenphysik - auf dem Wege der Akustik mittels Klangbilder. Weit mehr als die Hälfte aller Atome im Universum sind Wasserstoffatome. Deshalb sind die dem Wasserstoff eigenen Frequenzen tonangebend im Universum, da sie häufiger vorkommen als alle anderen Frequenzen zusammen.
Im Jahr 2007 stellte Norbert Böhm im Rahmen seiner philosophisch-physikalischen Untersuchungen fest, das die höchste aller möglichen Frequenzen im Universum okatvanalog nahezu im Einklang mit dem Jahreston der Erde - dem Om - ist. Die 32. Oberoktave des Erdenjahres erklingt mit 136,10 Hz, die 134. Unteroktave der höchsten aller möglichen Frequenzen - dem Pendant zum Planck'schen Wirkumsquantum - erklingt mit 135,6 Hz. Die genaue Berechnung veröffentlichte Norbert Böhm in dem Werk Die Philosophie der Einheit - Die Suche nach der Einheit, moderne Physik im Kontext der Philosophie im Internet auf seiner Website www.friedenswarte.de.

Hans Cousto, geb. 1948 in der Schweiz, Mathematiker und Musikwissenschaftler, arbeitet seit vielen Jahren interdisziplinär im Bereich Harmonik. Er wurde bekannt durch seine Berechnungen der harmonikalen Kammertöne, die er von astronomischen Gegebenheiten her abgeleitet hat. Seine beiden Grundlagenwerke Die Kosmische Oktave - der Weg zum universellen Einklang (Synthesis Verlag, Essen 1984) und Die Oktave - das Urgesetz der Harmonie (Verlag Simon + Leutner, Berlin 1987) haben in der Fachwelt höchste Anerkennung gefunden. Der Begriff Die Kosmische Oktave ist nicht nur in einschlägigen Kreisen zu einem festen Fachbegriff geworden, heute arbeiten zahlreiche Wissenschaftler, Musiker und Künstler mit den Erkenntnissen von Cousto. Auch in den Bereichen Medizin, Therapie und Meditation hat dieses Wissen Eingang gefunden.


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