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Ausgabe Juli 2008
Geschichte der Esoterik - Teil 3 - Welche Prinzipien wirken auf dem spirituellen Weg?


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In Zusammenarbeit mit dem „Studienkreis für Empirische Evolutionsforschung“ führen wir hiermit die Serie zur Geschichte der Esoterik fort. In Teil 1 ging es darum, wie die Esoterik zu uns kam, in Teil 2 um die grundlegenden Lehren. In diesem heft sollen nun die grundlegenden Prinzipien des esoterischen Weges vorgestellt werden.

Die ganze Entwicklung der Erde wird durch den Rhythmus von Naturkräften bestimmt, deren Gesetzmäßigkeiten und regelmäßige Wiederholungen, die Evolution der Schöpfung voranbringen. Diese Naturgesetze lassen sich auch in den spirituellen Gesetzmäßigkeiten wiederfinden, die direkt auf die innere Entwicklung des Menschen wirken. Die Naturkraft dieser Prinzipien - als allumfassende wirkende Energie - ist daher glaubens- und religionsunabhängig und religionsübergreifend wirksam.
Die Grundlage für den Fortschritt - im Materiellen wie im Geistigen - finden wir in den spirituellen Grundgesetzen der Evolution, die wiederum auf einem Grundsatz aufbauen, dem „Axiom der Heiligen Wissenschaft“: Das Höhere regiert das Niedere! Das bedeutet, Gott im Menschen ist die Kraft, die durch die Werkzeuge - Fühlen, Denken (Sprechen), Handeln und den physischen Körper des Menschen - wirken will. Der Mensch soll daher durch die Gotteskraft im Herzen, mittels seiner „niederen“ Werkzeuge, die fünf Sinne, sein gesamtes Leben gestalten lassen. Hierzu müssen die Impulse des Herzens durch den Versenkungsweg aufgenommen, genau geprüft und im Leben verwirklicht werden. So wird Gott die Gelegenheiten erschaffen, die wir für unseren irdischen Weg benötigen und auch nutzen müssen, um unsere Aufgaben auf Erden zu erfüllen.

Die fünf Grundprinzipien der Evolution
1. Das Gesetz der Ökologie
Demnach wird immer nur die Menge kosmischer Energie freigesetzt, die für die Erstellung eines Werkes oder einer Aufgabe benötigt wird.
Die Geistige Welt „kalkuliert“ die Menge der freizusetzenden Energie immer genau, da sie gegenüber dem kosmischen Gesetz für deren Verwendung verantwortlich ist. Die Energie der Schöpfung darf nicht verschwendet werden. Es wird nur eine bestimmte Menge an energetischer Wirkkraft zu einem bestimmten Zeitpunkt bzw. für eine bestimmte Zeit ausgeschüttet. Die Energie-Ausschüttung durch das Gesetz der Ökologie kann daher nur gegenüber stark disziplinierten Schülern zur Wirkung kommen, denn nur sie sind berechtigt, diese direkten Hilfen der Geistigen Welt zu empfangen, deren Nutzung sie gegenüber der Geistigen Welt auch direkt verantworten müssen.
Entsteht die Situation, dass ein vorbereiteter Schüler die freigegebene Energie nicht nutzt, quasi vergeudet, dann muss, über seine eigene Verantwortung hinaus, der Fürsprecher des Schülers in der Geistigen Welt diese Energieverschwendung für den Schüler ausgleichen. Damit Vergeudungen der Energie möglichst ausgeschlossen werden, können diese Kräfte nur den Schülern des Weges gegeben werden, die sich auf Grund ihrer Entwicklung eine große innere Stabilität erarbeitet haben.

2. Das Gesetz des Magnetismus und der Konzentration
„Da, wo deine Konzentration ist, da bist du, wohin du sie lenkst, zu dem wirst du.“
Unser Leben wird also durch unser Fühlen, Denken (Sprechen) und Handeln sowie durch die Qualität unseres Strebens bestimmt. Das, was wir uns innig wünschen, wird nach diesem Gesetz, wenn wir den Wunsch lange genug aufrecht halten - also das Ziel aktiv verfolgen – durch uns magnetisiert und kommt zur irdischen Wirklichkeit, zur Substanz. Richten wir also unser Wunschfühlen (Schöpfungskraft) auf irdische Dinge, werden wir diese, bei entsprechender Ausdauer, verwirklichen, d.h. physisch erschaffen. Auf geistige Dinge gerichtete Schöpfungskraft wird so das Geistige entstehen lassen. Die Lebensverhältnisse, die wir durch unseren freien Willen mit positiver oder negativer Ausstrahlung magnetisieren, werden daher, nach dem Gesetz des Magnetismus, nur durch uns selbst bestimmt.

3. Das Gesetz der Harmonie
„Wer die Mitte - die Harmonie - nicht verliert, der dauert.“
Der Mensch soll seine göttlichen Erkenntnisse bewusst in das irdische Leben einfließen lassen. Beide Energien - die göttlichen wie irdischen - sind ausgewogen im täglichen Leben umzusetzen, denn nur so erreichen wir eines Tages beständigen den Zustand der inneren Mitte, den wir Harmonie nennen. Eine Unausgewogenheit, in die eine wie die andere Richtung, würde zu einem Übergewicht einer Seite führen und Disharmonie erzeugen.
4. Das Gesetz des Kreises
Das Urform-Symbol des Geistigen ist seit alters her der Kreis. In seiner Mitte (im Kern) sitzt die positive Gottkraft, der Schöpfungsimpuls - das Nuklid, das seine Energie bei voll bewusster Wirkkraft bis zum Kreisrand (Elektronenrand) aussendet und den Kugelinhalt des Kreises mit seiner Energie völlig durchströmt. Gott wirkt in diesem Zustand völlig bewusst. Der Raum zwischen dem Atomkern und dem Elektronenrand wird in alten Texten Chaos - ungeprägte Masse - genannt. Je nach Stärke des Kerns, strömt die positive göttliche Kraft nach außen in das Chaos und prägt bzw. lädt es - je nach seiner Konsistenz - schwach, leuchtend oder strahlend mit Licht auf. Das positive Nuklear im Menschen ist das Herz, der Sitz unseres Gottbewusstseins. Ist es durch unseren geistigen Weg noch nicht stark genug entwickelt, werden die materiegeladenen negativen Elektronen (das bindende Äußere) stärker nach innen strahlen und das Chaos vorwiegend mit niederer Materieschwingung aufladen. Unser Leben wird dann verstärkt materiell, schicksalsträchtig, oft Leid beladen sein.
Im Kreis geht keine Energie verloren; alles, was wir durch unser Fühlen, Denken (Sprechen) und Handeln aussenden bzw. ausgesandt haben, egal ob positiv oder negativ geprägt, muss von uns auch wieder selbst harmonisiert werden. Dieses Gesetz des Ausgleichs von Ursache und Wirkung ist allgemein als Karma bekannt.
Es ist daher unbedingt nötig, stets einen „Lichtschutzmantel“ zu aktivieren, denn zurückkommende, negative Energien könnten unser Leben sonst erheblich belasten und verändern. Den Lichtschutzmantel aktivieren wir, in dem wir uns - durch Konzentration auf unsere Herzspitze - vorstellen, wie sich von dort aus eine Lichtkugel immer größer werdend ausdehnt, bis sie unseren gesamten physischen Körper durchströmt und umhüllt, so wie eine Eierschale das Ei umhüllt.

5. Das Gesetz der energetischen Ausbreitung von Wissen
Alles wahre, rein geistige Wissen ist grundsätzlich kostenfrei weiterzugeben! Das lehrt uns bereits die Gottkraft durch das Licht der Sonne, das alles Leben entstehen lässt und nährt, ohne dafür eine Gegenleistung zu verlangen. Daher dürfen für rein geistige Belehrungen weder Geld noch Spenden, weder werblich noch subtil gefordert oder erwartet werden. Lediglich „reine Liebesgaben“, die von allein und spontan durch die Herzen der Belehrten entstehen, somit völlig freiwillig sind, dürfen angenommen werden. Wäre, entgegen diesem Gesetz, eine grundsätzliche materielle Bezahlung rechtens, könnten alle Menschen, die kein Geld haben, diese Lehren nicht empfangen und würden somit ausgeschlossen, wodurch das energetische Gesetz der Ausbreitung des Wissens gebrochen würde. Aus diesem Grunde, sind wahre geistige Lehren und Belehrungen grundsätzlich nie mit Geld zu bezahlen. Hier gilt immer der Grundsatz der alten Kommentare: Wer wahres Wissen gibt, nimmt kein Geld - wer Geld nimmt, gibt kein wahres Wissen.
Die Anwendungen dieser fünf Grundprinzipien der Evolution im täglichen Leben auf ethischer Grundlage und mittels der rechten Meditation bilden den Geistigen Weg. Er führt jeden ernsthaft und ausdauernd Suchenden – unabhängig von seiner Religion - direkt zur großen Wahrheit seines Herzens, zu Gott selbst und somit zur Gesundung eines jeden Wesens und seiner Bestimmung.

Quellen zu den esoterischen Prinzipien
White Eagle, Wunder des Lichts, Aquamarin
White Eagle, Der Geistige Pfad, Aquamarin
K.O. Schmidt, Universale Religion, Drei-Eichen-Verlag
K.O. Schmidt, Der komische Weg der Menschheit, Drei Eichen Verlag
Paul Brunton, Der Weg nach Innen, O. W. Barth C. Jinarajadasa M., Die okkulte Entwicklung der Menschheit, Adyar-Verlag
Michael Murphy, Der Quanten-Mensch, Verlag Ludwig


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