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Ausgabe Oktober 2003
Die “richtige Station” - Reiki und Schulmedizin

In den USA gibt es bereits mehr als 100 Krankenhäuser, in denen Reiki angeboten wird. Aber auch in Deutschland öffnet sich an vielen Stellen die Schulmedizin und integriert Reiki in ihr Angebot.

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Im “Zentrum für Traditionelle Chinesische und Integrative Medizin” der St. Hedwig-Klinik in Berlin-Mitte, einem Lehrkrankenhaus der Charité, gibt der Reiki-Meister und -Lehrer Norbert Lindner regelmäßig Reiki-Sitzungen und Reiki-Seminare. Das 1846 gegründete St. Hedwig-Krankenhaus steht in der katholischen Trägerschaft der Alexianer-Brüder. Es verfügt über alle gängigen Abteilungen wie Innere Medizin, Chirurgie, Urologie, Psychiatrie, Anästhesie und Intensivmedizin, aber zusätzlich hat man sich dort zur Aufgabe gemacht, auch die natürlichen Heilmethoden in das Angebot mitaufzunehmen. So wurde im September 2001 das “Zentrum für Traditionelle Chinesische und Integrative Medizin” ins Leben gerufen, das Akupunktur als Schwerpunkt anbietet und dabei Reiki häufig unterstützend einsetzt.

Die “richtige Station”
Reiki als begleitende Therapie im “Qualifizierten Drogenentzug” gibt es an der Westfälischen Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Warstein. Am Anfang stand die Vision von Margret Brosius, Reiki-Meisterin/Lehrerin und Suchtfachpflegekraft in der Klinik. Mit viel Entschlossenheit und Ausdauer gelang es ihr, Reiki und Schulmedizin zu verbinden. Mittlerweile wird auf mehreren Stationen der Klinik den Patienten Reiki nach Bedarf verordnet. Auf der Station “Qualifizierter Drogenentzug”, wo Margret Brosius arbeitet, konnten schon mehrere 100 Protokolle gesammelt werden, die eine beeindruckende Dokumentation der Reiki-Arbeit des Teams darstellen. So hat sich nach Aussage der behandelnden Stationsärztin herausgestellt, dass die Patienten, die Reiki erhalten, deutlich weniger zusätzliche Medikamente benötigen als Patienten ohne Reiki-Unterstützung. Seit Januar 2002 bietet Margret Brosius in den Kliniken Warstein und Lippstadt auch Reiki-Seminare als Mitarbeiterfortbildung an. So ist die Zahl der Mitarbeiter, die regelmäßig Reiki in der Klinik geben, von anfänglich sechs auf über zwanzig Personen gestiegen. Zum Glück, denn Reiki kommt bei den Patienten bestens an. Bemerkenswert ist, dass viele neue Patienten inzwischen bei der Aufnahme anfragen, ob sie auch auf der “richtigen Station” sind - dort, wo Reiki-Sitzungen möglich sind.
Auch an zahlreichen Kurkliniken in Deutschland wird Reiki mittlerweile erfolgreich angeboten, so z.B. an der Augusta-Klinik in Bad Kreuznach. Dort gibt die Reiki-Meisterin/Lehrerin Petra Kügelchen-Geppert regelmäßig Reiki-Sitzungen für Patienten, unterstützt von mehreren Mitarbeiterinnen, die zwischenzeitlich einen Reiki-Grad erworben haben.

Reiki in Arztpraxen
Nicht nur Kliniken, sondern auch zahlreiche Ärzte integrieren Reiki und andere natürliche Heilmethoden in ihren Praxen. Ein Beispiel ist Frau Dr. med. Verena Schmuckermeier in München-Grünwald, die seit sieben Jahren als freie Reiki-Meisterin/Lehrerin neben der klassischen Homöopathie, Bach-Blüten und Sonnenheilmitteln auch Reiki einsetzt. So konnte sie u.a. dem bekannten Opernsänger Karl-Heinz Cifrain-Gregor helfen, der an einem “fortgeschrittenen beidseitigen Karpaltunnelsyndrom” litt (Taubheitsgefühl in den Händen bis hinauf in die Arme). Bereits nach drei Reiki-Sitzungen im Abstand von je zwei Tagen erfuhr Herr Cifrain-Gregor eine spürbare Besserung. Mittlerweile ist er vollkommen beschwerdefrei und die Operation, die ihm fünf Fachärzte als einzige Heilmöglichkeit vorgeschlagen hatten, ist nun überflüssig geworden.

Wissenschaftliche Studien
Mittlerweile befassen sich auch erste wissenschaftliche Studien mit den Effekten von Reiki-Anwendungen. So zeigten US-amerikanische Studien des National Institutes of Health Center for Complementary and Alternative Medicine, dass Reiki-Anwendungen zur Auflösung von Schmerzen und Ängsten führen, tiefgehende Entspannung bewirken und zur Stärkung des Immunsystems beitragen können. Auch eine Studie der Universität Texas in Houston ergab, dass Reiki eine Aktivierung des Immunsystems bewirkt und die Abwehrkräfte stärkt.
Doch nicht nur in den USA, sondern auch in Europa wird ausgiebig in Sachen Reiki und geistige Heilung geforscht, wie z.B. an der Universität Freiburg, die derzeit eine groß angelegte EU-Studie in Sachen Fernheilung durchführt. Bei der Studie, die von der Europäischen Union mit 300.000 Euro gefördert wird, werden 400 Schwerkranke sechs Monate lang von 400 Heilern und Heilerinnen aus ganz Europa fernbehandelt, wobei rund 30 % der beteiligten Heiler/innen mit Reiki arbeiten.
Es ist ein gutes Zeichen, dass derartige Studien und die Zusammenarbeit mit der Schulmedizin weltweit zunehmen, denn es dokumentiert, was Reiki-Praktizierende längst wissen: Reiki hilft, und zwar auf so viele verschiedene Weisen und in einer solchen Vielfalt, wie kaum eine andere natürliche Heilmethode.
Oliver Klatt gibt regelmäßig 1. und 2. Grad-Reiki-Seminare in Berlin. Er ist Chefredakteur des Reiki Magazins (www.reiki-magazin.de) und Mitveranstalter der bundesweiten “Reiki Talks”-Reihe (www.reiki-talks.de). Seine mehrjährige Ausbildung zum Reiki-Meister erhielt er von Paul Mitchell, einem der 22 Meister, die noch von Hawayo Takata eingeweiht wurden.


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