aktuelle Seite: ARTIKEL   
Ausgabe Mai 2018
Beitragsreihe 2018 von Andreas Krüger. Homöopathisches Heilmittel: Ferrum Metallicum. Eine Gabe ist eine Aufgabe


art94470
© Elnur - Fotolia.com

Vergrößern hier klicken.
H. Schäfer: Was gibt es zum Frühlingsanfang?
Andreas Krüger: Heute geht es um das Eisen. Es gibt verschiedene Arten von Eisen in der Homöopathie und ich werde mich heute primär auf Ferrum metallicum beziehen. Nach 35 Jahren Praxis habe ich scheinbar die Aufgabe, Menschen zu helfen "zu werden, wie sie gemeint sind". Jeder Mensch bringt so etwas wie eine Aufgabe mit ins Leben, denn keiner ist unnütz in dieser Welt. Und die große Künstlerin Käthe Kollwitz hat einmal gesagt, "eine Gabe ist eine Aufgabe". Und damit ist gemeint, dass wir als Mensch auch eine Aufgabe für diese Gesellschaft und für unseren Planeten haben und es ist unsere Aufgabe, diese Gaben zu verwirklichen. Individuell glücklich, ekstatisch, wolllüstig zu sein, ist völlig in Ordnung. Aber wir haben auch alle ein Stück weit die Aufgabe, diesen Planeten zu retten. Ich erlebe immer wieder, dass mir Menschen in meiner Praxis erzählen, wie unglücklich sie sind und wenn ich sie befrage, was sie denn glauben, was sie hinkriegen könnten, haben viele Menschen relativ klare Vorstellungen davon, was es zu tun gilt, dass sie so werden könnten, wie sie gemeint sind. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen wissen, wie sie leben möchten, kreativ sein möchten oder lieben möchten.

Das Problem ist doch oft, wie sie diese Vision manifestieren können.
In meinen Sitzungen fangen wir damit an, diese Vision bildhaft zu gestalten, mit den Zeitreisen in die Zukunft, wo man diese Vision theatralisch inszeniert. Viele wissen auch tief in sich, was sie tun müssten, aber dann sitzen sie hier nach drei Analysen, zig Horoskopen und sagen: "Ich weiß alles, aber ich mache nichts!" Ich kenne das ja von mir aus dem Ernährungsbereich, wo ich genau weiß, was ich eigentlich tun müsste, um 108 Jahre lang schön und beweglich zu sein, aber ich tue es nicht. Ich tue es in anderen Bereichen, im beruflichen, spirituellen und auch in liebesbedingten Bereichen. Es gibt aber Menschen, die tun es in 95 Prozent aller Lebensbereiche nicht, obwohl sie eine kabbalistische Namenanalyse haben machen lassen und bei 17 Hellsehern waren.

Und das ist der Impuls, den Eisen gibt?
Julius Caesar soll nach Rudolf Steiner der erste Mensch gewesen sein, der ein ganz inkarniertes Ich hatte. Nach Rudolf Steiner waren die Menschen vor Caesar eher gruppenseelisch unterwegs und ließen sich von Göttern und anderen Kräften führen. Caesar war der erste, der gesagt haben soll, dass ihn nicht die Orakel oder Priester interessierten, sondern er sagte: "ICH habe einen Willen. ICH komme. ICH sehe. ICH siege." Das, was Caesar hatte, nennt man einen proaktiven Willen oder ein proaktives Wollen. Und das ist für mich heute das Hauptproblem der Menschen. Ihnen fehlt nicht das Wissen, denn sie lesen alle möglichen Zeitschriften und Bücher, in denen alles drinsteht - aber es fehlt ihnen dieser proaktive Willens- oder Wollensimpuls und das ist eine Schwäche an das Ich und im Grunde eine Schwäche an die Inkarnation. Und der Stoff, der Inkarnation durchführt, ist Eisen. Rudolf Steiner hat einmal gesagt, dass sich das Ich ganz stofflich an das Eisen in unserem Körper bindet. Wir kennen es von anämischen Frauen, wenn Frauen so gut wie kein HB mehr haben, da gibt man auch gerne Ferrum phos - Eisen und Phosphor, denn Phosphor ist auch ein großer Inkarnator. Das Problem der normalen Schulmedizin ist, dass sie die Menschen mit Eisen vollpumpen und Magenschmerzen die Folge sind. Es geht darum, dass wir dem Körper durch das homöo-pathische Eisen oder durch das Meteoreisen von Weleda D30 einmal täglich den Impuls geben, sich mittels des Eisens Vorsätze reinzuziehen, die mit einmal die Yoga-Übung oder die QiGong-Atmung möglich machen. Dieser Buddhasatz "Du wirst, was du denkst" ist Schöpfungsbewusstsein in vollster Zündung, aber dazu brauche ich ein Ich und wer kein Ich hat, für den gilt der Satz nicht. Weil der Geist ein Ich braucht, denn er wirkt über ein Ich. Und Menschen, die dieses Ich nicht haben, die diese Schwäche haben, aus diesem Geist heraus zu wirken, die vergammeln in einer Fülle von Wissen.

Gibt es nicht noch ein anderes Mittel, das mit dem Ich-Verlust zu tun hat?
Ja, das ist der Bovis, dieser große weiße Pilz, der riesig aussieht und wenn man ihn anpiekt, ist er weg. Das ist ein Mittel für Ich-Verluste, wenn durch irgendwelche schrecklichen Traumata Teile des Ichs verlorengegangen sind. Ich wende oft den Bovis mit dem Meteoreisen an. Der Bovis holt die Seelen zurück und das Meteoreisen gibt diesen Impuls: "Ich will!" Fragen Sie mal, ob die meisten Menschen, die Sie auf der Straße ansprechen, sagen können: "Ich will!" Wie viele unglückliche Menschen habe ich auf meiner Couch nach der Frage gehört, ob sie ihrem Liebsten gesagt haben, was sie möchten, bevor es zur Sache geht: "Nein, das traue ich mich nicht. Da habe ich kein Recht zu."

Es gibt also Menschen, die an einer Rechtlosigkeit des Ichs leiden?
Ja, denen in ihrer Kindheit verboten wurde, "Ich will" zu sagen. Mir hat es geholfen, im Zusammenhang mit der Wolfsmilch zu lernen, auf Sprache zu hören. Gestern habe ich einen wahnsinnig schönen Satz gelesen von Martin Buber: "Gott antwortet mit dem verschwebendem Schweigen." Dieser Satz hat mich total ergriffen und es ist tatsächlich so beim Eisen, dass es mit einem Mal einen Impuls setzt zu sagen: "Ich will!"
Ich empfehle gerne den amerikanischen Weltkriegsgeneral Patton. Es war derjenige, der Adolf Hitler in Afrika erstmalig gestoppt hat und der bei der Landung in der Normandie viel dazu beigetragen hat, dass diese faschistische Brut als Regierungsmacht verschwunden ist. Der sagte einen Satz: "Geht nicht, gibt's nicht!" Aber um diesen Satz zu sagen, empfehle ich in diesem Fall von der Firma Weleda Ferrum Meteoreisen D12 zu holen und vier Wochen täglich eine Messerspitze oder eine Tablette zu nehmen und einfach mal zu gucken: Kann ich mein Ich damit besser leben?

Fazit:
Mein Satz ist: "Ich komme, ich tue, ich siege!" Ferrum ist das Mittel, um Sie ins Tun zu bringen, betreffs der Sachen, um die Sie schon wissen.


Andreas Krüger ist Heilpraktiker, Schulleiter und Dozent an der Samuel-Hahnemann-Schule in Berlin für Prozessorientierte Homöopathie, Leibarbeit, Ikonographie & schamanische Heilkunst.

Mehr über ihn unter: andreaskruegerberlin.de


Buchtipp:
Heiler und Heiler werden
Andreas Krüger / Haidrun Schäfer
Klappenbroschur, 144 Seiten
ISBN 978-3-922389-99-6, EUR 14,80
edition herzschlag im Simon+Leutner Verlag


Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.