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Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2018. 04: Kakao - sag mir was Neues

Beitragsreihe von Cornelia Titzmann, Heilpraktikerin und Dozentin für Phytotherapie

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© Francesco Veronesi - Flickr - commons.wikimedia.org
Soviel wurde schon über Kakao, Schokolade, Kakaobutter usw. geschrieben. Das Netz ist voll davon, von Wikipedia bis zu irgendwelchen wilden Seiten. So möchte ich mich auf Erfahrungen aus meiner Praxis beschränken. Es hat sich bewährt für manche Menschen, Kaffee- durch Kakaogenuss, als Getränk, zu ersetzen. Der Koffeinanteil ist zwar wesentlich geringer, eine leicht anregende Wirkung bleibt aber erhalten. Der Hauptwirkstoff Theobromin, auch ein Alkaloid, soll für die „glücklichmachenden“, Blutdruck-senkenden und Wundheilung-fördernden Eigenschaften verantwortlich sein. Ich empfehle für bessere Verträglichkeit die übliche Milch durch Mandelmilch zu ersetzen. Wenn Süße gewünscht wird, dann durch Honig, Ahornsirup oder Ähnliches. Eine Harvard-Studie versuchte die prophylaktische Wirkung bei den bekannten Zivilisationskrankheiten: Herzinfarkt, Apoplex, Krebs und Diabetes nachzuweisen. Wie bei generellen Studien, mit mäßigem Erfolg. Ich setze den Kakao auch zur Förderung der Fruchtbarkeit ein. Die immergrüne, immer Frucht-tragende Pflanze liebt ein feucht-warmes Klima. Theobroma Cacao gehört zu den Malvengewächsen und kommt ursprünglich aus dem Amazonasgebiet. Seine spirituelle Heimat war wohl Mexiko, wo er bis heute verehrt wird. Schon bei den Maya und Azteken galt er als Geschenk der Götter und als Zahlungsmittel. Zwei Ernten im Jahr, bei denen die fetten Samen aus der Frucht geschält werden. Sie enthalten auch Bitterstoffe, Farbstoffe, Polyphenole (Epicatechin) sowie Zucker-und Säureverbindungen. Es lohnt sich, das handelsübliche Kakaopulver aus biologischen Anbau zu beziehen, da die Pflanze oft recht Schadstoff-belastet ist. Ich empfehle auch älteren Menschen, regelmäßig Kakao zu sich zu nehmen. Es soll die Gedächtnisleistung verbessern. Im medizinischen Kontext ist eine Dosierung schwierig. Oft überwiegt der Nachteil durch große Mengen Zucker und Milch, wie bei Schokolade, den Vorteil der Wirkung des Kakaos als Heilpflanze. Also wie immer: mäßig, aber regelmäßig! Eine verstärkte Wirkung wird der Einnahme zusammen mit scharfen Substanzen, z.B. Chili, nachgesagt. Daher das berühmte Rezept der Mole-Soße aus Mexiko mit Kakao und Pfeffer.

Anwendungstipp:
Altes Kakaorezept zur Gesunderhaltung für ca. 4 Portionen:
20g Kakaopulver, 50g Maismehl, 500ml Wasser.
Zutaten zusammen aufkochen und zugeben:
1 Prise Meersalz,
1 Esslöffel Honig (andere biolog./pflanzl. Süße)
1 Prise Zimt (wahlweise Kardamon oder Galgant)
eine kleine Vanilleschote

Infos und Kurse: www.corneliatitzmann.de