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Ausgabe März 2018
Die drei Wege zu spiritueller Schönheit nach Deepak Chopra


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Haben Schönheit und Spiritualität tatsächlich etwas miteinander zu tun? Ja, sagt Deepak Chopra, aber anders, als wir vielleicht denken. Er erklärt, was es mit der spirituellen Schönheit auf sich hat und wie wir sie in uns erwecken.Haben Schönheit und Spiritualität tatsächlich etwas miteinander zu tun? Ja, sagt Deepak Chopra, aber anders, als wir vielleicht denken. Er erklärt, was es mit der spirituellen Schönheit auf sich hat und wie wir sie in uns erwecken.

Wir können uns perfekt ernähren, optimal schlafen, uns ausreichend bewegen und unsere Haut voller Hingabe pflegen: Ohne spirituelle Schönheit kann sich Schönheit nicht zu ihrem vollen Potenzial entfalten, davon ist Deepak Chopra überzeugt. Chopra ist studierter Mediziner, durch seine Religion, den Hinduismus, eng verbunden mit der ayurvedischen Lehre und obendrein eine der angesehensten spirituellen Leitfiguren unserer heutigen Zeit. Doch warum ist Schönheit für ihn überhaupt ein wichtiges Thema und was versteht er unter spiritueller Schönheit? Chopra betrachtet Schönheit nicht nur als eine nett anzuschauende äußere Hülle. Schönheit ist für ihn auch ein sichtbares Zeichen dafür, dass unser Körper gesund ist und wir uns wohl in ihm fühlen. Spirituelle Schönheit geht noch einen Schritt weiter - sie ist kein Beweis körperlichen Wohlbefindens, sondern Ausdruck unserer Liebe zum eigenen Selbst. Sie bedeutet, dass wir Vertrauen in uns haben und der Stimme des Herzens folgen. Sie sorgt dafür, dass wir unser wahres Selbst erkennen und leben. Sie nährt uns aus unserem Innersten heraus und macht uns stark gegen negative Emotionen. Was aber noch viel entscheidender ist: Spirituelle Schönheit verleiht unserem Sein und unserem Lebensziel eine neue Dimension.
Denn es gibt nichts Schöneres, als aus der eigenen Ganzheit heraus leben zu können. Erst im Erstrahlen dieses inneren Lichtes vollendet sich die wahre Einheit von Körper, Geist und Seele.

Das Finden im eigenen Selbst
Unsere äußere Schönheit fördern wir, indem wir unseren Körper hegen und pflegen. Aber wie sieht es mit der spirituellen Schönheit aus? „Zur eigenen spirituellen Schönheit zu finden ist kein schwieriges Unterfangen“, sagt Chopra. Er weiß, dass unsere spirituelle Schönheit in Wahrheit längst in uns schlummert, es aber viele Gründe haben kann, wenn wir sie noch nicht wahrnehmen können. Einer der Wichtigsten besteht darin, dass niemand es uns beigebracht hat. Einen Regenbogen sehen wir ohne Weiteres, weil wir seit frühester Kindheit gelernt haben, uns unserer physischen Augen zu bedienen. Um aber unser wahres Selbst und damit auch unsere spirituelle Schönheit erkennen zu können, müssen wir lernen, mit anderen Augen zu schauen. Mit den Augen der Seele. „Mit ihnen zu sehen ist aber, sobald wir es einmal gelernt haben, ebenso einfach und natürlich“, erklärt Chopra. Um dieses Sehen zu erlernen, gibt es drei Wege. „Es handelt sich hierbei um drei gleichwertige Wege“, so Chopra, „die sich über die Jahrhunderte bewährt haben, wo und wann immer Menschen Tieferes im Leben gespürt und gesucht haben, als oberflächliche Betrachtung erkennen lässt.“

Der erste Weg
Bei dem Weg der Liebe und Hingabe geht es um die Erfahrung tiefer Freude. Wir öffnen uns der Schönheit der Welt und werden überall nach ihr suchen wollen. Und je mehr wir von ihr entdecken, desto glücklicher werden wir sein. Chopra erläutert hierzu: „Die Augenblicke der Liebe vertiefen sich, und wir lassen uns berühren vom Anblick einer Schöpfung, die von Liebe erfüllt ist. Dieser Weg ist ein sehr persönlicher, da wir ihn allein im eigenen Herzen beschreiten. Sind wir ihn schon eine Weile gegangen, werden wir erfahren, dass wahre Liebe bedingungslos ist, um uns der Quelle dieser reinen Liebe voller Hingabe zuzuwenden. Auf diesem Weg begegnen uns Herzenswärme, Glück, Freude und die Geschenke des Gebens und Nehmens.

Der zweite Weg
Beim Weg des tätigen Lebens und des Dienstes am Anderen geht es um spirituelles Wachstum. Chopra sagt: „Aus der Begegnung mit dem Besten in uns selbst erwächst der Wunsch, stets aus diesem Besten heraus zu handeln. Es besteht ein starkes Bestreben, das innere Potenzial zu verwirklichen. Das Mittel dazu ist die Erweiterung des Bewusstseins, denn je umfänglicher wir uns erfahren, desto vollständiger werden wir sein. Es ist ein aktiver Weg inmitten der Welt.“ Auf ihm erkennen wir mit der Zeit, um wieviel erfüllender selbstloses Handeln und der Dienst am Mitmenschen ist. Und wir erfahren innere Befreiung, indem wir unser Potenzial leben und uns weiterentwickeln.

Der dritte Weg
Beim Weg des Wissens und der Wahrheit geht es um die Befriedigung des Erkenntnisdrangs, um die Überwindung der Illusion, das Erschauen der Wirklichkeit hinter dem täuschenden Schleier der Dinge. Chopra erklärt dazu: „Die materielle Welt kann unserem Verlangen, die Wahrheit zu erkennen, nicht gerecht werden. Daher vertiefen wir uns in heilige Schriften, in die Poesie und andere Texte, die von einer tieferen Wirklichkeit zeugen. Es ist der Weg des Geistes, auf dem jeder Tag dem Erreichen einer neuen Ebene der Einsicht und dem Erlangen von Weisheit gewidmet ist. Schließlich erkennt der Geist auf diesem Weg, dass sich Weisheit nicht aus Büchern und fertigen Gedankensystemen beziehen lässt. Das tiefste Verstehen wurzelt im stillen Gewahrsein, das einfach wissend ist. Indem wir uns der Stille des Geistes anstatt dem Strom der Gedanken überlassen, die den Geist überfluten, entdecken wir, dass die Wirklichkeit unbegrenztes, reines Bewusstsein ist.“

Den eigenen Weg wählen
Alle drei Wege sind gleichwertig und sie alle lehren uns, mit den Augen der Seele zu sehen. Jeder von ihnen führt uns zur Quelle ursprünglicher Schönheit - zu unserem wahren Selbst. Dennoch werden wir uns für einen von ihnen entscheiden müssen. Für manche Menschen gibt es dabei keinerlei Zweifel. Anderen fällt die Entscheidung schwerer, weil sie in sich Anteile entdecken, die für mehrere Wege sprechen. Um die Wahl zu erleichtern hilft es dann, unsere Grundausrichtung genauer zu betrachten. Bei einer Lebensauffassung, die für den Weg der Liebe und Hingabe spricht, stehen beispielsweise Gemeinschaft und Fürsorge im Mittelpunkt. Die Familie, ein liebevolles Zuhause und herzliche Gefühle stehen an erster Stelle. Beim Weg der persönlichen Weiterentwicklung stehen neue Lebensmöglichkeiten im Vordergrund. Der Geist ist von Neugier und Entdeckungsgeist getrieben, uns zieht es spirituell zu Gemeinschaften, die an der Entwicklung des inneren Potenzials interessiert sind. Und bei einer Lebenshaltung die für den Weg der Erkenntnis prädestiniert, steht die Wahrheit im Mittelpunkt. Wir vertrauen auf die Führung des eigenen Geistes und suchen jenseits der materiellen Welt die ganze Wahrheit in der Transzendenz. „Sobald wir erst einmal herausgefunden haben, welcher Weg für uns der richtige ist, wird es sich ganz leicht und natürlich anfühlen, ihm zu folgen“, verspricht Chopra. Wir werden bald feststellen, dass ein Transformationsprozess einsetzt und wir mehr und mehr nach unserer Bestimmung leben. Wir lernen, jenseits von Vernunft und Ratio die Welt zu betrachten. Wir werden mit den Augen der Seele sehen und unserer spirituellen Schönheit begegnen.



Deepak Chopra stellte als erfolgreicher Arzt fest, dass der westlichen Medizin die Seele fehlt. Er machte sich auf die Suche nach einer ganzheitlichen Medizin, die ihn bald in den Grenzbereich von Wissenschaft und Glauben führte. Heute verbindet er das Wissen des Westens mit der Weisheit des Ostens wie kein Zweiter. Er schrieb über 75 Bücher, die insgesamt 20 Millionen Mal verkauft wurden. Das Time Magazine zählt Chopra zu den 100 herausragenden Köpfen des 20. Jahrhunderts und bezeichnet ihn als Poet-Propheten der alternativen Medizin.


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