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Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2017.07: Schachtelhalm, die alte Seele

Beitragsreihe von Cornelia Titzmann, Heilpraktikerin und Dozentin für Phytotherapie

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Eine Pflanze, so alt, noch ohne Blüte. Fast nur Silizium, zusammengesteckt. Es gab sie schon zur Zeit der Dinosaurier, da war auch sie noch riesig und ganze Schachtelhalmwälder bedeckten die Erde. Ein kleiner Rest davon ist heute in Zentralafrika zu sehen. Dort gibt es noch einen Nationalpark mit den großen Exemplaren. Heute ist der Schachtelhalm maximal einen Meter groß. Diese wunderbare Heilpflanze wird auch Zinnkraut, Pferdeschwanz, Knochenstärker genannt. In der Heilkunde wird die Variation Ackerschachtelhalm genutzt. Die anderen Vertreter sind zum Teil unverträglich. Herba Equisetum gibt es als Teedroge oder auch in Standardpräparaten. Meist werden die darin enthaltenen Mineralien und Spurenelemente gewünscht: Calcium, Kalium, Silizium, Phosphor, Mangan - um nur einige zu nennen. In der Volksheilkunde immer schon ein Mittel um "Gebrochenes heilen zu lassen". Knochen, Sehnen, Bänder, Gewebe. Bei schlecht heilenden Brüchen (Knochen und Bindegewebe), nach Unfällen und Geburten wurde die Pflanze genutzt. Bei Überdehnungen und Verstauchungen bringt sie die alte Form zurück. Sie wirkt aber auch festigend auf labile seelische Zustände, bietet Unterstützung bei Unsicherheit, sich nicht entscheiden können, Angst vor Verletzung. Gut zum Aufbrechen alter Muster. Die Pflanze wirkt leicht diuretisch (harntreibend) und wird deshalb auch bei Blasenreizung und Nierenleiden empfohlen. Da aus der wässrigen Lösung (Tee) die Mineralien schlecht löslich und resorbierbar sind, wird traditionsgemäß die Teemischung mit saponinhaltigen Pflanzen gemischt. Diese verbessern die Verfügbarkeit für uns Menschen. Die Ringelblumenblüten eignen sich dafür hervorragend. Manchmal wird empfohlen, die Pflanze über Nacht einzuweichen oder aufzukochen. Das wäre dann nicht notwendig, die Teemischung muss aber eine Weile ziehen. Besonders zu erwähnen ist noch die Formveränderung der ersten Sprossen im Frühjahr, fast farblose Pfeile, die sich aus dem Boden bohren. Daraus entwickelt sich später der grüne Hauptstängel mit den geschachtelten Seitenarmen. Eine botanische Besonderheit.

Anwendungstipp:
3 Teile Schachtelhalm und 1 Teil Ringelblume mischen.
1Teelöffel pro Tasse 20 Minuten ziehen lassen.
Zur Gewebefestigung 2 Tassen pro Tag ca. 1 Monat lang trinken.

Cornelia Titzmann hat eine eigene Naturheilpraxis in Berlin.
Infos und Kurse: www.corneliatitzmann.de


Naturheilpraxis Horst-Kohl-Straße 2, 12157 Berlin
web: http://www.corneliatitzmann.de