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Ausgabe Mai 2017
Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2016.05: Goldrute - eine Jungfrau nicht nur für die Blase. Von Cornelia Titzmann


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© Scisetti Alfio - Fotolia.com
Solidago virgaurea, die "festigende goldene Jungfrau", eine große Heilpflanze aus der Familie der Korbblütler. Auch Heidnisch Wundkraut wird sie genannt, ein Hinweis auf ihre Verwendung als Wundheilpflanze. 1731 schreibt Tabernaemontanus über sie und empfiehlt sie als Heilmittel bei innerlichen Wunden, Blasen- und Nierenleiden. So ist es im Wesentlichen geblieben. Ihre zusammenziehende und stärkende Wirkung wird auf die Inhaltsstoffe Gerbsäuren, Mineralien und Ätherisches Öl sowie Farbstoffe zurückgeführt. Die echte (offizinelle) Goldrute hat eine Tannenbaum-ähnliche Form und die kanadische mit ihren langen Ruten ist hier in Berlin-Brandenburg überall verwildert. Ihre gelben Blüten leuchten weit und auch ihr Geruch ist unverwechselbar. Beim Trocknen entsteht sogar ein leichter Uringeruch. Sie ist eine Sonnenpflanze, liebt das Licht, trockenen Boden und speichert diese Wärme. Das machen wir uns in der Therapie zunutze: Goldrutentee und Präparate aus dem Kraut sind hervorragende Begleiter bei Reizblase, Blasenentzündung, nach einer Katheter-Legung oder Operationen. Sie wirkt leicht entwässernd, ausleitend und schmerzlindernd. So ist sie auch in vielen Rheuma-Mischungen zu finden. In den USA gilt sie als die Pflanze bei "Honeymoon-Cystitis", einer Blasenreizung durch zu viel Sex. Die Goldrute ist magenverträglich und unterstützt die Leber. In der Frauenheilkunde wird sie ebenfalls bei verschiedenen Wund-Themen empfohlen. So bei übermäßiger Menstruation, Blasenreizung in Kombination mit der Menstruation, nach Geburten und bei Entzündungen im Genitalbereich. Goldrute kann für den Eigenbedarf sehr einfach gesammelt werden. Die ganze Pflanze bündeln, umgekehrt zum Trocknen aufhängen. Danach die Blätter und Blüten abstreifen und staubfrei aufbewahren.

Anwendungstipp:
Tee zur Stärkung der Blase - 4 Wochen täglich 2 Tassen vor den Mahlzeiten
2 Teile Goldrutenkraut
1 Teil Schachtelhalm
1 Teil Brennnesselkraut
2 Teile Hagebutten
1 Teelöffel auf 1 Tasse, überbrühen, 20 Minuten zugedeckt ziehen lassen

Heilpraktikerin Cornelia Titzmann, Weitere Infos: www.corneliatitzmann.de


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