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Ausgabe Dezember 2015
Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2015. 12: Kaki - die Götterspeise

Beitragsreihe von Cornelia Titzmann, Heilpraktikerin und Dozentin für Phytotherapie

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Wussten Sie, dass die Kaki eigentlich aus Südafrika stammt? Dass sie seit über 2000 Jahren gezüchtet wird und damit eine der ältesten Kulturpflanzen ist? Seit einigen Jahren finden wir auch in Deutschland diese wunderbaren Frucht. Zuerst eher auf Märkten, von türkischen und arabischen Händlern eingeführt, gibt es sie jetzt sogar im Supermarkt. Wenn man mit ihr umzugehen weiß, ist sie eine richtige „Apotheke“. Der Baum wird ca. 15m hoch und ähnelt ein bisschen dem Apfelbaum. Er hat lanzettartige Blätter, weiß-gelbliche Blüten und trägt später diese typischen orangenen bis hellroten Früchte. Er ist langlebig und wird selten von Parasiten befallen. Es gibt samenhaltige und samenlose Formen, die Früchte reifen spät, oft erst wenn die Blätter zu fallen beginnen.Götterfrucht oder Götterspeise genannt, gehört sie zu der aus Asien stammenden Familie der Ebenholzgewächse (Ebenaceae). Im Deutschen bezeichnen wir die Frucht auch als Dattelpflaume. Sie ist verwandt mit anderen Züchtungen wie der Sharonfrucht, der Persimone und dem Honigapfel. Die Früchte werden bis zu 500 Gramm schwer! Die Süße nimmt beim Nachreifeprozess noch zu. Verwendung findet sie besonders in der traditionellen chinesischen Medizin. Sie gilt als kühlend und wird als fiebersenkend, Magen stärkend, Durchfall regulierend, Husten wiedrig und Blutdruck senkend beschrieben. Sie gilt als „Sportlerfrucht“. Sie ist ein guter Energiespender durch den hohen Zucker und Mineraliengehalt. Sie soll die Sehkraft stärken und die Stile werden bei Herz-und Nieren Erkrankungen eingesetzt. Sie enthält viel ProvitaminA, Vitamin C, Kalium, Eisen, Folsäure und Tanine. Heute wird sie auch in Südeuropa, besonders in Italien und Spanien angebaut. Die Schale kann mitgegessen werden, wenn die Frucht reif ist, bleibt sie nur wenige Tage haltbar. Bei uns wird sie vorwiegend im Herbst und Winter verkauft.
Hiermit verabschiede ich mich für dieses Jahr und wünsche Ihnen eine wunderschöne Weihnachtszeit.

Anwendungstipp
„Hitzige Gemüter“ essen morgens als Erstes eine halbe Kaki zum Frühstück. Dazu eine Tasse Thymian oder Oregano Tee. Danach 15 Minuten sportliche Betätigung – das alles als Winterkur zwischen November und März für etwa. 6 Wochen. Fitter geht’s nicht.



Die Autorin Cornelia Titzmann ist Dozentin für Phytotherapie und Heilpraktikerin in eigener Praxis, facebook: Naturheilpraxis Cornelia Titzmann


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